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Preisgekrönte Pfingstbergkirche

Stadt verleiht zum ersten Mal den Baukulturpreis

Preisgekrönte Pfingstbergkirche

(Mannheim, 12.03.2014) Auf architektonische Schmuckstücke aufmerksam zu machen, ist Ziel des Baukulturpreises, den die Stadt Mannheim zum ersten Mal ausgelobt hat. Bei der Preisverleihung in der Pfingstbergkirche gratulierte Baubürgermeister Lothar Quast gleich drei Gewinnern zum 1. Platz. Ausgezeichnet wurden die evangelische Pfingstbergkirche, das Haus der katholischen Kirche und das Wohn- und Geschäftshaus Edition Panorama.
Sie sind Hingucker und auch Hinhocker: die großen roten Betonwürfel, die 2013 im gesamten Mannheimer Stadtgebiet zwölf ausgewählte Bauwerke als so genannte Sehstationen markierten. Auch vor der Pfingstbergkirche lud ein Würfel zu Betrachtung und Information ein. Bei der Evangelischen Kirche und der Gemeinde ist die Freude über den Baukulturpreis groß.

Kirchen sind Orientierungspunkte und Träger einer Botschaft

Bei der Preisverleihung freuten sich Brigitte Metzler, Leiterin der Abteilung Bau und Liegenschaften bei der Evangelischen Kirchenverwaltung, und Gemeindepfarrer Hansjörg Jörger über diese starke öffentliche Wertschätzung. „Die Pfingstbergkirche bringt die Weltoffenheit der christlichen Botschaft mutig zum Ausdruck. Sie gibt Halt und ist gleichzeitig durchlässig“, sagte Metzler. Pfarrer Jörger betonte, auf welch einzigartige Weise die Kirche „einen sakralen Raum mit der Natur um sie herum“ verbinde.

Die Pfingstbergkirche mit ihrem separat stehenden Glockenturm ist gemeinsam mit dem Pfarr- und Gemeindehaus Teil eines von Carlfried Mutschler entworfenen Bau-Ensembles, das seinerzeit bei dem Architekturwettbewerb den 1. Preis erhielt. 1963 wurde das Gebäude fertiggestellt. Die Kirche als ein beispielhafter Ort der Meditation und Konzentration gilt als eines der baukulturellen Highlights Mannheims. Infos: www.mannheim.de/stadt-gestalten/sehstationen.

„Nicht nur architektonische Highlights, sondern auch Bauten, die auf den ersten Blick unspektakulär wirken, beeinflussen Mannheim nachhaltig positiv“, betonte Baubürgermeister Quast bei der Preisverleihung. Das Baukulturprojekt Sehstationen ist aus der Initiative des Baukompetenzzentrums unter der Leitung von Dr. Martina Kubanek entstanden. Die unabhängige Jury, bestehend aus externen Architekten und internen Fachleuten, hatte unter 40 Bauwerken mit den Kriterien wie beispielsweise „äußere Erscheinung“, „wie fügt sich das Gebäude in die Umgebung ein?“, oder „Detailausbildung und Materialwahl“ bewertet und zwölf Bauwerke in die engere Auswahl berufen, die als sogenannte Sehstation markiert wurden. Das Spektrum der Bauwerke umfasste Wohngebäude, Plätze, Büro- und Bildungsgebäude und Kirchen. Die zwölf Sehstationen luden zum Betrachten, zum Abstimmen und natürlich zum Informieren ein. Auf den Sitzflächen des Würfels fanden sich Begleittexte und QR-Codes, damit per Handy direkt auf die städtische Website zugegriffen werden konnte, um weitere Informationen zu dem Projekt zu erhalten. Die Verantwortlichen zeigten sich beeindruckt vom großen Interesse an dieser Aktion. Das Projekt „Sehstationen“ wird daher 2014 fortgeführt

 

 

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