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Frisch gewählte Dekan-Stellvertreterin und wegweisende Projekte

Herbstsitzung der Stadtsynode mit Schwerpunktzielen für die Zukunft

Frisch gewählte Dekan-Stellvertreterin und wegweisende Projekte

(20.12.2017) Die Synode hat auf ihrer Herbstsitzung am 17. und 18. November Pfarrerin Anne Ressel zur Stellvertreterin von Dekan Ralph Hartmann gewählt sowie Schwerpunkte kirchlichen Handelns in der Zukunft benannt: Mit dem Themenjahr „Herzenssache Gottesdienst“ widmet sich die Evangelische Kirche Mannheim dieser kirchlichen Kernaufgabe verstärkt mit zeitgenössischem Blick. Die Regionalisierung der Handlungsfelder setzt sich in dem Gebäudeoptimierungsprozess fort. Und mit ihrem integrierten Klimaschutzkonzept steht der Stadtkirchenbezirk Mannheim bundesweit vorne.

Den Schwung und die Erkenntnisse aus dem Reformationsjubiläum, betonte Dekan Ralph Hartmann in seiner Rede vor den Synodalen, wolle man aufgreifen: Es sei spürbar geworden, „dass wir starke Wurzeln haben, dass wir selbstbewusst etwas zu sagen haben in unserer Gesellschaft und in unserer Stadt“, so der Dekan. Auch sei es „richtig, auf dem Weg der Ökumene und des freundschaftlichen Miteinanders mit den Religionen“ zu agieren. Nun gälte es, das Handeln und Wirken auch daraufhin abzustimmen, wo und wie „wir Begegnungs- und Kontaktflächen zu den Menschen haben oder entwickeln können, die wir in ihren ganz unterschiedlichen Lebenswelten erreichen wollen.“

Deutschlandweit einzigartig: evangelisches Klimaschutzprojekt


Der Auftrag, die Schöpfung zu wahren, stünde ebenso Pate beim Klimaschutzprojekt der Evangelischen Kirche Mannheim, wie Nächstenliebe, erläuterte Projektleiter Steffen Jooß, Direktor der Evangelischen Kirchenverwaltung Mannheim. In diesem bundesweit einzigartigen integrierten Konzept würde gebündelt, was bereits erreicht sei: So bezieht die Evangelische Kirche Mannheim in all ihren Gebäuden ausschließlich Ökostrom. Fast 50 Prozent ihrer Gemeinden engagieren sich im Umweltmanagement „Grüner Gockel“. Zudem konzentriert sich das Konzept, das gemeinsam mit Experten erarbeitet wird, auf die Bereiche Immobilien, Mobilität und Beschaffung. Ziel ist, der Synode in der Herbstsitzung 2018 einen Maßnahmenkatalog zur Abstimmung vorzulegen. Fachleute in Sachen Klimaschutz, die in den Gemeinden mitwirken, sind ausdrücklich eingeladen, sich bei diesem Prozess mit einzubringen.

Herzenssache Gottesdienst


„Unsere Ureigenstes“, wie Dekan Hartmann sagte, steht im Zentrum des Projekts „Herzenssache Gottesdienst“: In den beiden kommenden Jahren soll für die Kooperationsregionen ein abgestimmtes Gottesdienstkonzept erstellt werden und grundsätzlich daran gearbeitet werden, was die Qualität eines Gottesdienstes ausmacht. Für alle Synodale und alle an den Gottesdiensten Beteiligten findet am 23. Februar in der Trinitatiskirche eine Auftaktveranstaltung statt.
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Kontaktflächen sind auch die kirchlichen Gebäude, die in vielen der Gemeinden neu gedacht werden müssen: Der Gebäudeoptimierungsprozess, der die bedarfs- und damit zukunftsorientierte Reduzierung von Nutzflächen zum Ziel hat, ist bereits angelaufen. Bis zum Jahr 2020 soll für den Stadtkirchenbezirk Mannheim ein Gebäudemasterplan vorliegen. Die Planungen in den Kooperationregionen Ost, Süd, Neckarstadt und WaldhofGartenstadt sind mit bisher insgesamt rund 50 Planungstreffen bereits auf einem guten Weg. Jetzt, so der Synodenbeschluss, starten auch die Kooperationsregionen Mitte (Thomas-, ChristusFrieden-, CityGemeinde Hafen-Konkordien und Trinitatsgemeinde) und Almenhof-Lindenhof-Neckarau (Matthäus-, Markus-, Lukas- und Johannisgemeinde).

Pfarrerin Anne Ressel zur Dekan-Stellvertreterin gewählt


Gerahmt war die Synode von einer Verabschiedung und von einer gewichtigen Personalwahl: Jochen Wurster, der sich seit mehr als 15 Jahren konstruktiv-kritisch im Stadtkirchenrat, in der Stadtsynode und in der Landessynode eingebracht hat, zieht sich von diesen Ämtern zurück, um sich stärker seiner Familie widmen zu können. „Wir werden Sie sehr vermissen“, betonten Dekan Ralph Hartmann und Synodenvorsitzende Hannelore Dänzer. Anschließend wählten die Synodalen mit großer Mehrheit Anne Ressel zur Dekan-Stellvertreterin. Die 51-Jährige, die in der CityGemeinde Hafen-Konkordien sowie als Schifferseelsorgerin tätig ist, hat auch über ihre Dienste als Notfallseelsorgerin und als Diakoniepfarrerin einen weiten Erfahrungsschatz über die Handlungsfelder und als langjähriges Mitglied des Stadtkirchenrats eine profunde Kenntnis der Strukturen der Evangelischen Kirche Mannheim. Zugleich streitbar und konsensorientiert, so Pfarrerin Anne Ressel, brächte sie für dieses Amt den notwendigen „Sachverstand und Mut“ mit. Die Synodalen wählten sie mit großer Mehrheit.

Auch hat die Synode sich für einen künftigen Kita-Ausschuss ausgesprochen, der eine Art Aufsichtsrat für diesen mit rund 700 Mitarbeitenden größten Arbeitsbereich der Evangelischen Kirche in Mannheim sein wird. Gemeinsam mit einer theologischen Fachreferentin gilt es, das evangelische Profil in den aktuell 49 Kitas zu stärken. Die Bedeutung der Seelsorge in Heimen belegt die Pfarrstelle, die für die Altenheimseelsorge in den evangelischen Heimen ausgeschrieben wird. Ebenso sorgfältig wird ausgewählt, wer künftig die Jugendpfarrstelle innehaben wird.

Die nächste Sitzung der Stadtsynode Mannheim findet am 27./28. April 2018 statt. (dv)


Bildunterschrift: (v.l.n.v.) Freuen sich auf die Zusammenarbeit mit der neu gewählten Dekan-Stellvertreterin Anne Ressel (mit Blumen): Schuldekan Andreas Weisbrod, Dekan Ralph Hartmann und Synodenvorsitzende Hannelore Dänzer. Foto: ekma.

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