Schöpfungsleitlinien der evnagelischen Gemeinde in der Neckarstadt (erstellt März 2008 für die Melanchthongemeinde, inzwischen erweitert für die fusionierte Gemeinde 2010) 


    Präambel

    Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden,dass er ihn bebaute und bewahrte (1. Mose 2, 15)


    Wir verstehen Schöpfungsverantwortung als eine Kernaufgabe der Kirchen

    Wir glauben, dass wir diese Erde und unser Leben dem Wirken Gottes verdanken. Den Schöp­fungsauftrag, die Erde zu bebauen und zu bewahren, nehmen wir als Ganzes an. Deshalb betrachten wir den Schutz der Natur und der Umwelt als eine wichtige Aufgabe, die alle Bereiche kirchlichen Handels berührt.


    Wir achten das Lebensrecht der Menschen in anderen Regionen der Welt

    Wir wollen in der Melanchthongemeinde Mannheim/der Gemeinde in der Neckarstadt mit den Rohstoffen dieser Erde so umgehen, dass unsere Lebensqualität nicht Umweltzerstörung, Ungerechtigkeit und Armut in anderen Regionen der Einen Welt auslöst. Wir bevorzugen beim Einkauf fair gehandelte Produkte.


    Wir achten das Lebensrecht künftiger Generationen

    Wir berücksichtigen bei unserem Wirtschaften die begrenzte Regenerationsfähigkeit der Ökosysteme und die beschränkte Verfügbarkeit von Energievorräten ebenso wie die Sensibilität des Klimas für menschliche Einflüsse. Wir suchen Entscheidungen, deren Auswirkungen auch künftigen Generationen Raum zum Leben lassen.

    Die bei uns lebenden Kinder erhalten in besonderem Maße die Gelegenheit, sich mit der Schöpfung und ihrer Bewahrung ihrem Alter entsprechend auseinanderzusetzen.


    Wir achten das Lebensrecht unserer Mitgeschöpfe

    Die Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Pflanzen und Tieren und ihren Lebensräumen wollen wir bei unserem Wirtschaften schonen und in unseren Liegenschaften fördern.


    Wir wirtschaften dauerhaft umweltgerecht und sozial verträglich

    Wir suchen bei allen Vorhaben die Wege, die die Umwelt am wenigsten belasten und fördern nachhaltiges Wirtschaften. Dem schonenden Umgang mit Rohstoffen und Energie kommt dabei besondere Bedeutung zu. Wir vermeiden und verringern kontinuierlich Belastungen und Gefahren für die Umwelt. Über die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben hinaus setzen wir die bestverfügbare Technik ein, soweit dies wirtschaftlich vertretbar ist. Wir bevorzugen umweltfreundliche, insbesondere aus der Region stammende Produkte, Verfahren und Dienstleistungen. Bei der Auswahl unserer Geschäftspartner berücksichtigen wir ökologische Zielsetzungen.


    Wir handeln als lernende Solidargemeinschaft

    Als Instrument zur Umsetzung unserer Grundsätze führen wir ein Umweltmanagement­system ein, das einen kontinuierlichen Prozess von Gewahrwerden und Optimieren unserer Umweltwirkungen begründet. Wir erfassen und bewerten regelmäßig unsere Leistungen und Umweltauswirkungen, vereinbaren Handlungsprogramme und benennen Verantwortliche. Wir dokumentieren und überprüfen unsere Ergebnisse mit dem Ziel einer stetigen Verbesserung. Wir wollen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv in Umwelt­fragen mit einbeziehen, ihre Anregungen aufnehmen und berücksichtigen. Durch Aus- und Fortbildungsangebote möchten wir die persönlichen Kompetenzen fördern und auf diese Weise hohe Umwelt- und Qualitätsstandards erreichen. Insbesondere möchten wir die Kinder in unserem Kindergarten in einer ihrem Alter angemessenen Form in den Prozess einbeziehen, Umwelterziehung soll immer mit berücksichtigt werden. Alles in allem streben wir eine gemeinsame Arbeit an, die maßgeblich auf dem Umwelt- und Qualitätsbewusst­sein sowie dem Mitdenken und der Motivation aller Beteiligten aufbaut. Soweit irgend möglich, beziehen wir alle Gemeindeglieder durch Information, Gesprächsangebote und Einladung zur Mitarbeit in den Prozess ein.


    Als Gemeinde sind wir Teil der Gesellschaft

    Wir glauben, dass wir als Teil der Kirche in die Gesellschaft hineinwirken können. Wir informieren regelmäßig über unsere Umweltaktivitäten und suchen auch in Umweltfragen den Austausch mit den Menschen und Institutionen in unserem Stadtteil bzw. unserer Stadt. Wir sind offen für Kritik.

     

     

    Dokumente zum Werdegang des Grünen gockels an Melanchthon:

    Die Schöpfungsleitlinien zum herunterladen,

    und hier die Umwelterklärung, wie sie am 26.1.2009 vom Umweltgutachter Herrn Sperling (Deloitte Cert Umweltgutachter GmbH) für gültig erklärt wurde.