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Ein Zeichen der Hoffnung

500 Jahre Reformation: 17 Evangelische Gemeinden pflanzen einen Apfelbaum

Ein Zeichen der Hoffnung

(28.07.2016) Sie stehen für einen der Kernsätze Luthers und werden ein Zeichen der Hoffnung sein: Die Apfelbäume, die in 17 evangelischen Gemeinden Mannheims anlässlich des Reformationsjahres 2017 gepflanzt werden. Dekan Ralph Hartmann und Initiator Rolf Dieter von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) stellten das fruchttragende Projekt vor.

Der Reformator und der Apfelbaum gehören zusammen. Das Luther zugeschriebene Zitat „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“, war dann auch Auslöser für Rolf Dieter, die Pflanzaktion zu planen. Ihm war es „eine Herzensangelegenheit, zum Reformationsjahr etwas Nachhaltiges zu machen“, so Rolf Dieter, Ehrenvorsitzender der SDW, Kreisverband Mannheim. Dekan Hartmann griff die Idee gerne auf. Insgesamt 17 evangelische Gemeinden Mannheims sowie die Justizvollzugsanstalt haben die notwendige Fläche für einen Apfelbaum und beteiligen sich an der Aktion.

Den Glauben an das Gute nicht aufgeben


Bei Luther, sagte Dekan Hartmann, denke man an die 95 Thesen in Wittenberg, seine Standhaftigkeit in Worms und seine deftig-klaren Tischreden. Dass Luther ein Kämpfer war, komme auch in dem Apfelbaum-Spruch zum Ausdruck. „Damit ermuntert er uns, den Glauben an das Gute nicht aufzugeben und zugleich tatkräftig die Verantwortung für die Zukunft zu tragen“, sagte Dekan Hartmann. „Wenn wir derzeit alle spüren, dass unsere Welt, wie wir sie gewohnt sind, aus den Fugen gerät, ist diese Haltung ein wichtiger Impuls für uns.“ Die Pflanzung der Apfelbäume sei ein Zeichen der Hoffnung, ein Zeichen gegen die Resignation.

Die Pflanzaktion, die dank der Unterstützung der Stiftung der Sparkasse Rhein Neckar Nord und der MVV in Höhe von jeweils 1.500 Euro ermöglicht wird, beginnt im Spätjahr 2016, berichten Projektleiter Pfarrer Michael Jäck und Alexander Manz, 1. Vorsitzender der SDW. Auf die Pflanzung des ersten Baums folgen die vielfach von Festen begleiteten Pflanzaktionen an den 17 anderen Orten Mannheims. Die Bäume, die allesamt von der Ladenburger Baumschule Huben stammen, sind alte Sorten. „Wir haben uns für Streuobstbäume entscheiden“, sagt Rolf Dieter, „denn diese sind Teil unserer hiesigen Kulturlandschaft“. Dieser Gedanke der Nachhaltigkeit überzeugte auch die Stiftung der Sparkasse Rhein Neckar Nord, wie deren Geschäftsführerin Melanie Freudenstein betonte. „Wir wollen bei unseren Mitarbeitern und bei der Bevölkerung das Bewusstsein für Nachhaltigkeit stärken.“

An der Apfelbaum-Aktion beteiligen sich folgende Gemeinden: Dreieinigkeits-, Schönau-, Gnaden-, Käfertal und im Rott, Vogelstang-, Petrus-, Neckarstadt-, CityGemeinde Hafen-Konkordien, ChristusFrieden-, Johannis-, Markus-, Matthäus-, Thomas-, Immanuel-Pfingstberg-, Versöhnungs-, Martins- und die Johannis-Calvin-Gemeinde.

Bildunterschrift: Freuen sich schon auf die Pflanzung des ersten Apfelbaums anlässlich des Reformationsjubiläums: (v.l.n.r.) Melanie Freudenstein (Sparkasse), Rolf Dieter und Alexander Manz (Schutzgemeinschaft Deutscher Wald), Michael Jäck und Dekan Ralph Hartmann (Evangelische Kirche). Foto: de Vos (dv)