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„Wichtig, dass das in einer Kirche stattfindet“

Gerlinde Kretschmann hat die Mannheimer KinderVesperkirche besucht und mitgeholfen

„Wichtig, dass das in einer Kirche stattfindet“

(07.12.2017) Mit Namensschild und Schürze gehörte Gerlinde Kretschmann am 7. Dezember zum Helfer-Team in der Mannheimer KinderVesperkirche. Die Gattin von Ministerpräsident Kretschmann war zu Gast in der evangelischen Jugendkirche, um mehr über dieses Projekt zu erfahren und um mit anzupacken.

An allen Stationen der KinderVesperkirche brachte sie sich mit ein: Sie servierte Getränke und Essen, setzte sich im Kreativbereich zu den bastelnden Kindern, durchlief den Sinnenparcour des Spielmobil-Teams und kam in die gemütliche Lesehöhle in der Alten Sakristei. „Ich bin sehr begeistert über das, was ich hier erlebe“, sagte sie. Vor allem die Einbindung der Schulen und die Mithilfe von Jugendlichen seien „ganz toll“. Für wichtig hält sie, „dass diese Hilfe in einer Kirche stattfindet und nicht in einer Turnhalle“, denn es ginge auch um die Vermittlung von Werten wie Gemeinschaft, und darum, nicht nur dem Freund oder Nachbarn zu helfen, sondern auch Fremden, die man nicht kenne.

„Zu helfen tut den Helfenden gut“

Beeindruckt war die Ehefrau von Ministerpräsident Kretschmann von der vielfältigen Unterstützung, die die KinderVesperkirche erfährt: Durch die jugendlichen und erwachsenen Ehrenamtlichen, durch die langjährigen Spender und Unterstützer, die diese Aktion überhaupt ermöglichen. „Zu helfen tut den Helfenden gut“, ist sie überzeugt. „Man muss den Menschen auch Möglichkeiten geben, zu helfen“, betont sie. Besonders die Auszubildenden der Mannheimer Firma Volz und die Klasse der Helene-Lange-Schule, die täglich im Einsatz sind, zollten ihr Respekt ab. Es sei „vor allem für die Jugendlichen wichtig, selbst helfen zu können.“

„Es ehrt uns sehr, dass Sie die Mannheimer KinderVesperkirche kennenlernen wollen“, sagte Dekan Ralph Hartmann bei der Begrüßung. Denn dort, so Hartmann, ginge es nicht nur um das Essen, sondern um Gemeinschaft und Teilhabe. Beides sei in Mannheim für 25 Prozent der unter 16-Jährigen, die Leistungsempfänger sind, nur schwer möglich. Auf deren Situation mache die Mannheimer KinderVesperkirche seit 2008 aufmerksam und hole „das Thema aus dem Schamversteck“, betont Hartmann. Diese Probleme, so Gerlinde Kretschmann, kenne sie gut aus ihrer früheren Tätigkeit als Grundschullehrerin.

Von der Mannheimer KinderVesperkirche hatte Gerlinde Kretschmann beim „Frühstückskaffee“ erfahren, zu dem sie als Schirmherrin der Vesperkirchen zahlreiche Ehrenamtliche aus Baden-Württemberg eingeladen hatte. Mit dabei war auch Inge Schmidt, die seit vielen Jahren in der Mannheimer Vesperkirche mitarbeitet. Sie erzählte von der KinderVesperkirche – und weckte die Neugierde von Gerlinde Kretschmann. Am 7. Dezember kam sie zum Mithelfen für drei Stunden nach Mannheim, um sich über dieses Angebot und seine Hintergründe zu informieren.

Bildunterschrift: Gerlinde Kretschmann half in der Mannheimer KinderVesperkirche auch an dem Basteltisch mit, an dem Taschen mit roten Herzen bedruckt wurden. Foto: Andreas Henn (dv)

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