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Ziele für die Zukunft

Stadtsynode: Bewährtes stärken, auf gesellschaftliche Veränderungen reagieren

Ziele für die Zukunft

(22.11.2016) Bei ihrer zweitägigen Herbstsitzung im Melanchthonhaus hat die evangelische Stadtsynode über Schwerpunkte und Ziele des kirchlichen Handelns diskutiert.

„Der Geist Gottes weht, wo er will“, sagte Dekan Ralph Hartmann in seiner Ansprache. Damit stünden „wir zugleich in der Verantwortung, unser kirchliches Leben zu gestalten“. Die dreitägige Bezirksvisitation durch eine landeskirchliche Kommission vom 16. bis 19. Februar 2017 sei Anlass, Schwerpunkte und Ziele zu setzen.

Kurskorrekturen

Mit dem Zusammenschluss von Gemeinden und der Schaffung zentraler Orte wie der CityKirche Konkordien, der Jugend- und der Diakoniekirche, des Bildungszentrums sanctclara und des Hauses der Evangelischen Kirche hat die Bezirksgemeinde auf spürbare gesellschaftliche Veränderungen reagiert. In zwei zentralen Bereichen, so Hartmann, würden nun Kurskorrekturen vorgenommen: Die Jugendkirchenarbeit werde neu ausgerichtet. Kernpunkt ist eine Dezentralisierung der Angebote: Diese sollen regional verortet sein und stattfinden, wo die Jugendlichen leben. Zudem sollen künftig die zentrale Kita-Arbeit und die Heime deutlich enger mit den zugehörigen Gemeinden verbunden sein. „Was wir gemeinsam auf den Weg bringen, kann sich sehen lassen“, sagte Hartmann und nannte beispielhaft die Konsolidierung des Haushaltes, die Reduzierung der Gemeindehausflächen, die beispielhaften Umgestaltungen von Kirchengebäuden, das Pilotprojekt Ökumenisches Zentrum in Neuostheim und die ebenfalls ökumenische Präsenz im neuen Stadtteil Benjamin Franklin. Zudem zeige das Engagement in der Flüchtlingshilfe, wie rasch die Bezirksgemeinde auch hier aktiv geworden sei. Ein Wirken, das insgesamt wertgeschätzt werde und gute Aussichten darauf schaffe, dass der Evangelische Kirchentag 2027 in Mannheim und Ludwigshafen ausgerichtet werde.

Weniger Institution, mehr zivilgesellschaftlicher Akteur

Der Rückgang der Mitgliederzahlen und die Kürzung von Pfarrstellen mache eine Neuorientierung notwendig. „Wir werden weniger Institution sein und dafür mehr zivilgesellschaftlicher Akteur“, betonte Hartmann. Es gelte zudem eher in profilierten Orten mit einem klaren Programm zu denken, als in abgegrenzten Gemeindeflächen. Die Verkündigung der wert- und gehaltvollen Botschaft des Evangeliums, so Hartmann, solle sich stärker an den Bedürfnissen der Menschen orientieren. „Mit unseren traditionellen Formen und unserer traditionellen Sprache stehen wir uns manchmal selbst  im Weg“, sagte Hartmann. „Was wir verkünden, wollen wir überzeugend leben“, so Hartmann. Glaubwürdigkeit sei das Kriterium, an dem kirchliches Handeln vielfach gemessen werde.

Konkrete Ziele

Die Bindung zu den Mitgliedern, profiliert evangelisches Handeln in gesellschaftlichen Aufgaben, das umfassende Thema Klimaschutz und die stärkere Zusammenarbeit in den Kooperationsregionen nannte Hartmann als Zielperspektiven. Dazu gehöre auch der Ressourceneinsatz, der die Gebäudesituation ebenso umfasse wie die Budgetierung der Gemeinden.

Die nächste Stadtsynode findet im Februar 2017 im Rahmen der Bezirksvisitation statt (dv)

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