Aktuelles

„Die Passion Christi“

Reihe „Film und Religion“ zeigt heftig diskutierten Film mit Mel Gibson

„Die Passion Christi“

(15.10.2015) Wegen seiner Gewaltszenen wurde dieser Film sehr kontrovers diskutiert und heftig kritisiert: „Die Passion Christi“ ist nun in der Reihe „Film und Religion“ am 1. November um 18 Uhr im Cinema Quadrat zu sehen. Im Anschluss gibt es eine Diskussion mit Prof. Dr. Georg Lämmlin, Uni Mannheim, und Dr. Dorothee Höfert, Kunsthalle Mannheim.

Mit Mel Gibson in der Hauptrolle erzählt „Die Passion Christi“ (2004) die letzten zwölf Stunden im Leben Jesu, verbunden mit Rückblenden. Bei der Inszenierung der biblischen Erzählung setzte Mel Gibson auf ungeschönten Realismus mit exzessiven Gewalt-Bildern. Ob diese „realistische“ Passion ein historisches Bild liefert und für das Verständnis des Geschehens theologisch bedeutsam werden kann, ist Stoff der anschließenden Diskussion. Diese führen Prof. Dr. Georg Lämmlin (Pfarrer, Uni Mannheim) und Dr. Dorothee Höfert, Leiterin der Kunstvermittlung der Kunsthalle Mannheim.

Reihe „Film und Religion“

Manchmal überdeutlich, manchmal eher hintergründig geht es in vielen Kinofilmen um das Eine: nämlich Religion. Dem spürt die Veranstaltungsreihe „Film und Religion“ nach. Sie geht Bildern und Figuren, Geschichten und Botschaften auf den Grund. Denn religiöse Geschichten, Figuren und Motive sind seit der Stummfilmzeit Stoff des Kinos. Manchmal auch Quelle seiner Inspiration. Das Spektrum ist weit und reicht über monumentale Bibelfilme und Actionkino, ambitionierte Betrachtungen und Unterhaltungskino hinaus.

Von September bis März wird in einer ersten Staffel mit sechs Filme zu der Begegnung von „Film und Religion“ eingeladen: Jeder Film wird in einer Einführung vorgestellt. Im Anschluss an den Film betrachten Kulturwissenschaftler und Filmspezialisten einerseits, Theologen oder Religionswissenschaftler andererseits den Film aus verschiedenen Perspektiven. „Film und Religion ist eine Kooperation von Cinema Quadrat e.V., Evangelischer Kirche in Mannheim und dem Filmkulturellen Zentrum im Gemeinschaftswerk der evangelischen Publizistik (GEP). Foto: Archiv Filmpresse.

Weitere Termine:

Sonntag, 13. Dezember, 18 Uhr: „Das 1. Evangelium – Matthäus“, ITA/FRA 1964, Buch und Regie: Pier Paolo Pasolini. Mit Laiendarstellern und dem unveränderten, lediglich leicht gekürzten Text des Matthäus-Evangeliums schuf Pasolini einen Film von packender Authentizität. Mit großer Kraft wird die umstürzlerische Botschaft Jesu deutlich, die bis heute nichts von ihrer provokativen Kraft verloren hat. Nach dem Film diskutieren Pfarrerin Ilka Sobottke (CityKirche Konkordien) und Filmpublizist Karsten Visarius (Leiter des Filmkulturellen Zentrums im GEP) mit dem Publikum.

Sonntag, 17. Januar, 18 Uhr: „Exodus – Götter und Könige“, USA/GB 2014, Diskussion: Dr. Georg Lämmlin (Uni Mannheim) und Dr. Dorothee Höfert (Kunsthalle Mannheim) über die Frage einer zeitgenössischen Moses-Darstellung.

Sonntag, 14. Februar, 18 Uhr: „Samson und Delilah“. USA 1949. Diskussion: Dr. Inge Kirsner und Dr. Peter Bär

Sonntag, 20. März, 18 Uhr: „Jesus liebt mich“, D 2012, Diskussion: Karsten Visarius und Andreas Engelschalk

CINEMA QUADRAT, Kino im Collini Center, Collinistr. 1, 68161 Mannheim. www.cinema-quarat.de (dv)

Hier finden Sie den Flyer zur Veranstaltungsreihe als pdf