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500 Jahre Reformation

Offizielle Eröffnung des Reformationsjubiläums in der CityKirche Konkordien

500 Jahre Reformation

(31.10.2016) Bis auf den letzten Platz gefüllt war die CityKirche Konkordien beim Festgottesdienst am 31. Oktober, mit dem offiziell das Reformationsjubiläum eröffnet wurde. Dekan Ralph Hartman lud die Festgemeinde dazu ein, den beiden Blickrichtungen von „500 Jahre Reformation“ zu folgen: Dem Blick nach innen „auf unsere Wurzeln“ und dem Blick nach außen auf die gesellschaftlichen Impulse, die die Reformation befördert hat. Musikalisch glanzvoll wurde der Gottesdienst von der Konkordienkantorei unter Leitung von Heike Kiefner-Jesatko begleitet.

Start der Aktion „Thesentüren“

Der Reformationstag 2016 war auch der Auftakt für die Thesentüren. Rund 50 dieser mehr als zwei Meter hohen Türen sind in Mannheim und Ludwigshafen in den Gemeinden, Schulen, Krankienhäusern und anderen Einrichtungen unterwegs. Mit monatlich wechselnden Thesen laden sie an der Schnittstelle von Glauben und Zusammenleben zum Nachdenken und Diskutieren an. Im November geht es passend zur frisch erschienenen Lutherbibel 2017 um die Frage „Was sagt mir die Bibel?“.

Lutherbibel 2017

„Gottes Wort mit Händen greifen“ lautete passend der Titel der Festpredigt von Prof. Hermut Löhr, Universität Münster, der an der Überarbeitung der Lutherbibel 2017 mitgewirkt hat. Ziel dieses Projektes war, in der revidierten Ausgabe verständlich und feierlich, einprägsam und genau zu sein und vor allem den unverwechselbaren „Luther-Sound“ zu treffen. Jeder Vers des Alten und des Neuen Testaments wurde eingehend geprüft und dabei auch Begriffe wie “Heiland“ und „selig“ eingehend auf ihre heutige Verständlichkeit diskutiert. Dabei, berichtet Löhr, haben die heutigen Fachleute die Arbeit Luthers und seiner Mitarbeiter erneut schätzen gelernt.

Konkordienmedaille für Werner Herr

Die Bedeutung des Ehrenamts kommt alljährlich am Reformationstag durch die Verleihung der Konkordienmedaille als höchste Auszeichnung der Evangelischen Kirche Mannheim zum Ausdruck. In diesem Jahr überreichte Synodenvorsitzende Hannelore Dänzer die Medaille an Werner Herr von der Vogelstanggemeinde. Seit fast 50 Jahren ist er ehrenamtlich aktiv, wurde 1981 als jüngster Vertreter in den Ältestenkreis gewählt und ist seither als Netzwerker und begeisterter Ausprobierer mit viel Engagement und „unermüdlichem Einsatz“ am Wirken. Beispielhaft dafür stehen unzählige durchgeführte Freizeiten, wirkungsvolles Engagement in der ökumenischen Jugendamt oder auch das „Nachtcafé“, zu dessen Gründerkreis er zählt. Zur Leidenschaft für die Musik gesellte sich die Liebe zum Kochen. Seit vielen Jahren sorgt Werner Herr gemeinsam mit seiner Ehefrau Petra und einem eingespielten Team für Genüsse bei kirchlichen Anlässen wie beispielsweise dem Johannisempfang oder der Meile der Religionen. „Wer zu spät zu solchen Anlässen kommt, den betraft eine leere Pfanne“, sagt Dänzer schmunzelnd.

Ein unverzichtbarer Akteur

Stadtrat Casten Südmersen zeichnete in seinem Grußwort die auch stark durch Zuwanderung und Religionen geprägte Geschichte der Stadt Mannheim nach und betonte besonders das „Bekenntnis zur religiösen Vielfalt“. Bei der Gestaltung eines friedlichen und toleranten Miteinanders sei die Evangelische Kirche „ein unverzichtbarer Akteur in unserer Gesellschaft.“ (dv)

Lesen Sie hier die Meldung: Höchste Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement vom 19.10.2016

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