Etwas größer als 8 Quadratmeter ist die originalgetreu nachgebaute Gefängniszelle, die die Gefängnisseelsorge in ihrem Katholikentagsstand am Wasserturm aufgebaut hat. Sie ist immer voller Leute, die erleben möchten, wie sich solch ein Raum anfühlt.
"Wir sind Brückenbauer von drinnen nach draußen", sagt Gefängnisseelsorger Gerhard Ding, der gemeinsam mit seinen Kollegen aus nah und fern am Wasserturmplatz präsent ist. Die Leute fragen bei uns mit einem sehr ehrlichen Interesse nach, was es bedeutet, wenn Kirche im Knast aktiv ist. Und was wir dort tun. Und wie die Inhaftierten unsere Angebote und unsere Präsenz annehmen.
Tatsächlich ist deren Bedürfnis nach seelsorgerlicher Begleitung groß. Auch das Interesse der Stand-Besucher ist groß. "Die Leute gehen beim Thema Knast nicht auf Distanz - sie verurteilen die Verurteilten nicht. Im Gegenteil. Wir führen hier viele gute Gespräche über die Situation der Inhaftierten. Und darüber, wie wichtig es für unsere ökumenische Arbeit ist, eng mit der Kirche und der Gemeinde verbunden zu sein," erzählt Gerhard Ding.

[ Eintrag von: Ekma ]