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"Kinderwunsch. Wunschkind. Unser Kind"

BADISCHE BISCHÖFE SPRECHEN BEI SYMPOSIUM ZU PRÄIMPLANTATIONSDIAGNOSTIK

"Kinderwunsch. Wunschkind. Unser Kind"

(12.04.2018 Heidelberg/Freiburg/Karlsruhe) Zum „Symposium Klinische Ethik 2018 – Zwischen Machbarkeit und Verantwortung: Ethische Herausforderungen der Präimplantationsdiagnostik“ laden in diesem Jahr auch die Evangelische Landeskirche in Baden und die Erzdiözese Freiburg am Mittwoch (25. April, 17.30 Uhr bis 20.30 Uhr) in die Medizinische Klinik in Heidelberg ein. Veranstalter ist die Klinische Ethikberatung des Universitätsklinikums Heidelberg. Anlass für den kirchlichen Beitrag zum Symposium 2018 ist die „Woche für das Leben“, die seit mehr als 20 Jahren von der katholischen und evangelischen Kirche veranstaltet wird. Sie steht in diesem Jahr unter dem Leitwort „Kinderwunsch. Wunschkind. Unser Kind!“ und befasst sich mit Fragen der Pränataldiagnostik (PID). Dabei wird die medizinische Versorgung für Mutter und Kind genauso in den Blick genommen wie die Tatsache, dass Kinder mit gesundheitlichen Einschränkungen immer seltener das Licht der Welt erblicken.

Beim Symposium in Heidelberg beteiligen sich Erzbischof Stephan Burger und Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh nach Kurzreferaten von Fachleuten zu verschiedenen Aspekten der PID an der abschließenden Podiumsdiskussion. Referenten sind Thomas Strowotizki (PID aus Perspektive der Gynäkologie), Ute Moog (PID aus Perspektive der Humangenetik und der humangenetischen Beratung), Kerstin Schlögl-Flierl („Der moralische Status vorgeburtlichen Lebens“: Legitime Grenzen der Verfüg- und Machbarkeit), Christoph Rehmann-Sutter („Soll man überhaupt entscheiden dürfen?“ PID und die elterliche Verantwortung) und Imad Maatouk (PID aus psychologischer Perspektive).

Zu der öffentlichen Veranstaltung im Hörsaal der Medizinischen Klinik (Im Neuenheimer Feld 410) sind Interessierte herzlich eingeladen. Aus organisatorischen Gründen liegt das Heidelberger Symposium, das von der Klinikseelsorge, dem Erzbistum Freiburg und der badischen Landeskirche mitgetragen wird, außerhalb der eigentlichen „Woche für das Leben“ (14.-21. April).

Vor, während und nach der Schwangerschaft bietet die evangelische Kirche in Baden Frauen in Fragen von Schwangerschaft und Schwangerenkonflikten Beratung in 18 Beratungsstellen und weiteren 35 Außenstellen des Diakonischen Werks an. Die katholische Kirche berät Frauen in 27 Schwangerenberatungsstellen in Trägerschaft der örtlichen Caritasverbände und Sozialdienste Katholischer Frauen (SkF) in der Erzdiözese Freiburg. Die Kirchen betreiben zudem zwei der insgesamt vier vom Sozialministerium finanzierten Informations- und Vernetzungsstellen zur Pränataldiagnostik in Baden-Württemberg. „Wir legen den Frauen und Paaren sehr ans Herz, bereits vor der Untersuchung in die Beratung zu kommen“, betont Ursula Kunz von der Karlsruher Vernetzungsstelle. Es folge oft eine Flut von Informationen, Entscheidungen und damit gehe oft eine Überforderung einher. „Allein die Wartezeit auf die Ergebnisse kann dann die Bindung zum Kind schon verändern“, so Kunz. Deshalb sei es hilfreich, sich darauf auch seelisch gut vorzubereiten.

(Doris Banzhaf, ZfK, EOK)

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