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Festival schaut ins Leben der Menschen

Internationales Filmfestival: Ökumenischer Filmempfang mit Festivaldirektor und Filmschaffenden aus der ganzen Welt

1963 waren beim Filmfestival erstmals eine katholische und eine evangelische Jury vertreten. Der Beginn einer dauerhaften Freundschaft, wie der seit nunmehr 22 Jahren ausgerichtete ökumenische Filmempfang zeigt. Er findet im jährlichen Wechsel im Haus der evangelischen und im Haus der Katholischen Kirche statt. 

Unsere Zeit sei von bewegten Bildern dominiert und doch verliere der Film an Bedeutung, so Festivaldirektor Kötz, Filme würden vielfach als bloße Bildermaschinen wahrgenommen und brächten kaum noch jemanden zum Anhalten. Dem setze das Festival etwas entgegen. Es zeige, dass Film ein Medium ist, das man nicht nebenbei konsumieren könne, sondern das Aufmerksamkeit verlange und Zeit. "Ich freue mich, dass die beiden christlichen Kirchen schon so lange mit dabei sind", sagte Kötz.

Das diesjährige Festival-Motto "Jeder eine Geschichte" greife auf, worum es im Leben ginge: nämlich seinen Platz im Leben zu finden, sagte Dekan Ralph Hartmann bei der Begrüßung. "Das Festival schaut in das Leben der Menschen", das sei seine besondere Stärke.

Was bleibt?

Den Dialog von Christen mit Filmschaffenden und Filmschauenden zu fördern, dafür stünden der ökumenische Filmpreis und der kirchliche Empfang, machte der katholische Dekanatsreferent Ulf Günnewig deutlich, der Stadtdekan Karl Jung vertrat. Dr. Peter Hasenberg von der Deutschen Bischofskonferenz  betonte in seiner Eröffnungsrede, das Wesentliche am Film sei, was vom Film übrig bleibe. "Der Projektor stoppt. Das Saallicht geht an. Aber das Ende ist nicht unbedingt das Ende. Jeder Film will etwas im Zuschauer auslösen, das über das Ende hinausgeht."

Begehrt: der mit 1.500 Euro dotierte Ökumenische Filmpreis

Wer den mit 1.500 Euro dotierten Ökumenischen Filmpreis erhält, gibt die Ökumenische Filmjury am Abschlussabend bei der großen Preisverleihung im Mannheimer Stadthaus  bekannt. Der Gewinner wird aus 17 Filmen ausgewählt. Es ginge darum, "Kunst" auszuzeichnen. Kino sei eine Frage des Glaubens, es gehe um das, was man spüre, aber nicht sehe, betonte Magali Van Reeth, die diesjährige Präsidentin der Ökumenischen Jury. (dv)

 

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