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Programmheft zum Bachfestival

Grußwort des Oberbürgermeisters Dr. Peter Kurz zum 1. Bachfestival

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde der Kirchenmusik,

gerne habe ich die Schirmherrschaft des ersten BACHfestivals übernommen.

Blickt man zurück auf die vergangenen Jahrzehnte der überaus reichen kirchenmusikalischen Tradition an der Christuskirche, so findet man in der Vielfalt berühmter Komponisten immer eine Konstante: Johann Sebastian Bach. Neben den großen Passionen, Oratorien und der berühmten h-moll-Messe, gehören die knapp 200 Kantaten, die von Bach erhalten sind, zu den bedeutendsten geistlichen Werken der Musikgeschichte. Sie begleiten auch heute noch das Kirchenjahr mit seinen Festlichkeiten und Höhepunkten.

 

Diesem einzigartigen kirchenmusikalischen Werk wird das Kantorat der Christuskirche auf vielfältige Weise gerecht. Seit fast 100 Jahren existiert der Bachchor, der zu den bedeutenden kirchenmusikalischen Ensembles Deutschlands gehört. Der etwas kleinere Kammerchor hat sich mit Konzertreisen in Deutschland und dem europäischen Ausland einen Namen gemacht. An seiner Kirche ist er ein verlässlicher Begleiter bei Gottesdiensten, wie auch ein kreatives Instrumentarium zeitgenössischer Interpretationen wie beispielsweise der Jazzmesse von Johannes Matthias Michel.

 

Als dritter Klangkörper existiert seit 2000 das Blechbläserensemble an der Christuskirche, das die Vokalensemble mit anspruchsvoller Bläserchorliteratur, auch mit Bearbeitungen sinfonischer uns oratorischer Werke im Zusammenspiel mit der Orgel, ergänzt. Diese Orgel ist eine weitere tragende Säule der Kirchenmusik an der Christuskirche, die auch in Bachs musikalischem Schaffen eine zentrale Rolle spielt. Die große Steinmeyer-Orgel, deren Klang von Orgelkennern in der ganzen Welt geschätzt wird, feiert in diesem Jahr ebenfalls ihren 100sten Geburtstag.

 

Ich begrüße die Idee, im Jubiläumsjahr für diese Kirche und ihre berühmte Orgel ein Festival durchzuführen, das dem musikalischen Schaffen dieses großartigen Komponisten gewidmet ist. Das Programm des BACHfestivals 2011 spiegelt den Variantenreichtum in Bachs Werk. Ich würde mir wünschen, dass das BACHfestival zu einem regelmäßig wiederkehrenden Highlight im Kulturkalender unserer Stadt wird.

 

Für die Unterstützung des BACHfestivals 2011 danke ich ganz besonders der Fuchs Petrolub AG, der Heinrich-Vetter-Stiftung und den Stiftungen LBBW und Kirche Christi. Dem Initiator, Herrn Landeskantor und Kirchenmusikdirektor Johannes Matthias Michel mit seinem Team und allen beteiligten Musikerinnen und Musikern wünsche ich viel Erfolg und ein zahlreiches Publikum; allen Gästen des BACHfestivals anregende musikalische Erlebnisse bei den Konzerten.

 

Ihr

Dr. Peter Kurz, Oberbürgermeister


Sonntag, 20. März, 10 Uhr

Christuskirche

 

 

BACH-Bearbeitungen für Bläser

 

 

Die Blechblasinstrumente Trompete und Horn waren zu Bachs Zeit noch Naturtoninstrumente, auf denen erst in hoher Lage Melodien erzeugt werden konnten. Durch die Erfindung der Ventile stehen nun alle zwölf Töne der chroma­tischen Tonleiter in jeder Lage zur Verfügung. Das reizt alle Blechbläser­ensembles der heutigen Zeit, sich Musik aller Art durch Transkriptionen verfügbar zu machen.

 

So werden auch am ersten BACHfestival-Tag, im Gottesdienst Choräle wie zu des Meisters Zeiten aufgeführt. Es erklingen für Bläser bearbeitete Choralvorspiele aus der Feder Johann Sebastian Bachs, unter anderem aus dem „Orgelbüchlein“, einer Sammlung von Choralvorspielen, zu der der Komponist im Vorwort schrieb:

 

Worinne einem anfahenden Organisten Anleitung gegeben wird, auff allerhand Arth einen Choral durchzuführen (…).

 

Auch die gesungenen Choräle, die sich aus den zweiten Sonntag in der Passionszeit „Reminiszere“ beziehen, werden mit vierstimmigen Sätzen von Johann Sebastian Bach begleitet.

 

Im Mittelpunkt steht das Wochenlied dieses Sonntags „Wenn wir in höchsten Nöten sein“, dessen Melodie auch unter „Vor deinen Thron tret’ ich hiermit“ bekannt ist. Laut Überlieferung soll Bach auf dem Sterbebett dazu eine Choralfuge komponiert haben.

 

 

Interpreten: Blechbläserensemble der Christuskirche Mannheim

Leitung: Elisabeth Göbel

 

 

 

Sonntag, 20. März, 18 Uhr

Christuskirche

 

 

Virtuose Bachkantaten – Eröffnungskonzert

 

 

Programm

 

Gott ist mein König, BWV 71, Kantate zum Ratswechsel zu Mühlhausen, 1708

 

Christ lag in Todesbanden, BWV 4, Kantate zum 1. Ostertag, Entstehung vor 1714

 

Ich hatte viel Bekümmernis, BWV 21, Kantate zum 3. Sonntag nach Trinitatis und „Per ogni tempo“, 1714

Mit über 200 Kantaten – mehrsätzige Werke für Chor, Orchester und Vokalsolisten zur Aufführung im Gottesdienst oder zu festlichen Anlässen – hat Johann Sebastian Bach ein musikalisches Weltkulturerbe hinterlassen. Gerade in den Kantaten wird seine Fähigkeit, das Wort musikalisch zu deuten, zu interpretieren oder zu überhöhen sichtbar.

 

Bevor Bach ab 1723 als Leipziger Thomaskantor die klassische Form Eingangschor – Arien und Rezitative – Schlusschor entwickelte, waren seine früheren Kantaten noch vom alten Motettenstil inspiriert, so dass auch dem Chor oft vielfältige Aufgaben und virtuose Partien zufielen. Ein interessantes Beispiel hierfür ist unter anderem die Kantate „Gott ist mein König“, die 1708 zum Ratswechsel in Mühlhausen geschrieben wurde. Umrahmt werden die Chor- und Solopartien mit der für Festtage typischen Besetzung: Streicher, Holzbläser, drei Trompeten und Pauken. Hinzu kommen zwei Blockflöten für die poetischeren Abschnitte. Die heutige Zusammenstellung für einen konzertanten Rahmen orientiert sich also an der Entstehungszeit und deren Instrumentierung.

 

Die zweite Kantate des Eröffnungskonzerts, „Christ lag in Todesbanden“, besteht aus Choralvariationen über das österliche Kirchenlied Martin Luthers und erhält ihren charakteristischen, archaischen Klang durch die Besetzung mit drei Posaunen.

 

Der Kantate „Ich hatte viel Bekümmernis“ aus dem Jahr 1714 fällt mit ihrer ungewöhnlich reichen Besetzung – drei Trompeten, vier Posaunen und Pauken – und ihrer Spieldauer eine besondere Bedeutung zu. Im Sopran-Bass-Duett greift Bach zu einem von ihm geliebten Stilmittel, nämlich dem Dialog zwischen der gläubigen Seele, die von Angst und Zweifel getrieben ist und Jesus, der ihr Heil zuspricht und Glaubensgewissheit vermittelt. Diese Kantate war schon im 19. Jahrhundert eine der meistaufgeführten Bachs.

 

 

Interpreten: Julia Weigel (Sopran), Carolin Neukamm (Alt), Marcus Ullmann (Tenor), Jens Hamann (Bass), Kammerchor Mannheim, Sinfonietta Mannheim

Leitung: Johannes M. Michel

 

 

Satzfolge der Kantaten

 

Gott ist mein König, BWV 71

1. Chor „Gott ist mein König“

2. Aria Tenor und Sopran (con Corale in Canto) „Ich bin nun achtzig Jahr“

3. Chor „Dein Alter sei wie deine Jugend“

4. Arioso Bass „Tag und Nacht ist dein“

5. Aria Alt „Durch mächtige Kraft“

6. Chor „Du wollest dem Feinde nicht geben“

7. Chor „Das neue Regiment“

 


Christ lag in Todesbanden, BWV 4

1. Sinfonia

2. Versus 1 Chor

3. Versus 2 Sopran und Alt

4. Versus 3 Tenor

5. Versus 4 Chor

6. Versus 5 Bass

7. Versus 6 Sopran und Tenor

8. Versus 7 Corale

 

 

Ich hatte viel Bekümmernis, BWV 21

Erster Teil

1. Sinfonia

2. Chor „Ich hatte viel Bekümmernis“

3. Aria Sopran „Seufzer, Tränen, Kummer, Not“

4. Recitativo Tenor „Wie hast du dich mein Gott“

5. Aria Tenor „Bäche von gesalznen Zähren“

6. Chor „Was betrübst du dich meine Seele“

 

Zweiter Teil

7. Recitativo (Dialog) Sopran und Bass „Ach Jesu, meine Ruhe“

8. Aria (Duetto) Sopran und Bass „Komm, mein Jesu, und erquicke“

9. Chor „Sei nun wieder zufrieden, meine Seele“

10. Aria Tenor „Erfreue dich, Seele“

11. Chor „Das Lamm, das erwürget ist“

 

 

 

Sonntag, 21. März, 16 Uhr

Konfirmandensaal / Christuskirche

 

 

Kaffeestunde zu Bachs 326.Geburtstag

 

 

Zum 326. Mal jährt sich just an diesem Tag Bachs Geburtstag. Mit einer kleinen Geburtstagsfeier soll bei Kaffee, Bach-Leckereien und Arien aus der Kaffee-kantate sowie anderen weltlichen Werken daran erinnert werden. Darüber hinaus kommt der Meister selbst in Form von Briefausschnitten zu Wort.

 

 

Moderation & Lesung: Bruno Dumbeck

Interpreten: Kristina Schaum (Sopran), Johannes M. Michel (Cembalo)

 


 

Programm

 

„Ei! Wie schmeckt der Coffee süsse“ aus der Kaffeekantate BWV 211

„Bist du bei mir“ BWV 508

„So oft ich meine Tabakspfeife“

„Willst du dein Herz mir schenken“ aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena

„Ich bin nun, wie ich bin“ BWV Anh. 40

„Und dass ihrs alle wisst“ aus der Bauernkantate BWV 212

„Sehet in Zufriedenheit“ Gavotte aus der Kantate „Weichet nur, betrübte Schatten“ BWV 202

Rezitativ „Schwer ist es zwar“ Arie „Meine Seele sei vergnügt“ aus der Kantate „Ich bin in mir vergnügt“ BWV 204

 

 

 

Dienstag, 22. März, 20 Uhr
Christuskirche

 

Goldberg-Variationen

 

„Clavier Ubung bestehend in einer ARIA mit verschiedenen Veraenderungen vors Clavicimbal mit 2 Manualen“, überschrieb Johann Sebastian Bach die Variationen. Doch was eher banal klingen mag, zählt zu den Höhepunkten barocker Variationskunst. In den Goldberg-Variationen vereinen sich deutsche, italienische und französische Klaviermusik-Tradition sowie Formen und Kompositionsweisen vokaler und instrumentaler Ensemblemusik.

Die streng kanonisch aufgebauten Sätze, die hinsichtlich ihres Charakters völlig eigenständige sind, verbindet ein gemeinsames Bassthema. Die Aria und 30 Variationen für Cembalo gehören zu Bachs kunstvollsten kontrapunktischen Schöpfungen und stellen auch an einen Interpreten wie Kristian Nyquist höchste Anforderungen.

Gemäß einer Anekdote aus der ersten Bach-Biographie von Johann Nikolaus Forkel 1802, sollen die so genannten Goldberg-Variationen folgendem Zweck gedient und auch so ihren Namen erhalten haben:

 

„Einst äußerte der Graf gegen Bach, daß er gern einige Clavierstücke für seinen Goldberg haben möchte, die so sanften und etwas muntern Charakters wären, daß er dadurch in seinen schlaflosen Nächten ein wenig aufgeheitert werden könnte. Bach glaubte, diesen Wunsch am besten durch Variationen erfüllen zu können, die er bisher, der stets gleichen Grundharmonie wegen, für eine undankbare Arbeit gehalten hatte.“

 

Tatsächlich veröffentlichte Bach dieses Werk im Jahre 1741 als ersten Teil seiner „Clavier-Übung“ und als Opus 1 selbst, was darauf schließen lässt, dass er dem Werk eine wichtige Stellung in seiner Arbeit einräumte.

 

 

Programm

 

Aria

Variatio 1. a 1 Clav.

Variatio 2. a 1. Clav.

Variatio 3. Canone all Unisuono à 1 Clav.

Variatio 4. à 1 Clav.

Variatio 5. a 1 ô vero 2 Clav.

Variatio 6. Canone alla Seconda a 1 Clav.

Variatio 7. à 1. ô vero 2 Clav. („al tempo di Giga“)

Variatio 8. a 2 Clav.

Variatio 9. Canone alla Terza. a 1 Clav.

Variatio 10. Fugetta. a 1 Clav.

Variatio 11. a 2 Clav.

Variatio 12. Canone alla Quarta.

Variatio 13. a 2 Clav.

Variatio 14. a 2 Clav.

Variatio 15. andante. Canone alla Quinta. a 1 Clav.

Variatio 16. a 1 Clav. Ouverture

Variatio 17. a 2 Clav.

Variatio 18. Canone alla Sexta. a 1 Clav.

Variatio 19. à 1 Clav.

Variatio 20. a 2 Clav.

Variatio 21. Canone alla Settima.

Variatio 22. a 1 Clav. alla breve

Variatio 23. a 2 Clav.

Variatio 24. Canone all Ottava a 1 Clav.

Variatio 25. a 2 Clav. („adagio“)

Variatio 26. a 2 Clav.

Variatio 27. Canone alla Nona. a 2 Clav.

Variatio 28. a 2 Clav.

Variatio 29. a 1 o vero 2 Clav.

Variatio 30. a 1 Clav. Quodlibet.

Aria da Capo è Fine

 

 


Mittwoch, 23. März, 19 Uhr
Christuskirche – Werderplatz 16 – 68161 Mannheim

 

 

Passionsandacht – Partita

 

 

Partita „Sei gegrüßet, Jesu gütig"

Choral und 11 Variationen BWV 768

 

Die Variationenfolge über die seinerzeit bekannte Melodie des Passionschorals „Sei gegrüßet, Jesu gütig“ weist eine sogar für diesen großen Komponisten erstaunliche Fülle verschiedener Metren und Stile auf. Neben den typischen Variationstechniken des Mitteldeutschen Stils, wie Bach sie bei seinem Lehrer Georg Böhm kennen gelernt haben dürfte, erweitert er die Variationstypen um große Choralvorspiele norddeutschen Stils und einen prächtigen, fünfstimmigen Schlusschoral.

 

Diese Kombination Sätzen hat bei Fachleuten auch zu der Annahme geführt, dass es sich ursprünglich um zwei Partiten – eine ausschließlich für Manuale und eine mit Pedalen – handelte oder, dass Bach dieses Werk in jungen Jahren begann und später vollendete. Eingerahmt werden die Variationen durch zwei Choralsätze im für den Komponisten typischen Stil mit einer relativ dichten Harmonisierung. Im Zentrum der Partita steht eine Bearbeitung in Form einer französischen Ouvertüre, durch die Bach die Majestät und Glorie Jesu ausdrückt.

Interpretin: Elisabeth Göbel

 

 

Donnerstag, 24. März, 20 Uhr
Christuskirche – Werderplatz 16 – 68161 Mannheim

 

 

Violinsonaten

 

Die sechs Sonaten der „Sonata à Cembalo concertato e Violino solo“ f-Moll BWV 1018 Bachs, die dieses mit Nachum Erlich (Violine) und Kristian Nyquist (Cembalo) hochkarätig besetzte Konzert eröffnen, sind musikgeschichtlich die ersten ihrer Art. Sie entstanden vermutlich zwischen 1718 und 1722 in Köthen.

Dabei handelt es sich um echte Trios, weil die rechte Hand, die gewöhnlich die Generalbassziffern improvisatorisch realisierte, hier wie eine konzertierende Stimme ausgeschrieben ist. Allerdings finden sich bei einigen Passagen auch vorbildliche Generalbassaussetzungen (zum Beispiel der 3.Satz der f-Moll Sonate sowie der 1. und 3.Satz der E-Dur Sonate).

Aus derselben Zeit stammen die ebenfalls sechs Sonaten „Solo (sic!) à Violino senza Basso accompagnato". Auch so etwas hat es vorher noch nicht gegeben – Solosonaten ohne Bass. In ihrer Schwierigkeit und ihrem musikalischen Anspruch sind diese Werke bis heute unerreicht und gelten nach wie vor als höchster Maßstab für künstlerisches Geigenspiel.

Die Cembalo-Toccata ist ein Beispiel für den brillanten jungen Bach, der aber dieses Genre für Tasteninstrumente auch als formales Experimentierfeld benutzte.

 

Interpreten: Nachum Erlich (Vionline), Kristian Nyquist (Cembalo)

 

Programm

 

„Sonata à Cembalo concertato e Violino solo“ f-Moll BWV 1018

ohne Satzbezeichnung – Allegro – Adagio – Vivace

 

Sonate à Violino solo

 

Toccata für Cembalo D-Dur BWV 912

 

“Sonata a Cembalo concertato e Violino solo” E-Dur BWV 1016

Adagio – Allegro – Adagio ma non tanto - Allegro

 

 

 

 

Freitag, 25. März, 19 Uhr
Konfirmandensaal

 

Bach & Bacchus

 

Wenn sich Werke aus Johann Sebastian Bachs Feder kunstvoll und sinnlich mit Riesling, Spätburgunder oder Pinot Noir verbinden, ist das Genuss in einer neuen Dimension. Dazu werden sechs Kompositionen Bachs sechs verschiedenen Weinen gegenüber gestellt.

 

Während die Musikstücke des Abends immer „leichter“ werden, werden die Weine immer schwerer. Auf drei pfälzische Rieslinge von den Weingütern Schmidt, Dengler-Seyler und Müller-Catoir folgen im zweiten Teil badische Rotweine von Salwey, Koch und Hummel. Die Interpreten orientierten sich bei der Auswahl der Weine an ihrer eigenen Herkunft: Zimmermann seit langen Jahren Wahl-Pfälzer und Michel kommt aus dem Badischen.

 

Neben der Rezitation einiger originaler Textquellen zu Bachs Umgang mit diversen Getränken werden auch Herkunft und Herstellung der Weine erläutert.

 

 

Interpreten: Falk Zimmermann (Trompete), Johannes M. Michel (Cembalo)

 


Werke & Weine

 

„Er ist’s, der ganz allein die Kelter hat getreten“
Arie aus BWV 43 (Gott fährt auf mit Jauchzen)

Bearb.: Eberhard Kraus

 

Riesling trocken 2009, Hochbenn – Schmitt, Bad Dürkheim

 

*

 

Allegro aus dem Concerto G-Dur nach Johann Ernst von Sachsen Weimar

Berab: Klemens Schnorr

 

Riesling trocken, DerDenglerSeyler 2009 – Dengler-Seyler, Maikammer

 

*

 

Allegro aus dem Concerto D-Dur nach Vivaldi (op. 3, 7)

Berab: Marie-Claire Alain

 

Riesling trocken, Bürgergarten 2009 – Müller-Catoir, Neustadt

 

*

 

„Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust“
Arie aus der gleichnamigen Kantate BWV 170

 

Spätburgunder 2008 – Salwey, Oberrotweil

 

*

 

„Ach, es bleibt in meiner Liebe lauter Unvollkommenheit“
Arie aus der Kantate BWV 77 (Du sollst Gott deinen Herrn lieben)

Bearb.: Gisela und Jozsef Csiba

 

Pinot Noir* 2007 – Koch, Bickensohl

 

*

 

„Bist du bei mir“ aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena

 

Spätburgunder Spätlese R, Malscher Rotstieg 2005 – Hummel, Malsch

 


Samstag, 26. März, 15 Uhr
Christuskirche

 

Bach für Kinder – Der Orgelwurm „Willibald“

 

Mitten in ein Orgelstück platzt der Orgelwurm Willibald. Keck und frech windet er sich umher und gibt vor, ein Zeitgenosse Johann Sebastian Bachs zu sein. Dabei hat der 1685 in der Wiege von Bach geborene Holzwurm einiges über den großen Sohn Eisenachs zu berichten. Sowohl Kindern ab sechs Jahren als auch ehemaligen Kindern bringt der Präsident der Gesellschaft der Orgelwürmer Deutschlands (GdOD) – immer mit einem Augenzwinkern – so allerhand über den Komponisten, über Orgeln und ihre Technik sowie musikalische Kunstformen bei.

Zusammen mit Anne-Katrin Gera und Manuel Gera gestaltet Willibald seit 1995 Seminare über die Geschichte von Orgelbau und Orgelkomposition in allen Teilen Deutschlands. Spannend und unterhaltsam präsentiert und erklärt Willibald Musik aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach, den Goldberg-variationen und aus den großen Orgelwerken des Meisters.

In seinem amüsanten Programm erzählt er außerdem von den wichtigsten Lebensstationen Bachs und erklärt „so nebenbei", was denn unter einem Quodlibet, einem Pedalexercitium und einem Schwellwerk zu verstehen ist. Zudem beantwortet er Fragen wie: In welchen Kompositionen sind Lieder versteckt? Hat Johann Sebastian wirklich alles alleine komponiert? Außerdem wollten wir doch alle schon immer wissen, was Fugen mit Spinat zu tun haben, oder?

 

Interpreten: Anne-Katrin Gera, Manuel Gera, Orgelwurm Willibald

 

 

 

Samstag, 26. März, 20 Uhr

Christuskirche

 

„Visions“ – Bach-Adaptionen

 

 

Faszinierende Klangbilder und Hörgenüsse jenseits aller Vorstellungskraft entstehen, wenn David Timm (Orgel) und Reiko Brockelt (Saxophon) sich als „Jazzduo Timm-Brockelt“ klassische Werke Johann Sebastian Bachs für ihre Improvisationen zugänglich machen. Mit grandioser Virtuosität und herausragender Technik schaffen sie eine stimmige Synthese aus Klassik und Neuer Musik.

 

Die energiegeladenen Interpretationen der Originale sowie die Improvisationen über Johann Sebastian Bachs Werke lassen den Zuhörer verblüfft und atemlos, aber nicht minder begeistert zurück. Trotz des hohen Maßes an Abstraktion beziehen sich die Adaptionen stets auf ihren Ursprung und stellen fantasievolle, konzentriert-vitale Jazz-Bearbeitungen derselben dar.

 

Interpreten: David Timm (Orgel), Reiko Brockelt (Saxophon)

Sonntag, 27. März, 10 Uhr
Christuskirche

 

 

Kantatengottesdienst

– Bachkantate zum Mitsingen –

 

„Du wahrer Gott und Davids Sohn“, Kantate BWV 23

                             

Aria (Duetto) Sopran und Alt „Du wahrer Gott und Davids Sohn“

Recitativo Tenor „Ach! gehe nicht vorüber“

Chor „Aller Augen warten, Herr“

Choral „Christe, du Lamm Gottes“

 

Die Kantate BWV 23 wurde für den letzten Sonntag der Vorfastenzeit „Estomihi“ komponiert und am 7. Februar 1723 in Leipzig erstmals im Rahmen der Bewerbung Johann Sebastian Bachs um das Thomaskantorat aufgeführt.

Mit drei Posaunen und Cornett besetzt schließt diese Kantate mit einem wunderbaren Chorsatz auf den Text eines unbekannten Dichters über den berühmten Text „Aller Augen warten auf dich, Herr“ aus dem Evangelium nach Lukas und dem Passionslied „Christe, du Lamm Gottes“, dem von Luther nachgedichteten Agnus Dei der Liturgie, das noch heute in jedem evangelischen Abendsmahlsgottesdienst gesungen wird.

 

Interpreten: Heike Wiesner (Sopran), Julia Luft (Alt), Ingo Wackenhut (Tenor),
Mathias Mann (Bass), Bachchor Mannheim und Kantatenchor
Leitung: Johannes Michel

 

 

 

Sonntag, 27. März, 16 Uhr
Christuskirche

 

 

Orgelmesse

 

 

Die „Große Orgelmesse“ aus der Klavier-Übung veröffentlichte Bach im Jahr 1739 im Selbstverlag.

 

„Dritter Theil / der / Clavier Übung / bestehend / in / verschiedenen Vorspielen / über die / Catechismus- und andere Gesaenge, / vor die Orgel: / Denen Liebhabern, und besonders denen Kennern / von dergleichen Arbeit, zur Gemüths Ergezung / verfertiget von / Johann Sebastian Bach, / Koenigl. Pohlnischen, und Churfürstl. Saechs. / Hoff-Compositeur Capellmeister, und / Directore Chori Musici in Leipzig. / In Verlegung des Authoris“.

Der durch eine auffällige Zahlenaffinität geprägte Zyklus besteht im Wesentlichen aus Orgelwerken. Insgesamt sind es 27 Stücke (3 hoch 3, oder 3 x 3 x 3 Stücke), davon vier Duette ohne geistlichen Bezug, 21 Choralvorspiele zu Kernliedern des lutherischen Gottesdienst (Kyrie und Gloria), der lutherischen Lehre (Credo, Vater Unser, Zehn Gebote) und der lutherischen Sakramente (Taufe, Buße, Abendmahl) sowie dem Präludium und Fuge in Es-Dur als Rahmen.

 

Interpret: Markus Eichenlaub

 

Programm

„Große Orgelmesse“

Aus: Clavierübung III. Teil (1739)

 

 

Präludium in Es-Dur BWV 552,1

 

Kyrie, Gott Vater in Ewigkeit

c.f. in Soprano à 2 Clav. et Pedal BWV 669

 

Christe, aller Welt Trost

c.f. in Tenore à 2 Clav. et pedal BWV 670

 

Kyrie, Gott heiliger Geist

c.f. in Basso cum Organo pleno BWV 671

 

Allein Gott in der Höh sei Ehr

a 2 Clav et Pedal BWV 676

 

Dies sind die heilgen zehen Gebot

a 2 Clav, et Pedal Canto fermo in Canone BWV 678

 

Wir gläuben all an einen Gott

in Organo pleno con pedale BWV 680

 

Vater unser im Himmelreich

a 2 Cla, et Pedal e Canto fermo in Canone BWV 682

 

Christ, unser Herr, zum Jordan kam

a 2 Clav e Canto fermo in Pedale BWV 684

 

Aus tiefer Not schrei ich zu dir

in Organo pleno con pedale doppio BWV 686

 

Jesus Christus, unser Heiland

a 2 Clav. e Canto fermo in Pedale BWV 688

 

Fuge in Es-Dur BWV 552, 2


Interpreten

 

Bachchor Mannheim

Der 1914 gegründete Bachchor Mannheim zählt heute mit 140 aktiven Sängerinnen und Sängern zu den großen Oratorienchören Deutschlands. Neben der musikalischen Gestaltung zahlreicher Gottesdienste in der Christuskirche gehören die großen Aufführungen am Karfreitag, die Requien und Weihnachtskonzerte im Winter zu seinen Aufgaben. Das Repertoire umfasst neben Werken seines Namensgebers auch zahlreiche Oratorien und Kantaten der unterschiedlichsten Epochen – insbesondere des 19. und 20. Jahrhunderts.

 

 

Blechbläserensemble der Christuskirche

 

Das Blechbläserensemble der Christuskirche besteht seit dem Jahr 2000 und wird von den jeweiligen Assistenzkantoren oder –kantorinnen des Landeskantors geleitet. Die derzeit 15 Bläserinnen und Bläser aus Mannheim und Umgebung treffen sich projektweise und gestalten mehrmals im Jahr Gottesdienste in der Christuskirche. Sie musizieren anspruchsvolle Bläserchorliteratur aller Epochen und führen regelmäßig Bearbeitungen sinfonischer beziehungsweise oratorischer Werke im Zusammenspiel mit der Orgel auf.

 

 

Reiko Brockelt (Saxophon)

 

Reiko Brockelt wurde 1971 in Löbau geboren und besuchte bereits mit 14 Jahren die Spezialschule für Musik in Halle/Saale, an der er unter anderem im Fach Klarinette unterrichtet wurde. Nach dem Schulabschluss begann er ein Jazzsaxophon-Studium an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“, das durch ein intensives Orchesterstudium Klarinette und ein Pädagogikstudium ergänzt wurde.

 

1992 wirkte er im Bundes-Jugend-Jazzorchester, geleitet von Peter Herbolz­heimer, mit. Eine Reise mit dem German Music Exchange führte ihn nach Mississippi. In den nachfolgenden Jahren arbeitete er als 1. Altist und Dozent in verschiedenen Jugend-Jazzorchestern. 1997 stand Reiko Brockelt mit der Jugend-Allstar-Bigband des Hessischen Rundfunks unter Leitung von Bob Mintzer auf der Bühne.

 

Im Jahr 1998 gewann er zusammen mit David Timm als „JazzDuo Timm/Brockelt” das Leipziger Jazz-Nachwuchsstipendium der Marion-Ermer-Stiftung. Im Jahr 2000 gastierte er mit dem Gustav Mahler Chamber Orchestra in Ferrara (Italien).

 

Seit 2003 ist Reiko Brockelt als Honorarlehrer an der Musikschule Leipzig tätig und leitet die Jazzband am Evangelischen Schulzentrum Leipzig. Seit 2006 leitet er zudem die Bigband der Universität Leipzig. Im September 2006 gründete er die „Leipziger Saxofonschule“.

 

Reiko Brockelt ist ein gesuchter Partner für Konzerte unterschiedlichster Ausrich-tungen und gastierte bereits in vielen Ländern Europas, sowie in Russland, Zentralasien, den USA, und in Israel. Trotz seiner Erfolge auf verschiedenen musikalischen Gebieten gilt seine vorrangige Neigung unbestritten dem Jazz.

2005 gab er Konzerte mit Nigel Kennedy (N.K. Jazz Project). Außerdem gastierte Reiko Brockelt zum “Bachfest Leipzig”, zu den “Internationalen Händelfest-spielen” in Halle/Saale, den “Universitätsmusiktagen Leipzig”, dem “MDR Musiksommer”, beim 2. Internationalen Jazzfestival “Jazz & Pipe Organ” in Chelyabinsk (Russland), sowie beim Internationalen Jazzfestival in Kaliningrad. 2006 führten ihn seine Reisen nach Russland und England. 2007 gastierte er zum “Internationalen Kirchenmusikfestival”, in Oslo (Norwegen).

 

 

Bruno Dumbeck (Lesung & Moderation)

 

Bruno Dumbeck wurde in Heidelberg geboren, erlernte dort bei der örtlichen Rhein-Neckar-Zeitung das Journalistenhandwerk und studierte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg sowie der Universität Freiburg Germanistik, Geschichte und Musikwissenschaft.

 

Nach seiner Tätigkeit als Redakteur beim Heidelberger Tagesblatt wechselte er 1981 als Redakteur und Moderator zum damaligen Süddeutschen Rundfunk. Bruno Dumbeck ist auch als Moderator bei öffentlichen Veranstaltungen gefragt. Er führt durch Diskussionen, Konzerte und bunte Abende.

 

 

Markus Eichenlaub

 

Der Domorganist am Dom zu Speyer erhielt seine künstlerische Ausbildung im Fach Kirchenmusik und Orgel an den Staatlichen Musikhochschulen in Karlsruhe, Hamburg und Stuttgart, wo Kay Johannsen (Stuttgart), Pieter van Dijk (Hamburg/Alkmaar) und Jon Laukvik (Stuttgart/Oslo) zu seinen Orgellehrern zählten.

 

Bei nationalen und internationalen Orgelwettbewerben errang er zahlreiche Preise und Auszeichnungen (Literatur und Improvisation). Bedeutend war der Gewinn des 1. Preises im Jahr 1997 beim renommierten "Internationalen Schnitger-Orgelwettbewerb" in Alkmaar/Niederlande.

 

Von 2000 bis 2010 lehrte er als Professor für Künstlerisches und Liturgisches Orgelspiel an der Folkwang Universität für Musik in Essen. 1998 wurde Markus Eichenlaub im Alter von 28 Jahren zum Domorganisten am Hohen Dom zu Limburg ernannt, wo er im Jahr 2000 in sechzehn Konzerten das vollständige Orgelwerk von Johann Sebastian Bach aufführte. Seit September 2010 ist er als Domorganist an den Dom zu Speyer berufen worden. Gleichzeitig leitet er als Diözesankirchenmusikdirektor das Bischöfliche Amt für Kirchenmusik sowie das Bischöfliche Kirchenmusikalische Institut.

 

Vom Magistrat der Stadt Limburg wurde er 2005 zum Custos der neuen Schiegnitz-Orgel in der St. Annakirche zu Limburg bestellt. Er ist Mitbegründer und künstlerischer Leiter des in 2009 erstmals ausgetragenen Festivals „TOCCATA - Internationales Orgelfestival Limburg-Lahn-Weilburg“.

Für den „Allgemeinen Cäcilienverband Deutschland“ (ACV) koordiniert er in der Zeitschrift für Katholische Kirchenmusik „Musica Sacra“ die Beiträge zum Thema Orgelbau. 2009/10 war er für die Diözese Limburg als Orgelsachverständiger tätig.

 

2008 konzertierte Markus Eichenlaub als Solist mit dem weltberühmten Simon-Bolivar-Orchester in Caracas (Venezuela).

Seine nationalen wie internationalen Konzertverpflichtungen sowie zahlreichen Rundfunk-, Fernseh- und CD-Produktionen dokumentieren seine Repertoire-vielfalt mit den Schwerpunkten alte und romantische Orgelmusik.

 

 

Nachum Erlich (Violine)

 

Nachum Erlich wurde 1959 in Jerusalem geboren. Er begann sein Violinstudium zunächst bei seinem Vater Moshe Erlich, Mitglied des Sinfonie-orchesters in Jerusalem, und setzte es bei Yair Kless am Rubin-Konser-vatorium in Jerusalem fort. Von 1975-1981 war er Meisterschüler am Berner Konservatorium bei Max Rostal, wo er sein Studium mit dem Konzertdiplom abschloss. Studienergänzend absolvierte er Meisterkurse bei Nathan Milstein und Henryk Szeryng, später mehrfach Studien bei Steven Staryk. Von 1981 bis 1991 unterrichtete Nachum Erlich als Dozent der Sibelius-Akademie Helsinki. Seit 1991 hat er eine Professur für Violine an der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe inne. Innerhalb seiner umfangreichen solistischen internationalen Tätigkeit arbeitete er mit Dirigenten wie Moshe Atzmon, Esa-Pekka Salonen, Rudolf Baumgartner, Okku Kamu, Jukka-Pekka Saraste, Walter Weller und Sergiu Comissiona zusammen. Seine besondere Liebe gilt auch der Kammermusik mit Partnern wie Alfons Kontarsky, Siegfried Mauser, Kalle Randalu, Rudolf Meister, Julius Berger, Fany Solter, Martin Ostertag, Edward Vanderspar, Wolfgang Meyer und Eduard Brunner. Nachum Erlich ist ein gern- und häufig gesehener Gast bei internationalen Festivals. Als Dozent betreute er zahlreiche Meisterkurse in Deutschland, Finnland, Italien, Polen, Korea, Brasilien, Österreich, Japan und den USA. Sein besonderes Interesse widmet er der Entdeckung und Interpretation selten gespielter Werke aller Epochen und besonders der Werke Max Regers.
Bereits seit der Studienzeit nimmt die intensive Arbeit mit Kammer-orchestern einen großen Raum im künstlerischen Schaffen Nachum Erlichs ein. Seine große Erfahrung, die er als Mitglied und Konzertmeister in zahlreichen international renommierten Ensembles wie den Festival Strings Luzern, der Camerata Bern und dem Basler Kammerorchester sammeln konnte, gibt er als Pädagoge an Kammerorchester und Jugendorchester im In- und Ausland weiter. Im Jahr 2001 übernahm er die Leitung des Kammerorchesters der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe. Seit April 2002 ist Nachum Erlich „Artist in residence“ an der Universität Heidelberg. Er ist dort maßgeblich an der Gestaltung des musikalischen Programms der Universität beteiligt, betreut in intensiven Arbeitsphasen die Streicher des „Collegium Musicum“ und tritt regelmäßig als Solist auf.

 


Anne-Katrin Gera (Orgel)

 

Anne-Katrin Gera wurde 1966 geboren und studierte Kirchenmusik an der Düsseldorfer Robert-Schumann-Hochschule, unter anderem bei Hartmut Schmidt (Chorleitung), bei Hans-Dieter Möller und Christoph Schoener (Orgel), bei Brigitte Dürrler (Gesang) und bei Thomas Palm (Klavier). 1993 legte sie die A-Prüfung ab. 1997 folgte das Konzertexamen im Fach Orgel bei Christoph Schoener.

 

Nach ihrer Tätigkeit als Kantorin an der Auferstehungskirche in Oberhausen-Osterfeld war sie Organistin an der St. Petrikirche in Soest und Leiterin der Soester Stadtkantorei. Seit Januar 2005 ist sie Kantorin und Organistin an der Ev.-luth. Auferstehungskirche in Hamburg-Lurup. Gemeinsam mit Manuel Gera veranstaltet sie Orgelkonzerte für Kinder.

 

 

Manuel Gera (Orgel)

 

Der1963 geborene Manuel Gera studierte in Düsseldorf Kirchenmusik. 1991 legte er an der Robert-Schumann-Hochschule seine A-Prüfung ab. Seine wichtigsten Lehrer waren Hartmut Schmidt (Chorleitung), Hans-Dieter Möller und Christoph Schoener (Orgel), Thomas Palm (Klavier), Hans-Dieter Saretzki (Gesang) und Gustav A. Krieg (Improvisation). Nach einem Aufbaustudiengang Orgelimprovisation bei Daniel Roth, Paris und Theo Brandmüller, Saarbrücken, legte er 1995 das Konzertexamen in diesem Fach ab.


Nach kirchenmusikalischen Tätigkeiten in Oberhausen und Soest ist er 2001 an die Hauptkirche St. Michaelis berufen worden, gründete die Kantorei St.Michaelis, mit der er einen Teil der Festgottesdienste musikalisch ausgestaltet. Neben dem umfangreichen Dienst an der Hauptkirche engagiert sich Manuel Gera vor allem für die Orgelimprovisation und gestaltet, gemeinsam mit Anne-Katrin Gera, Orgelkonzerte für Kinder. (www.orgelwurm.de).

 

Ende 2006 wurde Manuel Gera zum Kirchenmusikdirektor ernannt.

 

 

Elisabeth Göbel (Orgel)

 

Elisabeth Göbel begann ihr Studium an der Hochschule für evangelische Kirchenmusik in Bayreuth, wo sie 2007 ihr Diplom als B-Kirchenmusikerin und ein Jahr später die Abschlussprüfungen als Diplommusiklehrerin mit Hauptfach Klavier ablegte.

 

2008 wechselte sie an die Hochschule für Musik und Theater Hannover, um dort ihr Kirchenmusikstudium fortzusetzen. Sie erhielt Unterricht u.a. von Pier Damiano Peretti und Tobias Lindner (Orgel) und Gereon Krahforst (Improvi­sation) und schloss ihr Studium mit der kirchenmusikalischen A-Prüfung im Juli 2010 ab. Zusätzlich zum Studium nahm sie an verschiedenen Kursen, u.a. bei Michael Radulescu, Jon Laukvik und Hans-Ola Ericsson (Orgel) und Gilead Mishory (Klavier) teil.

 

Im Jahr 2008 wurde sie als Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes Bayreuth ausgezeichnet.

Von August 2010 bis Januar 2011 war sie im Rahmen einer Elternzeitvertretung als Propsteikantorin an der Marktkirche St. Cosmas und Damian in Goslar tätig. Ab 1. Februar ist sie Assistentin von Landeskantor Johannes Matthias Michel an der Christuskirche Mannheim.

 

 

Jens Hamann (Bass)

 

Jens Hamann war Mitglied der Stuttgarter Hymnus-Chorknaben, des Kammer-chors Stuttgart und der Gächinger Kantorei. Er absolvierte sein Studium an der Staatl. Musikhochschule Mannheim bei Rudolf Piernay und in der Opernschule.

2006 erhielt er den Sonderpreis Alte Musik des Saarländischen Rundfunks „für herausragende Leistungen im Bereich Oratoriengesang“ und ist „Bachpreisträger“ des renommierten XVI. Int. Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs 2008 in Leipzig. Mit dem MIDEM Classical Award 2007 wurde die Carus-Produktion von Michael Haydns Requiem als „beste Ersteinspielung“ mit dem KammerChor Saarbrücken unter Georg Grün ausgezeichnet.

 

Konzertreisen führten ihn zuletzt mit Carl Orffs „Carmina burana“ nach Shanghai und Peking, sowie nach Boston/USA und mit La Petite Bande und Sigiswald Kuijken nach Paris und Saragossa. Im Frühjahr wird er mit La Petite Bande, u.a. im Concertgebouw Amsterdam und im Parco della Musica in Rom Johann Sebastian .Bachs Johannes-Passion aufführen.

 

 

Kammerchor Mannheim

 

Ein wichtiges Augenmerk des Kammerchors Mannheim liegt auf der Pflege der a-cappella-Literatur – und das schon seit seiner Gründung 1976 an der Christuskirche durch Kirchenmusikdirektor Hermann Schäffer (1975-1998). Das Repertoire der 50 stimmlich und musikalisch vorgebildeten Sängerinnen und Sänger des Rhein-Neckar-Raums ist jedoch weit gefächert.

 

Das Spektrum reicht von Heinrich Schütz und Claudio Monteverdi, deren Werke bevorzugt mit Musikern auf historischen Instrumenten musiziert werden, über Passionen und Messen Johann Sebastian Bachs bis hin zu Werken des
19. Jahrhunderts, wie etwa der „Petite Messe Solennelle“ von Giaocchino Rossini und zeitgenössischen Werken von Leonard Bernstein bis Axel Ruoff.

 

Darüber hinaus ist der Kammerchor auch im Jazz erfolgreich: Neben der Uraufführung der „Jazzmesse“ von Johannes Michel mit namhaften Jazzmusikern der Region hat der Chor die „Sacred Concerts“ für Chor und Big Band von Duke Ellington bereits mehrfach aufgeführt.

 

Julia Luft (Alt)

Die Leipzigerin Julia Luft hatte als promovierte Ärztin zwei Jahre in Melbourne gearbeitet, bevor sie 1997 in die Opernschule des Victorian College of the Arts in Melbourne aufgenommen wurde und dort eine dreijährige Ausbildung absolvierte.

 

Nach ihrer Rückkehr aus Australien setzte sie ihre Gesangsausbildung bei Hannes Richrath in Saarbrücken fort. Neben Aufführungen mit der Opera Company des Victorian College of the Arts trat sie als Solistin in verschiedenen Bach- und Händel-Aufführungen in Melbourne auf und debütierte 1999 mit dem Mozart-Requiem in Santiago de Compostela im Rahmen des Galizischen Musikfestivals. Weitere Konzerte, unter anderem beim Musikfestival Mecklenburg-Vorpommern und beim Hamburger Bachfest in der Musikhalle, folgten.

 

Neben ihrer Tätigkeit als Ärztin widmet sich Julia Luft insbesondere dem Oratorien- und Liedgesang.

 

 

Mathias Mann (Bassbariton)

 

Mathias Mann, geboren in Neustadt a.d.Weinstraße, erhielt zunächst Instrumentalunterricht in Klavier, Orgel und Bratsche (2. Bundespreis „Streichquartett“ bei Jugend musiziert), studierte dann Gesang an der Musikhochschule Köln zuletzt bei Professor Hans Sotin. Danach folgte die Weiterbildung bei Diane Forlano (London).

 

Bereits mit 22 Jahren gab Mathias Mann sein Operndebut als „Nachtwächter“ in „Die Meistersinger von Nürnberg“ am Aalto-Theater Essen. Weitere Gastspiele führten ihn unter anderem an die Opernhäuser in Münster, Detmold, Augsburg, Karlsruhe, Kiel und Köln. Im Festengagement gehörte er am Theater Bielefeld und am Pfalztheater Kaiserslautern dem Opern-Ensemble an. Freischaffend tätig ist Mathias Mann unter anderem an den Opernhäusern Hagen (u.a. die europäische Erstaufführung von „A view from the Bridge“), Würzburg und Basel.

 

Zahlreiche Konzerte führten ihn ins In-und Ausland. Seine gesungenen Partien umfassen Werke von Monteverdi, Bach, Mozart, Beethoven, Bruckner, Dvorak und Stravinsky bis hin zur Musik der Moderne.

 

 

Johannes Matthias Michel (Cembalo)

 

Johannes M. Michel studierte nach dem Abitur Klavier in Basel, anschließend folgte das Studium der Kirchenmusik in Heidelberg und Frankfurt mit dem Abschluss der A-Prüfung 1988 (u. a. bei Wolfgang Dallmann, Horst Hempel, Heinz Werner Zimmermann und Violetta Dinescu). Bis 1992 Studium in der Solistenklasse Orgel an der Musikhochschule Stuttgart bei Professor Dr. Ludger Lohmann mit dem Abschluss eines Solistenexamens.

 

Seit Januar 1999 ist er Kirchenmusikdirektor an der Christuskirche Mannheim, Bezirkskantor für Mannheim und Landeskantor Nordbaden. Hier leitet er den Bachchor Mannheim und den Kammerchor Mannheim. Johannes Michel ist Vorsitzender der Karg-Elert-Gesellschaft und Herausgeber ihrer Publikationen (Mitteilungen, Jahrbuch, Bibliographie) und Komponist zahlreicher vorwiegend kirchenmusikalischer Werke. Er unterrichtete an der Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg (1989-2001) und seit 2001 an der staatlichen Hochschule für Musik in Mannheim.

 

Neben einer umfangreichen Konzerttätigkeit in Europa und USA sind zahlreiche Mitschnitte bei Rundfunk- und Fernsehanstalten entstanden. Auf der Orgel und dem Kunstharmonium hat Michel über zwölf CD-Einspielungen vorgelegt.

 

Carolin Neukamm (Mezzosopran)

 

Carolin Neukamm studierte an der Musikhochschule Freiburg bei Professor Angela Nick in den Fächern Lied/Oratorium, Operngesang und Musiklehrer. Im Sommer 2010 schloss sie alle Studiengänge erfolgreich mit dem Diplom ab.

2007 bis 2010 war sie Mitglied des Instituts für Musiktheater und nahm an zahlreichen Opernproduktionen unter der Leitung von Professor Gerd Heinz und Professor Alexander Schulin teil, darunter „L’enfant et les sortilèges“ von Ravel (2006), „Die Zauberflöte“ (2008) oder „La fedeltà premiata“ von Joseph Haydn (2010). Darüber hinaus gastierte sie im Oktober 2009 als Dritte Dame in Mozarts Zauberflöte mit dem Theater Dortmund in Seoul (Korea).

 

2006 war Carolin Neukamm Finalistin des Bundeswettbewerbs für Gesang in Berlin. 2008 gewann sie den 2. Preis beim Hochschulwettbewerb in Freiburg. Zudem ist sie Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes sowie der Richard Wagner Stipendienstiftung. Derzeit ist Carolin Neukamm Ensemble­mitglied am Staatstheater am Gärtnerplatz in München. Am Staatstheater Darmstadt singt sie die Mercédès in Bizets „Carmen“.

 

 

Kristian Nyquist (Cembalo)

 

Kristian Nyquist wurde in Los Angeles geboren und wuchs in Deutschland auf. Nach Klavier- und Violinunterricht fand er bereits mit 15 Jahren den ersten Zugang zum Cembalo. Seine weitere Ausbildung erhielt er bei Christine Daxelhofer an der Staatlichen Musikhochschule Karlsruhe, als Stipendiat des DAAD bei Huguette Dreyfus in Paris(Auszeichnung mit einem „Prix de Virtuosité), sowie auf Kursen mit Colin Tilney, Bob van Asperen und Gustav Leonhardt. Es folgten Auszeichnungen bei verschiedenen Wettbewerben, u.a. Concours Musical d'Ile-de-France und Prager Frühling.

Nach langjähriger Lehr- und Korrepetitionstätigkeit an der Musikhochschule Mannheim übernahm er zum Wintersemester 2006/07 eine hauptamtliche Dozentur für Cembalo, Fortepiano, Generalbasspraxis und Kammermusik an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Zudem gibt Kristian Nyquist sein Wissen bei diversen Interpretationskursen und Vorträgen weiter. Als Juror tritt er bei verschiedenen Wettbewerben (u.a. beim Deutschen Musikwettbewerb in Berlin) in Erscheinung.

Seine zahlreichen Konzerte im In-und Ausland beinhalten ein umfangreiches Repertoire an Werken vom 16. Jahrhundert bis hin zur zeitgenössischen Moderne, die einen wesentlichen Bestandteil seiner künstlerischen Arbeit darstellt. Dies führt insbesondere in der Zusammenarbeit mit den Komponisten wie Violeta Dinescu, Roderik de Man, Peter Heeren, John Patrick Thomas u.a. zu vielen Uraufführungen und deutschen Erstaufführungen. Als Solist am Cembalo und Fortepiano tritt Kristian Nyquist regelmäßig mit diversen Orchestern auf.

Intensive kammermusikalische Tätigkeit verbindet ihn mit einer großen Vielfalt an namhaften Duo-Partnern und Ensembles, so den Flötisten Jean-Michel Tanguy und Renate Greiss-Armin, dem Oboisten Ingo Goritzki, dem Gitarristen Maximilian Mangold, den Geigern Nachum Erlich, Friedemann Wezel und dessen Ensemble „il capriccio“, dem Mandelring Quartett, dem ensemble recherche u.v.a. Neuerdings beschäftigt er sich überdies mit Liedbegleitung. Die Bandbreite seines persönlichen, aber stets auf historisch-wissenschaftlichen Studien basierenden Interpretationsstils ist durch zahlreiche CD-Einspielungen belegt.

 

 

Kristina Schaum (Sopran)

 

Die Sopranistin begann ihre sängerische Ausbildung in der Kantorei ihrer Heimatgemeinde Friedberg (Hessen). Von 2003 bis 2009 studierte sie Gesang an der Musikhochschule Freiburg bei Professor Dorothea Wirtz sowie in der Lied­klasse Professor Hans Peter Müller. In der dortigen Opernschule erhielt sie ihre Ausbildung unter der Leitung von Professor Gerd Heinz und Professor Alexander Schulin.

 

Meisterkurse und Workshops bei Peter Kooij, Detlef Bratschke, Michael Form, David Breitman und René Jacobs gaben Kristina Schaum wichtige Impulse im Bereich der Historischen Aufführungspraxis, mit der sie sich in Studien bei Robert Hill, Ekkehard Weber und Agnes Dorwarth intensiv auseinander gesetzt hat.

Konzertreisen führten Kristina Schaum u. a. nach Korea, wo sie im Oktober 2009 als Pamina auf der Bühne stand. In der Spielzeit 2009/2010 war sie zudem als Marzelline (Fidelio in der Fassung von Bo Wiget) an der Kammerbühne des Theater Freiburg zu Gast.

Im Konzert konnte sie bereits mit renommierten Ensembles wie der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz und dem Freiburger Barockorchester musizieren. Konzertmitschnitte (u.a. durch den SWR) und CD-Produktionen dokumentieren ihr Schaffen.

 

 

Sinfonietta Mannheim

 

Das Orchester aus Berufsmusikern der Rhein-Neckar-Region wurde 1999 gegründet. Das Profiorchester kommt, in wechselnden Besetzungen, speziell für die Kirchenmusik an der Christuskirche Mannheim zusammen.

 

 

David Timm (Orgel)

 

David Timm wurde 1969 in Waren (Müritz) geboren. Er war Mitglied und 1. Präfekt des Leipziger Thomanerchores. Timm studierte Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig, unter anderem bei Professor Hannes Kästner, Professor Arvid Gast (Orgel) und Professor Volker Bräutigam (Improvisation). Nach dem A-Examen im Jahre 1995 absolvierte er ein Meisterklassenstudium Klavier in Leipzig bei Professor Markus Tomas, das er 1996/97 durch einen Studienaufenthalt am Mozarteum Salzburg bei Professor Karl-Heinz Kämmerling ergänzte und 1999 mit Auszeichnung abschloss.

Zu seinen vielfältigen Auszeichnungen gehören unter anderem der 1. Preis beim Weimarer Klavierimprovisationswettbewerb 1991 und 1. Preise beim I. Johann-Sebastian-Bach-Improvisationswettbewerb in Weimar sowie beim V. Internatio-nalen Orgelimprovisationswettbewerb in Schwäbisch Gmünd 1997. Im Folgejahr wurde er zusammen mit Reiko Brockelt (Saxophon) mit dem Leipziger Nachwuchsjazzstipendium ausgezeichnet.

Als Dozent unterrichtete er von 1998 bis 2002 an der Hochschule für Kirchenmusik Halle das Fach Chor- und Orchesterleitung. Seit 1998 ist er ebenfalls Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig für Liturgisches Orgelspiel, seit 2002 auch für Künstlerisches Orgelspiel.

Von 1999 bis 2006 war David Timm musikalischer Leiter des „Leipziger Vocal-ensembles“ in der Nachfolge von Christoph Georg Biller und gründete 1999 gemeinsam mit Frank Nowicky die „LeipzigBigband“. Seit 2005 ist er Leipziger Universitätsmusikdirektor und damit Leiter des Leipziger Universitätschores.

David Timm konzertierte als Pianist und Organist in zahlreichen europäischen Ländern, den USA und Japan, hatte unter anderem solistische Auftritte mit dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Neuen Bachischen Collegium Musicum, war zu Gast bei internationalen Festivals wie dem Leipziger Bachfest, dem MDR Musiksommer und dem Tallinn Orgelfestival.

Zu seinem regen musikalischen Engagement gehören Rundfunkproduktionen, CD-Veröffentlichungen sowie die erfolgreiche Tätigkeit als Arrangeur für das Mendelssohnorchester Leipzig, die LeipzigBigband, Bobby McFerrin, das Gewandhausorchester Leipzig, Mari Boine (Finale der Sommernachtsmusik 2002 von EUROARTS/ZDF, welche mit dem European DVD-Award 2003 ausgezeichnet wurde).

 

Als Gastdirigent arbeitete er unter anderem mit dem Händelfestspielorchester Halle/Saale sowie dem mdr-Sinfonieorchester zusammen.

 

 

Marcus Ullmann (Tenor)

 

Der lyrische Tenor Marcus Ullmann studierte an der Musikhochschule Dresden bei Hartmut Zabel und Margret Trappe-Wiel, später in Berlin bei Dietrich Fischer-Dieskau und in Karlsruhe bei Marga Schiml.

 

Nach seinem Studium, das er in den Bereichen Lied, Konzert und Oper mit Aus-zeichnung abschloss, führten ihn Engagements an das Staatstheater Mainz und die Semperoper Dresden. Es folgten Gastspiele am Teatro la Fenice, dem Teatro dell`opera di Roma, am Teatro Comunale Firenze und der Los Angeles Opera. Zuletzt war er in Boston im Rahmen des Early Music Festivals als Nero in Monte-verdis „L'incoronazione di Poppea“ zu hören.

 

Konzerte führten ihn in alle wichtigen Musikzentren Europas, nach Nord- und Südamerika, sowie nach Japan, wo er unter anderem mit den Dirigenten Frieder Bernius, Ivor Bolton, Riccardo Chailly, Marcus Creed, Enoch zu Guttenberg, Kent Nagano, Hans-Christoph Rademann, Helmuth Rilling und Peter Schreier sang. Marcus Ullmann gab Liederabende bei vielen Kammermusikfestivals. Eine besonders intensive Zusammenarbeit verbindet ihn derzeit vor allem mit den namhaften Pianisten Camillo Radicke, Alexander Schmalcz und Martin Stadtfeld.

 

 

Julia Weigel (Sopran)

 

Julia Weigel hat im Sommer 2010 den Studiengang Solistische Ausbildung – Konzertgesang bei Professor Katharina Dau äußerst erfolgreich mit einer Urauf-führung von F.H. Kern abgeschlossen, nachdem sie bereits ein Klavierdiplom und ein künstlerisches Diplom Oper abgelegt hatte. Schon vorher absolvierte sie ein Liedklasse-Studium bei Professor Konrad Richter in Stuttgart und bei Professor Ulrich Eisenlohr in Mannheim.

 

Julia Weigel war Preisträgerin des Wettbewerbs „Rheinsberger Kammeroper 2007“ und spielte in diesem Zusammenhang die Gianetta in Donizettis „Liebes-trank“. Außerdem ist sie Richard-Wagner-Stipendiatin sowie Stipendiatin der „Live-Music-Now-Stiftung“. Sie ist Gewinnerin des Musikpreises des Zonta Clubs Weinheim Area 2009.

 

Rollen ihres Repertoires sind unter anderem: Adele, Gretel, Pamina, Nanetta,

Anna Reich, Ilia und Norina. Sie verkörpert die Hauptrolle in drei Märchen-musicals für Kinder unter der Leitung von Eberhard Streul. Ihre Konzert- und Oratorientätigkeit umfasst Werke aller Epochen. Besonders durch Aufführung moderner Werke macht sie immer wieder auf sich aufmerksam (Hartmann, Poulenc, Rihm u.a.). Die deutsche Erstaufführung des Werkes von F.H. Kern, für ihre Stimme komponiert und im Mai diesen Jahres in New York uraufgeführt, kann als einer der Höhepunkte ihrer bisherigen Karriere gelten.

 

Ingo Wackenhut (Tenor)

Der Tenor wurde 1963 in Ludwigshafen am Rhein geboren und studierte Musikwissenschaft sowie Germanistik in Heidelberg.

 

Seit 1983 ist er freier Musikjournalist Autor/Redakteur von Programmheften, CD-Booklets, Mitautor mehrerer Opernübersetzungen. 1987 erhielt Wackenhut ein Stipendium der Richard-Wagner-Stiftung für die Bayreuther Festspiele. 1990 arbeitete er als Dramaturg und Co-Regisseur bei den „Begegnungen mit Alter Musik" in Rastatt („Alcina“ von Händel). 1991 bis 1997 war er zunächst Programmheftredakteur, dann Organisationsleiter beim Heidelberger „Gegenwelten“-Festival für Neue Musik und ab 1996 verantwortlicher (Kultur-) Redakteur von “scala2015 – das Magazin der Metropolregion Rhein-Neckar” in Mannheim. Seit 2009 ist der Sänger auch Kulturredakteur beim Stadtmagazin Meier in Mannheim.

 

Gesangsunterricht erhielt er bei Professor Edith Jaeger an der Mannheimer Abendakademie und Brigitta Seidler-Winkler. Zudem besuchte er Kurse bei Cornelius Reid und Romeo Alavi Kia.

 

Wackenhut ist zudem durch zahlreiche Konzerte als Solist, unter anderem einige Uraufführungen, Mitwirkung in mehreren freien Musiktheaterproduktionen sowie einem Gastvertrag mit dem Opernhaus Halle bekannt. Weitere Bekanntheit hat Wackenhut durch seine Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen solistisch besetzten Vokalensembles erlangt: Von 1995 bis 2000 war er Mitglied der Immesheimer Vocalisten mit zahlreichen Auftritten im In- und Ausland. Seit 1995 ist Wackenhut Ensemblemitglied der Musikbühne Mannheim Astoria mit Auftritten unter anderem bei den Maifestspielen Wiesbaden, Putbus Festival, Rügen, Residenzfestspiele Darmstadt, der Alten Oper Frankfurt, dem St. Pauli-Theater Hamburg und dem Festspielhaus Baden-Baden. Seit 1998 ist er Mitglied des Vokalensembles Cantilena, seit 2002 Kurpfälzer auch bei den Madrigalisten sowie seit 2007 beim Dionysos Ensemble.

 

Heike Wiesner (Sopran)

Heike Wiesner wurde in Annweiler am Trifels geboren und wirkte dort bereits als Kind bei zahlreichen Musiktheaterproduktionen mit und erlernte verschiedene Instrumente.

 

Nach dem Abitur studierte sie bis zum Erhalt des Diploms Sozialpädagogik an der Evangelischen Fachhochschule Ludwigshafen. Im selben Jahr war sie Bundespreisträgerin bei Jugend Musiziert und begann ihr Musikstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim und setzte es in Köln fort.

 

Sie besuchte darüber hinaus Liedinterpretationskurse bei Ruth Ziesak, Ulrich Eisenlohr und Ulrich Radmacher. Als Solistin wirkte sie seither bei zahlreichen Aufführungen im Inn- und Ausland mit, dazu gehören zum Beispiel die Krönungsmesse und das Requiem von Mozart, das Oster- Weihnachts- und Himmelfahrtsoratorium von Bach und die Uraufführung von Jakobs Vinjes „Zaubergans“ mit André Eisermann als Sprecher im Rahmenprogramm der Nibelungenfestspiele Worms.

 

 

Falk Zimmermann (Trompete)

 

Falk Zimmermann studierte an der Folkwanghochschule in Essen bei Professor Wolfgang Pohle Trompete. Seit 1988 ist er als Trompeter im Orchester des Nationaltheater Mannheim engagiert.

[ Eintrag von: Ekma ]

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