Willkommen
... auf den Seiten der Erlösergemeinde in Mannheim Seckenheim.
Liebe Gemeindeglieder,
liebe Gäste in unserer Gemeinde,
nach dem langen und kalten Winter und dem etwas schwerfälligen Frühling bricht nun doch der Sommer mit Kraft hervor. Wer jetzt die Sonnenstrahlen auf dem Rathausplatz oder am Neckar genießt, könnte fast auf die Idee kommen, es herrsche ein wahrer Kinderboom. Wo man auch hinschaut: Strahlende junge Mütter, die stolz den Nachwuchs spazieren fahren. Strahlende Kinder, die endlich wieder draußen toben und spielen können. Wasserspielplätze und Schwimmbäder füllen sich und das Leben auf der Strasse wird für die Kleinen zum Alltag.
Auch in unserer Gemeinde ist in den nächsten Monaten viel geboten für Kinder und Familien: Neben den Krabbel- und Kindergottesdiensten laden wir ein zu einem Gottesdienst mit unseren beiden evangelischen Kindergärten, zum 1. Seckenheimer Kirchfest, sowie zum Rennbahngottesdienst und dem sommerlichen Kindermusical „Daniel“. Ich freue mich, dass wir auf diese Weise zeigen und erleben können, wie wichtig Kinder uns sind, und dass Jesu Aufforderung, sie in unsere Mitte zu lassen, keine Floskel bleibt.
Jesus übrigens lädt die Kinder nicht nur zu sich ein, um niemanden auszugrenzen. Er verweist darauf, dass wir – auch als Kinderlose - von und mit Kindern einiges Neues lernen können. Damit meine ich
nicht, wie man Windeln wechselt, wie man am besten Karottenflecken auf weißer Tapete abputzt oder wer Lillifee und Bob der Baumeister sind. Das natürlich auch, aber ich meine unseren Glauben.
Seit ich fühlen darf, wie überwältigend stark die Liebe zu den eigenen Kindern ist, verstehe ich einiges aus der Bibel anders. Diese Liebe, wie ich sie – und mit mir wohl die meisten Eltern – zu den eigenen Kindern verspüre, eröffnet mir erst, was es für uns heißt, wenn Jesus sagt, wir alle seien „Kinder Gottes“.
Gottes Liebe zu uns hat dann weniger mit Verstand, als mit dem angesprochenen Mutter- oder Vatergefühl zu tun. Und wenn wir das ernst nehmen, dann gibt es kein „wenn... dann“, dann müssen wir nichts leisten, um von Gott geliebt zu werden. Wenn wir darauf vertrauen, Kinder Gottes zu sein, dann dürfen wir daran glauben, nie allein gelassen zu werden, dann eröffnet „Kindsein“ ein neues Bewusstsein immer eine helfende Hand greifbar zu haben.
Sich als geliebtes Kind Gottes fühlen zu dürfen, ist ein befreiendes Lebensgefühl, das unseren Glauben von Zeit zur Zeit auch etwas naiver macht – und das ist manchmal ja gar nicht so schlecht.
Einen kinderreichen und gesegneten Sommer wünscht Ihnen
Ihre
Sabine Hannak
(Pfarrvikarin)