500 Jahre Reformation: Thesentür auf Wanderschaft

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„Wofür bin ich dankbar?“, „Vergebung – wer braucht das?“ „Die Welt verändern – wo fängst Du an?“ „Wem kann ich vertrauen?“, „Der Himmel – wo ist er?“, „Was hält unsere Stadt zusammen?“

Fragen stellen statt Thesen aufzustellen. Das ist die Idee des Projekts „Thesentür Mannheim-Ludwigshafen“. Ein Jahr mit zwölf Fragen. Jeden Monat wechselt die Frage, die im Bogenfeld der Tür angepinnt ist. Nachdenken darüber, debattieren. Eine Notiz hinterlassen. Mit anderen diskutieren.

Über 40 dieser Türen sind in Mannheim und Ludwigshafen in Gemeinden, Krankenhäusern und Einrichtungen unterwegs. Sie laden zum Austausch ein. Ganz wie Martin Luther, der 1517 mit den 95 Thesen, die er an der Tür der Wittenberger Schlosskirche angebracht haben soll, Diskussionen initiierte.

Die mehr als zwei Meter hohen Holztüren entstanden in den Diakoniewerkstätten Rhein-Neckar auf der Vogelstang. Beschäftigte des Diakonievereins sorgten für satte Farben und brachten die Türen an ihren Bestimmungsort. Dort geben sie nun Denkanstöße zu elementaren Fragen.

Ab 8. Januar 2017 gibt es auch eine digitale Version der Thesentür, die von einem Team des Protestantischen Kirchenbezirks Ludwigshafen entwickelt wurde.

Bildunterschrift: Start der Thesentür im Gottesdienst zum Reformationstag Foto: Kirsten de Vos.

Pressemeldungen:

Start der Thesentür (31.10.2016)

Der Lack ist dran! (21.10.2016)