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Für Teilhabe und soziale Gerechtigkeit

In Vesperkirchen und Politik

Für Teilhabe und soziale Gerechtigkeit

(30.12.2015 Karlsruhe) Im Januar 2016 öffnen in Baden wieder viele Vesperkirchen ihre Türen. So werden in Karlsruhe, Pforzheim, Mannheim, Rheinfelden, Singen, Rheinfelden und Pfullendorf im Januar und Februar warme Essen und Getränke verteilt. „Die Zahl der Gäste steigt, das Engagement bleibt dankenswerterweise ungebrochen“, sagt der für Diakonie verantwortliche Oberkirchenrat, Urs Keller. Der große Zulauf zeige, „wie viele Menschen mitten unter uns unter prekären Verhältnissen leben müssen“. In einem Thesenpapier hat die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Familie (eaf) Baden deshalb aktuelle Forderungen an die Politik, aber auch Zusagen für eigenes kirchliches Engagement formuliert. „Denn das Thema Armut betrifft uns alle“, betont der für Bildung und Jugend verantwortliche Oberkirchenrat, Christoph Schneider-Harpprecht.

Bis zu 600 Menschen täglich hatten 2015 in Baden das Angebot einer Vesperkirche angenommen, günstig eine warme Mahlzeit in einer gemütlichen Atmosphäre zu genießen. Viele Kirchengemeinden machen auch 2016 darüber hinaus weitere Betreuungsangebote wie gemeinsame Gespräche, Spiele, Singen, Hausaufgabenhilfe oder Seelsorge. In manchen Vesperkirchen werden auch Arzt-und Tierarztsprechstunden angeboten oder kostenfrei Haare geschnitten.

„Durch die Begegnung mit den Menschen hier, besonders mit den Kindern, lerne ich selbst sehr viel. Deshalb mache ich hier mit“, berichtet Beatrix Robinson, die bei der Vesperkirche in Mannheim mithilft. Alle Vesperkirchen, so Oberkirchenrat Keller, freuten sich über jede helfende Hand - ob bei der Essensausgabe oder bei der Kinderbetreuung, jeder könne mithelfen oder spenden. Für Spenden und Interessierte finden Sie im Anschluss die jeweiligen Kontaktdaten und Spendenkonten.

Eine eigene Grundsicherung für Kinder, die Wiedereinführung der Vermögenssteuer und besondere Unterstützung für Jugendliche fordert angesichts der Armut die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Familien Baden. Oberkirchenrat Christoph Schneider-Harpprecht, betont, dass Kirche und Diakonie nicht nur fordern, sondern auch „eigene Zeichen setzen, um Wege zur Überwindung von Armut aufzuzeigen“. Dazu gehörten tarifgerechte Bezahlung genauso wie familienfreundliche Ausbildungs- und Jobangebote und „einladende Kirche zu sein für Menschen in prekären Lebenslagen“.

In der eaf arbeiten seit 2006 unter anderem die Evangelische Kinder- und Jugendarbeit Baden, das Diakonische Werk Baden, die Evangelische Akademie und die Erwachsenenbildung in Baden, die Evangelische Arbeitnehmerschaft, die Frauenarbeit, die Kirchlichen Dienste in der Arbeitswelt und auf dem Lande sowie das Religionspädagogische Institut Baden mit. (Zentrum für Kommunikation (ZfK) der evangelischen Landeskirche in Baden)

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