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"Gott und die Welt zusammen zu denken"

Dekan Ralph Hartmann wurde in seinen Dienst eingeführt

Am Sonntag, 22. April, hat Landesbischof Dr. Ulrich Fischer den neuen Dekan Ralph Hartmann in der CityKirche Konkordien in seinen Dienst eingeführt. Im Anschluss an den Festgottesdienst mit mehr als 800 Gästen überreichte Altdekan Günter Eitenmüller als symbolische Geste ein Steuerrad an seinen Nachfolger.

 

An die Grußworte von dem Vorsitzenden der Stadtsynode Friedhelm Klein, Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und Stadtdekan Karl Jung schloss sich ein genussreicher Empfang an: Im Kirchgarten kochte das  Ehepaar Werner und Petra Herr in einer Riesenpfanne "Coq au Riesling", zudem gab es ein von den Gemeinden zusammengestelltes Buffet und Musik vom "Reverend Krug-Trio" aus Mannheim.

 

Von Grenzen und Größe

Die Erwartungen an den neuen Dekan, so sagte Landesbischof Dr. Fischer in seiner Ansprache, seinen hoch: Gestaltungswille und Ideen, Organisationstalent und Impulse, Fähigkeit zu öffentlicher Einmischung und Kraft zu theologischer Klärung. Die Kraft für dieses "schwere Amt" könne Hartmann aus der Jahreslosung 2012 ziehen, die zugleich dessen Ordinationswort war: "Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig." Im Ja zur eigenen Schwäche läge echte Menschlichkeit und wahre Größe, so der Landesbischof. Wer eigene Grenzen eingestehe, bewahre Größe.

 

Authentisch und glaubwürdig mitten in der Gesellschaft

Bereits in den Monaten vor seinem Dienstantritt hat Ralph Hartmann die Bezirksgemeinde Mannheim mit ihren Potenzialen und Schwierigkeiten intensiv kennen gelernt. Welches Anforderungsprofil für Leitungsämter in der Kirche gelte, darüber sprach Dekan Hartmann in seiner Predigt. "Mit Überzeugungskraft, authentisch und glaubwürdig“ sollen sich die Leitungspersonen in den Dienst der Sache und der Aufgaben stellen. „Es ist unser Auftrag und unser Selbstverständnis, mitten in der Gesellschaft, mitten in der Stadt, mitten in den Stadtteilen und mitten im Leben präsent zu sein", sagte Hartmann. Es ginge darum, Orientierung zu geben, für Verbindlichkeit und Verlässlichkeit zu sorgen , "das Ganze im Blick zu halten" und "Gott und die Welt zusammen zu denken".

 

"Suchet der Stadt Bestes"

Die Suche nach Gerechtigkeit und - mit einem Bibelwort gesprochen - die Suche nach "der Stadt Bestes" verbinde die Stadt Mannheim mit der Kirche, betonte Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz in seinem Grußwort. Im partnerschaftlichen Miteinander sei dabei die „Stimme der evangelischen Kirche von ganz besonderem Gewicht“. Einen roten Katholikentags-Rucksack zum Sammeln von vielen auch ökumenischen "Aufbruchsgeschichten" brachte Stadtdekan Karl Jung als Geschenk mit. In der Ökumene habe "Mannheim eine Vorreiterrolle vielleicht in ganz Deutschland", sagte der Ehrendomkapitular.

 

Der Gottesdienst wurde musikalisch von der Konkordien-Kantorei unter Leitung von Heike Kiefner-Jesatko und an der Orgel von Landeskantor Johannes Michel begleitet. Die Mannheimer Pfarrerschaft trug ein Überraschungsständchen vor, der Bezirksbläserchor Mannheim-Weinheim sorgte ebenfalls für klangvolle Töne. (dv)

Lesen Sie hier die Predigt von Dekan Ralph Hartmann

Lesen Sie hier die Ansprache von Landesbischof Ulrich Fischer

Lesen Sie hier das Grußwort von Friedhelm Klein

Bilder von der Einführung von Dekan Ralph Hartmann

[ Eintrag von: Ekma ]

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