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GASTFREUNDSCHAFT FÜR FLÜCHTLINGE ZENTRALES GÖTTLICHES GEBOT

Weihnachtsbotschaft von Landesbischof Ulrich Fischer





Die Weihnachtsbotschaft von Landesbischof Ulrich Fischer im Wortlaut:

"Die  Geschichte von der Geburt im Stall und der Flucht nach Ägypten zeigt,
dass  Gott  nicht  auf  der  Seite  der  Mächtigen und Starken ist, sondern
vielmehr  denen  besonders  nahekommt,  die in dieser Welt ohne ein Zuhause leben  müssen und der Heimatlosigkeit auf oft schreckliche Weise ausgesetzt sind.  In  den  Heimatlosen  dieser  Erde begegnet uns der heimatlose Jesus selbst.  Wir  können  an ihm teilhaben, wenn wir in allen Heimatlosen Jesus entdecken:  In  den  Menschen, die in unserem Land entwurzelt leben, wie in den Flüchtlingen, die vor der kriegerischen Gewalt in ihrem Land fliehen.

Unser  tiefes  Mitgefühl  gilt  zu  Weihnachten vor allem denen, die in den
Flüchtlingslagern  frieren  und auf eine bessere Zukunft hoffen, in Syrien,
im  Libanon  oder  auf  Lampedusa.  Angesichts  der  überaus großen Zahl an syrischen  Flüchtlingen,  die  ein  so kleines Land wie der Libanon bereits
aufgenommen  hat,  muss  Deutschland  mehr Verantwortung für diese Menschen übernehmen  und  sich  gastfreundlicher  zeigen.  Die  Bibel erzählt ja auf vielfältige  Weise, dass die Gastfreundschaft für Flüchtlinge ein zentrales göttliches   Gebot   ist.   Sie   lässt   uns   in  vielen  Geschichten  an Flüchtlingsschicksalen  teilnehmen,  von  Abraham über Moses bis zum ganzen Volk Israel.

Im kommenden Jahr erinnern wir uns an den Beginn des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren und des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren. Beide Gedenken sind Verpflichtung, aus dem Geist von Weihnachten unermüdlich Wege des Friedens und der Beheimatung zu suchen."

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