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SYRISCHER ERZBISCHOF SPRICHT SICH GEGEN WAFFENLIEFERUNGEN AUS -

LANDESBISCHOF FORDERT KRANKENVERSICHERUNG FÜR ALLE FLÜCHTLINGE


Die Antiochenisch-Orthodoxe Kirche mit Hauptsitz in Damaskus ist eine der beiden größten christlichen Kirchen in Syrien. Sie hat rund 10.000 Mitglieder in Deutschland, in Baden gibt es Gemeinden in Pforzheim, Mannheim und Bruchsal. "Sehr viele haben jetzt Verwandte aufgenommen", berichtete Erzbischof Barakat, der für Mitteleuropa zuständig ist.

Insgesamt 1000 Angehörige hätten in syrischen Familien in Baden-Württemberg Unterkunft gefunden, ergänzte die Flüchtlingsbeauftragte der badischen Landeskirche, Annette Stepputat. Sie gerieten zunehmend unter Druck. Denn aufgrund der Verpflichtungserklärung müssten die Familien sämtliche Kosten für die Verwandten aus Syrien übernehmen."Eine einzige Erkrankung eines Angehörigen kann zur Schuldenfalle werden",so Stepputat. Landesbischof Jochen-Cornelius-Bundschuh forderte deshalb die Landesregierung Baden-Württemberg nachdrücklich auf, für alle Flüchtlinge– "gerade auch für diejenigen, die bei Verwandten leben und den Staat somit entlasten" – die gesetzliche Krankenversicherung zu übernehmen. Andere Bundesländer wie Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen leisteten dies bereits.

Die Antiochenisch-Orthodoxe Kirche versuche möglichst viele Menschen dazu zu bewegen in Syrien zu bleiben, betonte Erzbischof Barakat. Die Lage in Damaskus sei derzeit relativ stabil, die erzbischöfliche Schule – die zu 70 Prozent von muslimischen und zu 30 Prozent von christlichen Kindern besucht wird – sei nach wie vor geöffnet.


 

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