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Qualifizierung neuer Ehrenamtlicher für den Hospizdienst und den Kinderhospizdienst CLARA

Themenschwerpunkt im Erwachsenenbereich: Hospizbegleitung in den stationären Einrichtungen von Mannheim

Qualifizierung neuer Ehrenamtlicher für den Hospizdienst und den Kinderhospizdienst CLARA

(25.09.2017) Achtzehn Teilnehmende haben ihre Qualifizierung als Hospizbegleiter beim ökumenischen Hospizdienst und CLARA, dem ökumenischen Kinder- und Jugendhospizdienst, begonnen. Die Schulung wird alle zwei Jahre angeboten und im Auftrag der evangelischen und katholischen Kirche vom Caritasverband Mannheim und dem Diakonischen Werk Mannheim gemeinsam verantwortet. Menschen, die sich dem sensiblen Bereich mit ihrem freiwilligen Engagement stellen möchten, lernen in der Fortbildung, Familien, Kinder- und Jugendliche sowie Angehörige und Freunde in Zeiten schwerer Erkrankung, Sterben, Tod und Trauer psychosozial zu begleiten.

Diesjähriger Themenschwerpunkt im Erwachsenenbereich ist der Einsatz in stationären Einrichtungen von Mannheim. Sechs Wochenenden und ein Praktikum von 40 Stunden bereiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer intensiv auf ihr Ehrenamt vor, um später Menschen zu Hause, aber auch in stationären Einrichtungen bedarfsorientiert begleiten zu können. Mit diesem Schwerpunkt trägt der Dienst einem gesellschaftlichen Wandel Rechnung, indem er auf die Verlagerung in den vollstationären Bereich reagiert.

„Viele Menschen verbringen ihre letzte Lebenszeit in einer Einrichtung der stationären Altenhilfe, immer mehr Menschen leben in Singlehaushalten, können sich im Alter nicht mehr alleine versorgen, Angehörige sind beruflich eingespannt oder leben in einer anderen Stadt. Als ökumenische Einrichtung fühlen wir uns im Sinne einer lebensnahen Kirche der Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen sowie ihrer Angehörigen besonders verpflichtet. Wir sehen es verstärkt als unsere Aufgabe an, die Bewohner bzw. Patienten stationärer Einrichtungen in ihrem gesamten sozialen System zu unterstützen. Auch dem Einrichtungspersonal möchten wir als professionelle Ansprechpartnerinnen zur Verfügung stehen“, sagt Josefine Lammer, die Leiterin der beiden Hospizdienste.

„Welche Hierarchien gibt es, welche Abschiedskultur wird gelebt, wer ist für was zuständig, wo ist mein Platz als Hospizbegleiter, und was ist mein Auftrag? Das sind wichtige Fragen, die in der Schulung geklärt werden“, ergänzt Anne Arend-Schulten, Koordinatorin
beim ökumenischen Hospizdienst. Ein Einsatz der neuen Ehrenamtlichen ist für Juni 2018 geplant.

Matthias Weber, geschäftsführender Direktor der Diakonie, freut sich über die neu ausgerichteten Fortbildungen: „Hier reagieren unsere ambulanten kirchlichen Hospizdienste zeitnah auf einen gesellschaftlichen Wandel. Die Begleitung Sterbender in stationären Einrichtungen kann uns nicht gleichgültig sein. Auch dort wollen wir die Erfahrung unserer ehrenamtlichen Begleiter als Unterstützung und Entlastung aktiv anbieten“.
„Wir verstehen dies als eine Ergänzung und Erweiterung und wollen auch weiterhin die Menschen begleiten, die zuhause in ihrem privaten Umfeld sterben möchten. Beides soll gut begleitet sein“, ergänzt Regina Hertlein, Vorstandsvorsitzende des Caritasverbands Mannheim.


Foto DW: Schulungsteilnehmende mit Josefine Lammer (ganz rechts) und Anne Arend-Schulten (Mitte)

 

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