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Grußwort des Vorsitzenden der Evangelischen Stadtsynode Friedhelm Klein

Grußwort des Vorsitzenden der Evangelischen Stadtsynode Friedhelm Klein anlässlich der Einführung von Dekan Ralph Hartmann am 22. April 2012 in der Konkordienkirche.

 

Jetzt hat die Evangelische Kirche in Mannheim – auch sichtbar vor der Öffentlichkeit dokumentiert – einen neuen Steuermann. Deshalb gilt Ihnen, sehr geehrter, lieber Herr Dekan Hartmann heute unser ganz besonderer Willkommensgruß.

Wir freuen uns sehr, dass Sie nach dem überzeugenden Votum unserer Stadtsynode im Juli vergangenen Jahres und Ihrer danach schon einmal möglichen „Schnupperphase“ vor Ort mit Beginn dieses Monats Ihr Amt als Dekan angetreten haben. Damit wurde bei gleichzeitigem Generationswechsel ein verzugs- und reibungsloser Übergang in der Leitung unseres Kirchenbezirks vollzogen.

Sie kommen gut vorbereitet in dieses verantwortungsvolle Amt, mit Erfahrungen als Gemeindepfarrer, nicht zuletzt aber auch durch Ihre mehrjährige Tätigkeit und Zuständigkeit im Evangelischen Oberkirchenrat in Karlsruhe für Gemeindeberatung, Organisationsentwicklung und landeskirchliches Projektmanagement, wo sie federführend an wichtigen Projekten gearbeitet haben.

Im Rahmen dieser Aufgabenstellung haben Sie den vor knapp vier Jahren hier bei uns in Mannheim eingeleiteten Kirchenkompassprozess intensiv, mit großer Kompetenz und mit einem guten Gespür für das , was möglich und vielleicht auch nötig ist, begleitet. Dabei haben Sie unseren Kirchenbezirk in seinem Facettenreichtum und in seinen aktuellen Problemstellungen kennengelernt. Abera uch wir haben Sie kennen und schätzen gelernt als einen Menschen, der gut zuhört, der auf Argumente und Vorstellungen anderer eingeht und dialogfähig ist, der mit viel Sachverstand, einer guten Portion Humor und Geschick zur Mitarbeit zu motivieren versteht und die Dinge zielgerichtet zu einem Ergebnis bringt.

Vieles von dem, was wir gemeinsam erarbeitet haben, ist so bei der  letzten Bezirksvisitation durch die Kirchenleitung in die Zielvereinbarungen eingeflossen, mit deren Umsetzung wir bereits ein gutes Stück vorangekommen sind und wo es nun um eine weitere Verstetigung geht.

Sie betreten also mit Ihrer neuen Aufgabe als Mannheimer Dekan keine "terra incognita", da Ihnen vieles bereits vertraut ist. Hinzu kommt, dass Sie ein gut bestelltes Haus übernehmen können. Aus dem Abschlussbericht Ihres geschätzten Amtsvorgängers Günter Eitenmüller auf unserer Stadtsynode im März ist uns dies noch einmal sehr deutlich geworden. Wir sind dafür sehr dankbar und freuen uns mit Ihnen über diesen "Bonus" zum Beginn Ihrer Amtszeit.

Die insgesamt erfreuliche Ausgangslage, die sich in einer ganzen Reihe unserer kirchlichen Handlungsfelder widerspiegelt, ist jedoch kein Grund zur Selbstzufriedenheit und zum Ausruhen.. Sie schafft vielmehr Raum und macht den Blick frei für andere Anforderungen und neue Herausforderungen als Folge der zum Teil gravierenden Veränderungsprozesse, denen wir uns als Evangelische Kirche inM annheim immer wieder aufs Neue zu stellen haben. Als Christenmenschen sind wir zur Anteilnahme am öffentlichen Geschehen aufgerufen und dies gerade auch in einer pluralen Gesellschaft, in der die Anzahl der Menschen, die dem christlichen Glauben fern oder gleichgültig gegenübersteht, eher zunimmt.

Dem Dekan, kommt dabei, wie ich meine, eine wichtige Rolle als Impulsgeber und als "Mutmacher" zu, wenn es um Themen und Fragestellungen geht, die auch in Zukunft eine evangelische Position herausfordern. Wir trauen Ihnen diese Rolle zu.

"Veränderungsprozesse unterstützt man, indem das Alte gewürdigt wird undOff enheit und Mut für Neues erzeugt ist". Ganz im Sinne dieser Feststellung, die Sie als Berichterstatter vor der letzten Landessynode gemacht haben, können Sie in Ihrem neuen Amt als Dekan unserer Bezirksgemeinde auf dem bisher Erreichten gut aufbauen und dabei gleichzeitig mit Offenheit und Mut an die Weiterentwicklung von Perspektiven und konkreten Schritten kirchlichen Handelns in unserer Stadt herangehen. Sie stehen dabei nicht allein auf weiter Flur, sondern dürfen mit der tatkräftigen Unterstützung der vielen in den unterschiedlichen Bereichen unserer Kirche beruflich und ehrenamtlich Tätigen rechnen. Ich denke, alle sind neugierig und gespannt auf Sie, freuen sich aber auch auf die Zusammenarbeit mit Ihnen. Ich darf dies hier auch für mich ganz persönlich feststellen.

So wünsche ich Ihnen heute für Ihre verantwortungsvolle, aber zugleich auch reizvolle Arbeit im Mannheimer Dekansamt eine glückliche Hand, Gesundheit und Kraft, Liebe und Weisheit für Ihren Dienst,vor allem aber Gottes reichen Segen.

Als besonderen Willkommensgruß unseres Kirchenbezirks haben wir Ihnen drei Werke der Ihnen bekannten, und wie wir wissen, auch geschätzten Mannheimer Malerin Marianne Merz zugedacht. Sie tragen die Titel "Aus allen Wolken fallen", "Fliegen" und "Himmlische Seeligkeiten".

Mögen Ihnen diese Bilder nicht nur Freude bereiten, sondern Sie auch manchmal daran erinnern, dass es Räume außerhalb erlebter "Erdenschwere" gibt.

[ Eintrag von: Ekma ]

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