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MEHR ALS EINE MILLION KIRCHENMITGLIEDER ZUR WAHL AUFGERUFEN

Rund 5.500 Älteste werden neu bestimmt - Schon 14-Jährige dürfen wählen - Bunt beleuchtete Kirchen sorgen zum 1. Dezember für "Noch mehr Farbe"




Erstmals wird in der Evangelischen Landeskirche in Baden flächendeckend eine Briefwahl organisiert. Die Wahlunterlagen sind mittlerweile zugestellt, nun haben die Kirchenmitglieder bis zum 1. Dezember Zeit, ihre Stimme abzugeben. Sie können den Wahlbrief per Post versenden, ihn in den Briefkasten des Pfarramtes, in einen der Wahlbriefkästen oder am 1. Dezember in die Wahlurne ihrer Kirchengemeinde werfen.

Landesbischof Ulrich Fischer und die Präsidentin der Landessynode, Margit Fleckenstein, hoffen auf eine hohe Beteiligung an den Kirchenwahlen: „Verantwortung übernehmen und mitgestalten hat in der Evangelischen Landeskirche in Baden einen besonderen Stellenwert. Aus der Gemeinde heraus, demokratisch und partnerschaftlich, wird unsere Kirche geleitet“, heißt es in einem gemeinsamen Brief der beiden an alle Wahlberechtigten. "Die Kirchenältesten sind auf Ihren Rückhalt angewiesen. Wir bitten Sie daher sehr herzlich, zum 1. Advent Ihre Stimme abzugeben."

Die ehrenamtlichen Kirchenältesten werden für sechs Jahre gewählt. Sie bilden gemeinsam mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer sowie den Gemeindediakoninnen oder -diakonen den Ältestenkreis, der die Gemeinde leitet. Er entscheidet beispielsweise über die Gemeindefinanzen und Bauprojekte, wirkt bei einer Neubesetzung der Pfarrstelle mit und kümmert sich auch um alle Personalfragen, die die nichttheologischen Mitarbeitenden der Gemeinde wie etwa Erzieherinnen und Erzieher im Kindergarten betreffen.

Insgesamt bewerben sich gut 6.000 Christinnen und Christen um einen Sitz im Ältestenkreis. Die Kandidierenden müssen mindestens 18 Jahre alt sein und einer Kirchengemeinde angehören. Ihre Staatsangehörigkeit spielt dagegen keine Rolle. Die meisten Wahlberechtigten leben im Stadtkirchenbezirk Karlsruhe (71.011), der kleinste Kirchenbezirk mit 16.153 Wahlberechtigten ist Wertheim.

Etliche Gemeinden machen mit Bannern und Fahnen vor ihren Gebäuden auf die Kirchenwahl aufmerksam, die unter dem Motto „Noch mehr Farbe“ steht. Einige Kirchen wie in Pforzheim oder Wertheim, Lahr oder dem Oberem Kleinen Wiesental (Markgräflerland) sowie das „Rote Haus“ des Evangelischen Oberkirchenrats in Karlsruhe werben mit Lichtinstallationen in den Farben der Kampagne. Auch Reisende der Schwarzwaldbahn werden mit einem Videospot zum Wählen motiviert.

Am 1. Dezember werden auch in den Kirchengemeinden der Evangelischen Landeskirche in Württemberg die Kirchengemeinderäte neu gewählt.