Schulkindbetreuung

Schulkindbetreuung

Diakonisches Werk ist Partner bei Mannheimer Pilotprojekt

Oberbürgermeister Kurz stellt „Schulkindbetreuung durch freie Träger“ vor

(Mannheim, 30.09.2011) Die Eltern atmen auf, die Schulleitungen sind erleichtert, Stadt Mannheim und Diakonisches Werk freuen sich, gemeinsam den Betreuungsnotstand mildern zu können: An zwei Grundschulen in Käfertal richtet das Diakonische Werk als freier Träger 40 Betreuungsplätze ein. Im Rahmen der verlässlichen Grundschule sind dort Kinder bis 14 Uhr durch Eltern von Schulkindern betreut. Sie werden dabei unterstützt und begleitet von Mitarbeitende des Diakonischen Werks.

Noch vor den Sommerferien war die Situation für viele arbeitende Eltern schulpflichtiger Kinder dramatisch: sie bekamen für ihre Kinder keinen Hortplatz. Aktuell fehlen noch 180 Plätze in der verlässlichen Grundschule und 90 Hortplätze. In Käfertal sind nun durch die Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk 40 Kinder verlässlich betreut. „Wir wissen, dass Eltern in ihrer beruflichen Existenz gefährdet sind, wenn sie für ihre Kinder keine Betreuung nach Schulschluss finden“, sagt Dekan Günter Eitenmüller. „In einer solchen Notsituation müssen und wollen wir als Kirche aktiv werden.“

Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz dankt der Evangelischen Kirche und ihrem Diakonischen Werk für die schnelle und unkomplizierte Umsetzung dieses Pilotprojekts. Es sei wegweisend, die verlässliche Grundschule auch durch Elterninitiativen und freie Träger anzubieten. Dazu sei es unerlässlich, dass auch die Schulen bereit seien, ungewöhnliche Wege zu gehen und sich der Neuerung zu öffnen, Kinder durch qualifizierte Eltern betreuen zu lassen.

„Ich bin froh, dass meine Kirche mit im Boot ist“

Für Schulleiterin Marianne Lang von der Albrecht-Dürer-Schule geht mit diesem Pilotprojekt in Erfüllung, wovon sie noch vor kurzem nicht zu träumen wagte. „Ich habe die guten Kontakte zu meiner Kirche genutzt und um Unterstützung gebeten“, sagt sie beim Pressetermin in der Albrecht-Dürer-Schule. „Ich bin froh, dass meine Kirche mit im Boot ist.“

Die Eltern reagieren sehr positiv auf dieses zusätzliche Angebot, viele Mütter von Schulkindern haben sich bereits zur Mitarbeit gemeldet. „Wir kennen die Mütter und wissen, dass sie sich mit Liebe zum Kind und viel Engagement einbringen werden“, berichtet die Schulleiterin. Die im Rahmen der geringfügigen Beschäftigung entlohnten Eltern sind sowohl dem Lehrpersonal als auch der Schulleitung bekannt. Sie werden gemeinsam mit dem Diakonischen Werk auf ihre Tätigkeit vorbereitet. „Viele Eltern wollen hier mitzuhelfen“, sagt Peter Hübinger, Direktor des Diakonischen Werks. (dv)

Lesen Sie hier, wie sich dieses Pilotprojekt weiterentwickelt hat