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Das Miteinander funktioniert nur mit Vertrauen

Johannis-Empfang 2017

Das Miteinander funktioniert nur mit Vertrauen

(23.06.2017) „Wir leben in einer Zeit, die sich sehr schwer tut mit Vertrauen“, sagte Ralph Hartmann beim Johannis-Empfang. Das Misstrauen entwickle sich “schleichend zur Lebenshaltung“, dabei „wissen wir doch, dass menschliche Beziehungen und das Miteinander nur mit Vertrauen“ funktionieren. Vertrauen sei die Basis „von unserem ersten Atemzug an“. Es gelte, diese wichtige Ressource zu stärken.

Fröhliche Klänge der „Bläserjugend des Bezirks“ unter Leitung von Simon Langenbach begleiteten am 22. Juni den Johannis-Empfang im Haus der Evangelischen Kirche, bei dem mehr als 300 geladene Gäste die Begrüßung durch Synodenvorsitzende Hannelore Dänzer, gehaltvolle Impulse, viele Begegnungen und leckeres Essen im grünen Innenhof genossen. Im Jubiläumsjahr „500 Jahre Reformation“ beschrieb Dekan Ralph Hartmann den Glaubensweg Martin Luthers als einen Weg von der Angst zum Vertrauen. Es sei, so Hartmann, „unsere geistliche Aufgabe als Kirchen, Orte zu bieten, in denen Vertrauen kultiviert wird.“ Das fange in den Kitas an, in denen die evangelische Kirche die religionspädagogische Arbeit weiter stärken werde. Denn, betonte Hartmann, es sei „für Kinder wichtig, etwas über die Fundamente des Vertrauens und des Glaubens zu erfahren“.

Freiheit für Fortgeschrittene

Auch den Schutz des Sonntags stelle Hartmann in Verbindung zur Reformation und deren Freiheitsimpuls. Ohne Sonntagsschutz gäbe es nur noch Werktage. „Freiheit für Fortgeschrittene“, so Hartmann, bedeute, „dass sich wahre Freiheit gerade in den Momenten des Verzichten-Könnens zeigt“. Es sei wichtig, sich an einem Tag in der Woche den Verzicht auf Konsum zu erlauben und so aus dem „Modus der Beliebigkeit und der Gleich-Gültigkeit“ zu einem verbindenden und damit auch verbindlichen Verständnis von Freiheit zu kommen.

Einladung zum Ökumenischen Kirchentag Mannheim am 8.+9. Juli


Ein vertrauensvolles Miteinander ist auch die Voraussetzung für den Ökumenischen Kirchentag Mannheim, der am 8.+ 9. Juli 2017 in gefeiert wird. Dieses erlebbare Zeichen ökumenischer Verbundenheit griff der katholische Dekan Karl Jung in seinem Grußwort und mit seinem Geschenk auf: Eine Portion Ökumene-Eis, das der Mannheimer Eiskonditor Dario Fontanella eigens für den Kirchentag kreiert hat. Es sei ein „großartiges Zeichen für die Ökumene und darüber hinaus“, dass die Evangelische Kirche in Mannheim im Reformationsjahr dazu eingeladen habe, dieses Ereignis gemeinsam zu feiern. Bürgermeister Michael Grötsch betonte die Bedeutung der Kirchen für das gelingende Zusammenleben in Mannheim. Die Stadt könne sich daher „dem Motto des in unserer Stadt bald bevorstehenden Ökumenischen Kirchentages „Miteinander Freiheit Leben“ mit großer Zuversicht“ anschließen.
Für alle, die kein Eis bekamen, hatte das Nachtcafé-Team um Werner und Petra Herr einen leckeren Imbiss in der großen Pfanne frisch zubereitet. Damit klang der zweitkürzeste Abend des Jahres unter den Kastanienbäumen von M1 gemütlich aus. (dv)

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