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Ein ganz anderer Schultag

 

"Mal ´was anderes als Schule!" und "Alle haben angepackt." Dies sind Rückmeldungen von Schülern, die in der Vesperkiche in der CityKirche Konkordien einen ganz anderen Schultag erlebt haben.
"Und hinterher haben die Füße weh getan...", denn so viel auf den Beinen ist man im Schulalltag gewöhnlich nicht.

Und trotzdem, die Erfahrungen, die die Schülerinnen und Schüler an diesem Tag gemacht haben, hätten sie sicherlich sonst nirgens machen können.

Im Kirchenraum herrscht Betriebsamkeit. Es ist viel los. Jeden Tag helfen rund 50 Menschen. Einfach so, weil sie sich die Zeit dafür nehmen und gerne etwas mit anderen für andere tun.

Die 16.Vesperkirche in der CityKirche Konkordien, mitten in der Mannheimer Innenstadt, lebt vom Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Viele von ihnen kommen schon seit Jahren in die Vesperkirche und freuen sich auf diese Aufgabe.

Von 10 Uhr bis 15 Uhr sind sie gut beschäftigt.


 

Erfahrene, ältere Mitarbeiterinnen freuen sich über die Unterstützung durch die Schülerinnen und Schüler, die einen ganz anderen "Schultag" in der Vesperkirche erleben.

Gemeinsam packen sie an: Rund 500 Brötchen müssen für die Vesperbeutel belegt werden.

Gerne helfen die Schüler beim bedienen, auch wenn es eine anstrengende Aufgabe ist. Rund 480 Mittagessen werden ausgegeben.

Dies ist ein nicht immer einfach, denn die Gäste sind manchmal ungeduldig und hungrig und nicht alles sind freundlich und verständnisvoll, wenn es bei den ehrenamtlichen Helfern ´mal nicht ganz so schnell geht.
Trotzdem sind die Leitlinien für die Helfer klar: 
Allen Gästen wird freundlich begegnet.
Alle kommen dran und niemand geht hungrig hier aus der Kirche.

 

Egal ob arm oder reich.
Hier ist der Gast König und wird gut behandelt.

Dieser Leitgedanke ist wichtig für Gäste und Mitarbeiter.

Wissen doch alle, dass es nicht überall so für die Menschen ist, die als Gäste in die Vesperkirche kommen.

Hier sollen sich die Menschen wohl fühlen, wenigsten die drei Stunden an diesem Tag, in denen sie in der warmen Kirche sein können. Die Kirche wird zum Gasthaus und sogar ein süßes Stückchen gibt es zum Nachtisch.

Die Gastfreundschaft Gottes lässt sich nicht besser beschreiben, als mit diesem Gleichnis unserer Zeit. 

 

Sabine Ningel, Theologin und Oberstudienrätin am Liselotte-Gymnasium Mannheim

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