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Nutzung der Trinitatiskirche

Erfreuliche Resonanz beim Ideen-Wettbewerb für den berühmten Striffler-Bau

Nutzung der Trinitatiskirche

(08.02.2016) Ideen und Mitmacher sind gesucht, um die markante Trinitatiskirche und ihren weitläufigen Vorplatz wieder mit Leben zu füllen. Kreative aus nah und fern haben sich eingebracht und insgesamt 28 Beiträge eingesandt. Die Jury wählt aus ihnen fünf Finalisten für die zweite Wettbewerbsphase aus.

„Wir freuen uns über die große Resonanz“,so Dekan Ralph Hartmann. Die Ideenbeiträge, die bis 1. Februar eingereicht werden konnten, kommen aus Mannheim, Heidelberg, Karlsruhe, Berlin, Leipzig, Stuttgart und von einem internationalen Team aus Italien, Mexiko und der Ukraine. In den Wettbewerb haben sich Architekturbüros, etablierte Unternehmen und Startups, Künstler, gemeinnützige Organisationen sowie Gruppen aus dem Hochschulbereich eingebracht.

Mehr Beiträge als erwartet

„28 Beiträge für Nutzungskonzepte sind mehr als wir erwartet haben“, sagt Architekt Till Schweizer vom Kreativ-Cluster LR66. Insgesamt gab es 82 Anmeldungen, wobei manches Team doppelt angemeldet war. Rund ein Drittel der Interessenten hat einen Vorschlag erarbeitet.„Das ist eine richtig gute Quote“, betont Schweizer. „Die Qualität der Beiträge lässt Raum für mehr als einen Sieger. Die Jury wird die Qual der Wahl haben und wir freuen uns nun auf die Zusammenarbeit mit den fünf Finalisten.“

Die nächsten Schritte
Derzeit findet die Vorprüfung statt, damit alle der Jury vorgelegten Vorschläge die formalen Kriterien erfüllen. Aus diesen Vorschlägen wählt die 13-köpfige Jury fünf Beiträge aus, die in der zweiten Phase des Wettbewerbs vertieft werden. In einem Kolloquium am 11. März werden die Ideen dieser fünf Finalisten eingehend diskutiert. Sie können ihre eventuell überarbeiten Vorschläge dann bis 2. Mai abgeben. Für diese Phase stehen Aufwandsentschädigungen von insgesamt 10.000 Euro zur Verfügung.

… and the winner ist…
Welcher Vorschlag am stärksten überzeugt, wird im Juni auf der abschließenden Jury-Sitzung entschieden. Alle Beiträge dieser zweiten Phase des Wettbewerbs präsentiert anschließend eine Ausstellung in der Trinitatiskirche.

Hintergrund: Zur Wiederbelebung des seit vielen Jahren kaum genutzten markanten Baus von Helmut Striffler hatte die Evangelische Kirche Mannheim gemeinsam mit dem Mannheimer Kreativ-Cluster„LR66“ und dem Beauftragten für Kultur- und Kreativwirtschaften der Stadt Mannheim im Oktober 2015 einen Ideenwettbewerb ausgelobt. Die Jury setzt sich zusammen aus Vertretern aus Stadt und Kirche, Quartiermanagement und Kreativen, Sachverständigen aus Kultur und Denkmalpflege. Infos unter trinitatis.ekma.de.

Die heutige Trinitatiskirche wurde 1956-59 nach Plänen von Helmut Striffler (1927-2015) auf den Trümmern des Vorgängerbaus errichtet. Mit ihrer Gestaltung und Materialität ebnete der kompromisslos moderne Bau den Weg für die Gedächtniskirche in Berlin (Architekt: Egon Eiermann). Bauhistorisch ist die Trinitatiskirche einer der bedeutendsten Kirchenbauten in der badischen Landeskirche. Seit 1994 ist sie Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung (Baden-Württemberg). Foto: Thomas Ott. (dv)