Einweihung Philippuskirche

Philippuskirche Mannheim

Wie aus dem Ei gepellt

Pilotprojekt Philippuskirche: Landesbischof weiht Kirche nach Umbau wieder ein

(Mannheim, 24.03.2008) Am Karsamstag, 22. März weihte Landesbischof Dr. Ulrich Fischer die komplett umgebaute evangelische Philippuskirche in Mannheim-Käfertal wieder ein. Als Pilotprojekt innerhalb der Landeskirche steht sie für die so genannte Gebäudeoptimierung, bei der vorhandene Flächen durch Umbauten optimaler genutzt werden. „Mit dieser Raumkonzeption erreichen wir eine effektive Nutzung“, beschrieb Dekan Günter Eitenmüller den 1,3 Mio. € teuren Umbau.

Ziel des Baumaßnahmen war die Optimierung des aus drei Gebäuden bestehenden Baubestands der Philippusgemeinde: Die Kirche wurde umgebaut zu einem barrierefrei erreichbaren Gemeindezentrum, das Kirchenraum, Gemeinderäume und Pfarrbüro beheimatet sowie im Untergeschoss auch die Tageseinrichtung für Kinder integriert. Das Gemeindehaus wurde an die serbisch-orthodoxe Gemeinde verkauft. Die Pfarrwohnung wird vermietet.

Wer künftig die Philippuskirche betritt, erlebt eine gänzlich neue Raumwirkung. Schon die Eingangssituation ist komplett anders: Der Zugang führt nun unter dem Kirchturm hindurch in das Gebäude, das alle Einheiten umschließt: im Untergeschoß befinden sich der durch große Fenster helle Kindergarten und das Pfarramt. Dieser Raumgewinn wurde durch eine pfiffige Idee erreicht: Der Erdhügel, über dem der Eingangsbereich liegt, wurde abgetragen und dadurch Platz für zusätzliche Räume geschaffen.

Der Kirchenraum selbst ist etwas verkürzt: unter der Empore ist nun eine Küche eingebaut, am anderen Raumende sind Garderobe und Stauräume untergebracht. Im Kirchenschiff sind die langen Bänke zu kürzeren Einheiten umgebaut worden, die herausnehmbar sind und anlassbezogen gruppiert werden können. Auf der Empore sind durch flexible Elemente voneinander getrennt mehrere Gruppenräume eingebaut, die im Sinne eines Gemeindehauses genutzt werden können. (dv)