Suchen

Nachgedacht

Pfingsten

 

Nachgedacht Archiv

Umwelt-Tipps

Tipps rund um das Thema Umwelt, grüner Gockel

Drucken

  Seite drucken

Intranet

Login Intranet

Startseite (Detailansicht)

zurück


Große Trauer über die Katastrophen in Japan

Was sich in Japan ereignet, hat globale Dimensionen. Das unermessliche Leid der Menschen im Katastrophengebiet macht traurig und betroffen. Bei den Bewohnern dieser Welt lösen die gewaltigen Zerstörungen durch das Erdbeben und den Tsunami tiefes Mitgefühl für diejenigen aus, die Angehörige vermissen, ihr Obdach und alles, was sie besaßen, verloren haben.

"Der Natur sind wir Menschen gleichgültig", so Dekan Günter Eitenmüller. "Umso mehr bedürfen wir des Beistandes untereinander  - vor Ort und auch weltweit."

Atomare Bedrohung 25 Jahre nach Tschernobyl

Auf den 25. Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl war die Weltöffentlichkeit eingestellt. Auf die aktuelle atomare Gefahr in Fukushima nicht. Diese Bedrohung ist in ihrer weltweiten Dimension gleichermaßen katastrophal und unabsehbar. "Japan hat mit Hiroshima und Nagasaki auf grausame Weise erlebt, welche Folgen der Einsatz von Atombomben hat. Dass nun auch die unbeherrschbaren und tödlichen Risiken der friedlichen Nutzung von Kernenergie dieses Land treffen, hat eine besondere Tragik", sagt Dekan Eitenmüller. Gleichwohl gelte es zu bedenken, dass die Atomwirtschaft auf dem Bestreben vieler Volkswirtschaften fuße, ein angenehmes Leben zu führen. "Unser Wohlstand beruht zu einem erheblichen Teil auf der Armut anderer irgendwo auf der Welt und auf einem zerstörerischen Umgang mit der Schöpfung", betont der Dekan.

Fähig zur Selbstbeschränkung?

Angesichts der globalen Wirtschaftsströme müssen auch die Problemlösungen weltweit gesucht werden, zumindest aber auf europäischer Ebene. Politik in einer Demokratie sei weithin ein Spiegel der Gesellschaft. "Deshalb können wir von der Politik keine Lösungen erwarten, wenn die Breite der Gesellschaft nicht bereit ist, diese mit zu tragen. Nur wenn eine Mehrheit willens ist, Verzicht zu leisten, kann sich etwas bewegen." Doch ihm stelle sich die Frage, ob "wir Menschen fähig sind zur Selbstbeschränkung."

Mit Blick auf die Atomenergie, die Störfälle der Vergangenheit und die aktuelle Situation in Fukushima dränge sich die biblische Geschichte vom Turmbau zu Babel auf. "Wir wissen, wie diese Geschichte endet", so Eitenmüller. Doch habe er die Hoffnung, dass "wir Menschen mit Gottes Hilfe klug genug werden, um Situationen in ihrer ganzen Schärfe zu erfassen und kreative, zukunftsweisende Lösungen zu finden."

Die Hilfswerke bitten um Spenden, damit den Notleidenden auch durch die christlichen Hilfswerke in Japan geholfen werden kann. Die Spendenkonten lauten:

Diakonie Katastrophenhilfe:  
Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70 oder online: www.diakonie-katastrophenhilfe.de

Caritas international:
Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00 oder www.caritas-international.de

Foto: Satellitenbild der überfluteten Sendai-Region © NASA/courtesy of nasaimages.org.

Pressemeldung des Diakonischen Werkes vom 18.3.11

Landesbischof Dr. Ulrich Fischer für schnellen Atom-Ausstieg

Beten für die Menschen in Japan

 (dv)

[ Eintrag von: Ekma ]

zurück