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Gedenken an Gurs

Lukaskirche: Gedenkgottesdienst anlässlich des 75. Jahrestages der Deportation nach Gurs

Gedenken an Gurs

Er gilt als einer der schwärzesten Tage in der Geschichte Südwestdeutschlands. Am 22. Oktober 1940 wurde fast die gesamte jüdische Bevölkerung Badens, der Pfalz und des Saarlandes nach Gurs deportiert. Die meisten der 6.538 Deportierten, darunter 1.983 Männer, Frauen und Kinder aus Mannheim, kamen ums Leben. Ein Gottesdienst am 18. Oktober um 9.30 Uhr in der Lukaskirche erinnert daran.

In 137 Gemeinden rissen Gestapo-Beamte in den frühen Morgenstunden des 22. Oktober 1940 die Menschen aus ihren Wohnungen. Die Festgenommenen – Männer, Frauen und Kinder – mussten innerhalb einer Stunde ihre Sachen packen. Mit Zügen und Lastwagen wurden sie in das 1.300 Kilometer entfernte Gurs in Südfrankreich transportiert. Mit dieser nach den beiden NSDAP-Gauleitern benannte „Wagner-Bürckel-Aktion“ sollten die südwestdeutschen Gebiete als erste im Reich rasch und vollständig „judenfrei“gemacht werden. Ein Jahr später begann die systematische Deportation in die Vernichtungslager im Osten.

Sonntag, 18. Oktober, 9.30 Uhr
Gedenkgottesdienst
Lukaskirche, Rottfeldstr. 16/18, 68199 Mannheim

Donnerstag, 22. Oktober, 17 Uhr
Gedenkveranstaltung der Stadt Mannheim unter Beteiligung der Jüdischen Gemeinde Mannheim sowie der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Rhein-Neckar e.V.
Jüdisches Gemeindezentrum, Mannheim F4, 3, 68159 Mannheim (dv)

Bild: Mahnmal der Evangelischen Jugend in Baden für die nach Gurs deportierten Juden in Neckarzimmern

 

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