Diakoniekirche Plus (Lutherkirche)
Die Neckarstadtgemeinde ist diakonisch ausgerichtet und unterhält zusammen mit anderen Trägern in der Lutherkirche und dem angrenzenden Gemeindehaus die Diakoniekirche Plus
- Aktuelles
- Diakonisches Werk plant Beratungsstelle für Prostituierte
- Kinderkaufhaus Plus eröffnet
- Kirche findet Stadt: Neckarstadt stellt sich in Berlin vor
- Angebote an der Diakoniekirche
- Geschichte: Von der Lutherkirche zur Diakoniekirche
- Das große Plus: Hineinwirken in den Stadtteil
- Konzeption
- Zeitungsartikel und Berichte
Aktuelles
Diakonisches Werk plant Beratungsstelle für Prostituierte
Diakonisches Werk: Beratungs-Zentrum für Frauen in der Prostitution hat Domizil gefunden./ "Amalie" in der Draisstraße 1 - Anlaufstelle soll Schutz bieten
(Artikel im Mannheimer Morgen, 8.2.13, von Christine Maisch-Straub)
Ein Ort, der Prostituierten, die Opfer von Gewalt wurden, einen Schutzraum bietet. Ein Ort, wo die Frauen nicht nur medizinische Erstversorgung und soziale Beratung finden, sondern auch Menschen, die ihnen auf dem Weg zum Ausstieg helfen: Nach langer Suche hat das Diakonische Werk in der Draisstraße 1 Räume für die neue Beratungsstelle für Frauen in der Prostitution gefunden. In der Pattere-Wohnung in der Neckarstadt-West soll es nach aufwendigem Umbau auf 98 Quadratmeter Beratungs- und Arztzimmer sowie Bereiche für Mahlzeiten und Gespräche geben. Die Eröffnung ist im Sommer geplant. Der Name "Amalie" erinnert an die 1824 in Mannheim geborene Frauenrechtlerin, Schriftstellerin und aktive Unterstützerin der März-revolution Amalie Struve.Kein Zutritt für Männer
Und warum gerade in dem im März 1913 erbauten Haus Ecke Dammstraße/Draisstraße Schließlich hat es im Stadtteil bereits erste Bedenken gegeben. "Einwände gegen den Standort haben wir sehr ernst genommen, sagt Diakonie-Direktor Peter Hübinger auf "MM"-Anfrage. Die Räumlichkeiten lägen für die Frauen günstig in zentraler Nähe zur Lupinenstraße wie auch zum Neumarkt und der Mittelstraße. Somit sei Beratung direkt im Milieu möglich.
Ein wichtiger Aspekt sei auch die Nähe zur Diakoniekirche Plus (Lutherkirche) gewesen, in der es bereits eine Reihe von sozialen Beratungsangeboten gibt. Auch Pfarrer Dr. Vincenzo Petracca ist in Bezug auf die zukünftige Zusammenarbeit zuversichtlich: "Ich sehe darin die Chance von Synergieeffekten, die letztlich den Frauen zugutekommen". "Ein separater Eingang- und vor allem kein Zutritt für Männer gewährleisten, dass die Frauen hier Schutz und Ruhe finden", versichert Projektleiterin Julia Wege. Ein großer Aufenthaltsraum mit offener Küche, ein Arztzimmer, genügend Platz für vertrauliche Einzel-, aber auch für Gruppenbegegnungen, Wasch und Duschgelegenheiten sowie zwei Büros sollen das Beratungs-Angebot ergänzen.
Zusätzlich ist eine weitere Stelle für eine Sozialarbeiterin ausgeschrieben, die dann bald mit Streetwork-Arbeit beginnen soll. Es ist geplant, dass zwei hauptamtliche Mitarbeiter mit je einem 75 Prozent Deputat für die Beratung zuständig sind: "Außerdem wollen wir ehrenamtliche Helfer zur Unterstützung mit einbeziehen. Es haben sich sogar schon einige bei uns gemeldet."
Die Kosten für zwei Sozialarbeiterinnen, für die Verwaltung und Miete schätzt Peter Hübinger auf rund 200.000 Euro pro Jahr. Eine Anschubfinanzierung vom Land über 26.250 Euro ist bereits bewilligt, jeweils weitere 60.000 Euro für die Jahre 2013 und 2014 beantragt.
Nach langen Diskussionen über die Aufteilung des Betrages bekommen jetzt auf Initiative der Grünen die Diakonie und die Frauenbeauftragte 2013 nochmals jeweils 30.000 von der Stadt. In den Folgejahren gehen 35.000 Euro an die Diakonie-die in der Neckarstadt-West die niederschwellige Beratung "Amelie" anbietet- und 30.000 Euro an die Frauenbeauftragte. Bei der Lotteriestiftung "Aktion Mensch" hat Julia Wege bereits 80.000 Euro beantragt. Bereits seit einem Jahr arbeitet das Diakonische Werk an der Umsetzung des Projektes. Im letzten Jahr trafen sich die Teilnehmer des Runden Tischs Prostitution bestehend aus Vertreter von Polizei, dem Fachbereich Gesundheit, aus der Politik sowie von sozialen Organisationen acht Mal, um an der Planung mitzuwirken. Bei einer Ortsbegehung Anfang Januar besichtigten sie drei Mietobjekte in der Neckarstadt-West. Einige waren jedoch für die Frauen zu schwer zu erreichen. Oder so nah am Milieu, dass die Sozialarbeiter, die auch ein Kinderbetreuungsprojekt planen, davon abrieten. Die Wahl fiel jetzt endgültig auf die Draisstraße 1. Die Umbauarbeiten sind bereits in Gange.
Evangelische Kirche: Diakonisches Werk plant Anlaufstelle für Prostituierte/ "Verdrängen der Szene keine Lösung" - Hilfe für Frauen aus dem Milieu
(Artikel im Mannheimer Morgen, 17.1.12, von Christine Maisch-Straub)
Ein Café-Treff zum Reden, ein Mediziner, psychosoziale Unterstützung bei ungewollter Schwangerschaft und nach traumatisierenden Gewalterfahrungen. Fachkräfte, die Wege aus der Schuldenfalle aufzeigen und Frauen beraten, die in ihr Heimatland zurückgehen wollen: Das Diakonische Werk befasst sich seit einem Jahr mit dem Aufbau einer Anlaufstelle für Prostituierte (wir berichteten). 2013 soll sie in Zusammenarbeit mit der Diakoniekirche Plus und Pfarrer Dr. Vincenzo Petracca in der Neckarstadt-West eröffnen. Die Kosten für zwei Sozialarbeiter, für Verwaltung und Miete schätzt Diakonie-Direktor Peter Hübinger auf 200 000 Euro pro Jahr.
"Aus Schmuddelecke rausholen"
Eine stattliche Summe. Doch dass ein solches Angebot für die zweitgrößte Stadt Baden Württembergs, in der schätzungsweise bis zu 1200 prostituierte tätig sind, längst überfällig ist, davon sind alle Experten überzeugt. Allen voran Prof. Dr. Martin Albert vom Institut für Sozial-und Verhaltenswissenschaften der SRH Hochschule Heidelberg sowie Julia Wege, Projektleiterin der Diakonie-Beratungsstelle , die das wissenschaftliche Konzept für das Projekt erarbeitet haben. Für ihre Studie machten sie sich auch die Erfahrungen der bereits vorhandenen Beratungsstellen in Stuttgart, Heilbronn, Freiburg und Kehl zunutze. Fazit: "Fehlende Angebote können hohe Kosten verursachen." Überschuldung, Krankheiten sowie soziale Verwahrlosung und Abwertung einzelner Viertel, die wiederum für ein schlechtes Image der gesamten Stadt sorgen: "Bundesweit gibt es keine Stadt in vergleichbarer Größe, die keine Beratungsstelle hat:" Um Kräfte zu bündeln und Doppelplanungen zu vermeiden, hat die Diakonie für den 19. Januar zu einem Runden Tisch eingeladen. Schließlich stehen auf Antrag der Grünen im Etat 2012/2013 für die Beratung von Prostituierten 65000 Euro zur Verfügung.
"Besonders die Armutsprostitution in der Neckarstadt-West hat in der letzten Zeit stark zugenommen", so Professor Albert: "Überwiegend handelt es sich dort um junge Osteuropäerinnen." "Die oft geschlagen und zur Prostitution gezwungen werden", berichtet Peter Hübinger von Gesprächen mit Kolleginnen in Stuttgart, denn längst nicht jedes junge Mädchen verkaufe ihren Körper freiwillig. "Viele haben auch Kinder oder ernähren mit ihrem Geld einen ganzen Clan." "Sie bieten sich für fünf bis zehn Euro den Freiern an. Viele verhüten nicht und schützen sich auch nicht vor Aids", versichert Sozialarbeiterin Wege: "Sie sprechen kaum Deutsch, können sich nur schwer vom Einfluss ihrer Familien lösen und haben keine beruflichen Alternativen."
Zudem würden die Frauen "unter menschenunwürdigen Bedingungen" leben: "Sie teilen sich einen Raum mit mehreren anderen Frauen. In Kneipenhinterzimmern verkaufen sie ihren Körper." Die Beratungsstelle wolle "ein niederschwelliges, kultursensibles" Angebot machen:" Die Frauen sollen wissen: Wenn sie Hilfe brauchen, können sie sich an uns wenden."
Die Finanzierung erhofft sich Peter Hübinger aus Mitteln der Diakonie, der Stadt, des Landes sowie durch Sponsoren:" In Stuttgart gibt es davon eine ganze Menge."
Was Mannheim auf jeden Fall nicht brauche, seien "ordnungspolitische Maßnahmen". Die Rotlichtszene in andere Städte zu verdrängen, sei keine Lösung. "Wenn die Diakonie ihrem christlichen Auftrag gerecht werden will, dann darf sie die Problematik nicht verstecken, sondern muss sie aus der Schmuddelecke rausholen und muss sich für diese Menschen einsetzen."
Vorgesehener Zeitplan
Kinderkaufhaus Plus eröffnet
Kinderkaufhaus Plus an der Diakoniekirche, Lutherstr. 4, 68169 Mannheim
Öffnungszeiten: Mi 13-17 Uhr, Do 9-13 Uhr, Fr 9-17 Uhr
Kontakt und Informationen auch zu Sach- und Zeitspenden:
Martina Böffert und Andrea Reichert, Tel. 0621-46275270, kinderkaufhaus@diakonie-mannheim.de
Eröffnung am 29. Juni 2012
Benachteiligte Familien unterstützen, ihnen Teilhabe ermöglichen, Hilfe zur Selbsthilfe geben, günstige Einkäufe, Wissen und Erfahrung anbieten, den Transfer zwischen Überfluss und Mangel anregen, den Stadtteil aufwerten. Das Kinderkaufhaus Plus an der Diakoniekirche erweitert das dortige Angebot und setzt neue Akzente für Kinder und Familien. Am Freitag, 29. Juni 2012, 11.30 Uhr wurde es feierlich eröffnet.
Teilhabe ermöglichen
"Als Kirche reagieren wir auf das, was vor Ort gebraucht wird", betont Dekan Ralph Hartmann. "Wir wollen Kindern und ihren Familien ein wichtiges Stück Teilhabe ermöglichen." Daher erweitert die Diakoniekirche in der Neckarstadt-West ihren bisherigen Schwerpunkt Arbeitslosigkeit nun um den Schwerpunkt Kinder und ihre Familien. Damit werde das Angebot von "Aufwind-Mannheim e.V." ergänzt, das im Gemeindehaus seit Jahren zu Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Spielen einlädt und einen Treffpunkt auch für Eltern anbietet, sagt Gemeindepfarrer Vincenzo Petracca. "Wir wollen mit diesem sozialen Zentrum an der Diakoniekirche die Lebenssituation von finanziell und sozial schwachen Familien im Stadtteil konkret verbessern", betont Diakoniedirektor Peter Hübinger. Ein "Plu" sei dabei das umfassende Beratungs- und Begegnungsangebot.
"Geben - Nehmen - Weitergeben"
Dieser Dreiklang ist Motto des Kinderkaufhauses und sorgt für den Transfer von Überfluss und Mangel im Materiellen und im Erfahrungsbereich: Gespendete Schulsachen, Sportartikel, Spielzeug, Bücher, Spiele, Kleidung werden zu günstigen Preisen verkauft. Ein Berechtigungsschein ist nicht notwendig. Von-bis-Preise berücksichtigen, dass Familien unterschiedlich viel bezahlen können. Ein T-Shirt kostet somit "50 Cent bis 1 Euro".
Auch Wissen, Erfahrung von Familien und Ehrenamtlichen wird weitergegeben, Hilfe zur Selbsthilfe gefördert. Ab Herbst bieten zusätzlich Kurse und Beratungen praktisches Know-how, um mehr Teilhabe zu vermitteln: Wie funktionieren die PC-Lernprogramme, wo gibt es günstige oder kostenfreie Freizeitangebote. Die Ehrenamtlichen, die gemeinsam mit den beiden hauptamtlichen Mitarbeiterinnen Martina Böffert und Andrea Reichert im Kinderkaufhaus wirken, sind dabei wichtige Vermittler. "Wenn man miteinander ins Gespräch kommt und sich Lebenswelten begegnen, ergeben sich auch neue Netzwerke, die machen Familien so nicht haben", sagt Projektleiterin Ursula Igel vom Diakonischen Werk Mannheim. Bereits jetzt haben sich Ehrenamtlichen mit mehr als 300 Stunden eingebracht, haben Wände gestrichen, Regale aufgebaut, die Räume eingerichtet und sortieren die Spenden.
Eröffnung am 29. Juni: Kinder die Prominenten
Bei der Eröffnung des Kinderkaufhauses am 29. Juni waren Kinder die Prominenten. Nach der Andacht in der Diakoniekirche, bei der Dekan Ralph Hartmann, Pfarrer Vincenzo Petracca, Ursel Igel vom Diakonischen Werk und die Kinderkaufhaus-Mitarbeiterin Martina Böffert mitwirkten, gab es Grußworte von Peter Hübinger, dem Direktor des Diakonischen Werkes Mannheim, und der Stadträtin Gabriele Thirion-Brenneisen, dann ging der Einweihungszug von der Kirche zum Kinderkaufhaus. Vor dessen Eingangsbereich war ein Rotes Band gespannt, das feierlich durchgeschnitten wurde: von drei Kindern.
Das Kinderkaufhaus Plus ist ein Projekt des Diakonischen Werks Mannheim in Kooperation mit der Evangelischen Gemeinde in der Neckarstadt. Es wird gefördert durch die Evangelische Landeskirche Baden und Herzenssache e.V., die Kinderhilfsaktion von SWR, SR und Sparda-Bank.
Kirche findet Stadt: Neckarstadt stellt sich in Berlin vor
(Artikel im Mannheimer Morgen, 4.1.12, von Anke Philipp)
Mit einem eigens gebildeten Kooperationsprojekt hatten sie sich beworben: Nun stellten Caritasverband und Diakonisches Werk ihr "Ökumenisches Netzwerk Mannheim Neckarstadt" im Bundesbauministerium im Rahmen der bundesweiten Aktion "Kirche findet Stadt" (wir berichteten) vor. Nach der Rückkehr zeigen sich die Akteure beeindruckt von der Bandbreite sozialer Quartiersarbeit in Deutschland. Insgesamt wurden 125 Beispiele ausgewählt, die zeigen sollten, wie kirchliche Quartiersarbeit vor Ort funktioniert- eines davon das Neckarstadt-Netzwerk, ein Zusammenschluss der kirchlichen Quartiersarbeit in der Neckarstadt mit seinen vier Akteuren Caritasverband Mannheim, Quartierbüro Wohlgelegen und Diakoniekirche Plus.
"Es war schon toll, als eins von drei Projekten deutschlandweit ausgewählt worden zu sein. Ich fand es gut, dass Minister Ramsauer sich Zeit genommen hat", freut sich Regina Hertlein, Vorsitzende des Caritasverbandes, über den Auftritt. Sie war mit Pfarrer Dr. Vincenzo Petracca von der Diakoniekirche Plus und Benjamin Klingler vom Quartierbüro Wohlgelegen in die Hauptstadt gereist. Ihr Fazit: " Ich nehme mit, welch hohe Wertschätzung der Minister der Arbeit der Kirchen entgegenbringt. Es war ein deutliches Bekenntnis gegenüber dem, was wir als Kirchen in den Stadtteilen leisten. Caritas-Präsident Peter Neher, so berichtet sie, habe den Verkehrsminister eingeladen, ihm ein Projekt vor Ort zu zeigen, um darzustellen, was für nachhaltige Arbeit dort geleistet wird. Hertlein: "Dieser Einladung schließen wir uns gerne an."
"Ihr seid meine Engel"
Vincenzo Petracca erläuterte in Berlin die praktische Quartiersarbeit vor Ort an der Diakoniekirche Plus. Er betonte, dass das Zusammenspiel von Kirchengemeinde, Mannheimer Arbeitslosenzentrum, diakonischer Beratung und Kinderprojekt "Aufwind" für alle Seiten ein Gewinn sei. "Eindrücklich war für mich", so berichtet er, "dass ein Raunen durch den Saal ging, als ich erzählte, dass uns eine Arbeitslose am Tag zuvor gelobt hatte mit dem Satz, ihr seid meine Engel".Verkehrsminister Ramsauer betonte die "wichtige Rolle der Kirche bei der Stadtentwicklung". Er rief dazu auf, die Potenziale für eine sozial integrierte Stadtentwicklung besser zu nutzen. Für eine lebenswerte Stadt spiele eine aktive Bürgergesellschaft eine wesentliche Rolle. "Mit dem ökumenischen Projekt `Kirche findet Stadt` haben wir Akteure gefunden, die in ihren Gemeinden und Stadtteilen nachbarschaftliches Zusammenleben und aus christlicher Motivation heraus ihren Beitrag zur Gebietsentwicklung leisten", sagte Diakonie-Präsident Johannes Stockmeier. Caritas-Präsident Peter Neher ergänzte mit Blick auf die Öffnung der Kirchen in die Stadtteile hinein: "Gemeinsam mit anderen werden Probleme angegangen und nach Lösungen gesucht." Bereits im November 2011 hatte in Mannheim im Rahmen von "Kirche findet Stadt" eine erste Fachtagung zum Thema sozialräumliche Orientierung stattgefunden. Im März wird die Bundesakademie für Kirche und Diakonie eine Fachtagung zum Thema Quartiermanagement und Stadtteilentwicklung in der Diakoniekirche veranstalten. Eine weitere Veranstaltung zu diesem Thema wird es mit der Fachhochschule für Sozialwesen im November geben.
Kirche findet Stadt
Näheres: Kirche findet Stadt
Angebote an der Diakoniekirche

Ansprechpartner für die Diakoniekirche
Pfarrer Dr. Vincenzo Petracca Diakoniekirche Plus, Lutherstr. 2-4, 68169 MannheimRechts- und Sozialberatung für Arbeitslose und von Arbeitslosigkeit bedrohte Menschen
durch das Mannheimer Arbeitslosenzentrum (MAZ), kostenlos, Stefan Schliephake, Yvonne Galler, Terminvereinbarung: 0621/ 97 60 46 93, Diakoniekirche Plus (Lutherkirche) Mehr....Mietrechtliche Beratung
durch den Mieterverein e.V., kostenlos, Rechtsanwalt Alexander Sauer, Terminvereinbarung: 0621/ 97 60 46 93, Diakoniekirche Plus (Lutherkirche)Cafe Plus
Frühstück, Presse und Gespräche, Montag bis Freitag, 9:00 bis 13:00 Uhr, Kontakt: Martina Böffert, Diakoniekirche Plus (Lutherkirche)Computerraum
PCs für Arbeitssuche, Bewerbungen, Internet und Mails, kostenlos, Montag bis Freitag, 10:00 bis 14:00 Uhr, Kontakt: Thomas Reimann, Diakoniekirche Plus (Lutherkirche, Computerraum)Arbeitsgemeinschaft Digitale Bildbearbeitung
Dienstag, 14.30-16 Uhr, kostenlos, Ansprechperson: Thomas Reimann, Diakoniekirche Plus (Lutherkirche, Computerraum) Mehr....Mark & Pfennig
Lebensmittel für Menschen, die rechnen müssen, Donnerstag, 11:00 bis 13:00 Uhr, Kontakt: Martina Böffert, Diakoniekirche Plus (Lutherkirche)Suchtberatung
durch das Diakonische Werk, kostenlos, Donnerstag, 9-12 Uhr, kostenlos, Ansprechperson: Rüdiger Dunst(Kontakt: über Pfarramt), Diakoniekirche Plus (Gemeindehaus Lutherstr. 4, EG) Mehr....Aufwind Mannheim
Soziale Einrichtung gegen Kinderarmut, Kontakt: Stefan Semel , Diakoniekirche Plus (Gemeindehaus Lutherstr. 4, OG) Mehr....Johann-Peter-Hebel-Heim
Heilpädagogische Einrichtung zur Betreuung von Kindern aus nicht intakten Familien Mehr....MaDiTa
Mannheimer Dienstleistungs Tauschring, Donnerstag, 17:00 bis 19:00 Uhr, Kontakt: Ralf Kerz, Diakoniekirche Plus (Lutherkirche)Die Neckarstadtgemeinde unterhält am Standort Melanchthon ein weiteres diakonisches Projekt:
Kaffee und Kleider unterm Turm Mehr....
Geschichte: Von der Lutherkirche zur Diakoniekirche
1906 wurde die Lutherkirche mit 1.100 Sitzplätzen eröffnet. 100 Jahre später zählten die Menschen, die als Evangelische im Bereich der Lutherkirche wohnten, noch ca. 1.500. Der große Kirchenbau wirkte angesichts der kleinen Zahl an Menschen überdimensioniert. Seit 2003 hat sich die Gemeinde daher in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk diakonisch orientiert. Mit dem Einzug des Mannheimer Arbeitslosenzentrums (MAZ) und nachdem sich das Projekt Aufwind (in Kooperation mit dem Johann-Peter-Hebel-Heim) im Gemeindesaal angesiedelt hatte, bekam diese Ausrichtung konkrete Züge. Durch die großzügigen Spende des Investors Karl Wolf 2008 konnte die Kirche so umgebaut werden, dass das gemeindliche und diakonische Leben in die Kirche ziehen konnte. Die umgebaute Kirche wurde mit dem neuen Namen "Diakoniekirche Plus - Mannheim" am 27. Juni 2010 eingeweiht.
Mehr zur Geschichte
Das große Plus: Hineinwirken in den Stadtteil
In der Diakoniekirche sind die Beratungsräume des MAZ und des Diakonischen Werkes in den Seitenschiffen eingerichtet, durch Glas vom Kirchenraum abgetrennt. Ein ebenfalls durch Glaswände abgetrenntes Café im hinteren Teil der Kirche lädt zum Verweilen ein. Der Sakralraum mit Kirchenbänken, Taufstein, Altar, Kanzel und Orgel steht für die Feier von Gottesdiensten zur Verfügung. So kommen unter dem Kirchendach Verkündigung und diakonisches Handeln zusammen. Die Beratung ist für alle Menschen offen unabhängig davon, welcher Religion sie angehören.Aber die "Diakoniekirche Plus - Mannheim", wie das Ensemble offiziell heißt, bedeutet mehr als nur ein mulitunktional genutzter Kirchenraum, wie der Namensteil "Plus" schon andeutet: In der Kirche und im benachbarten Gemeindehaus wirken verschiedene diakonische und soziale Projekte zusammen, um Menschen möglichst gut zur Seite stehen zu können. Aufwind bietet einen Mittagstisch für Kinder aus Familien in schwierigen Lebenslagen, Eltern können Rat im MAZ suchen oder sich im Projekt "Würdig wohnen" über Möglichkeiten informieren, ihre Wohnsituation und nachbarschaftlichen Beziehungen zuverbessern. Das Johann-Peter-Hebel-Heim trägt sein Wissen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe bei.
Konzeption
Kirche der Tat und des Wortes
Die Diakoniekirche möchte in besonderer Weise eine Kirche der Tat und des Wortes sein. Aus diesem Grund verschmelzen im Namen bereits die Worte "Diakonie" und "Kirche" miteinander. Wir knüpfen damit an die Alte Kirche an, wo Diakonie und Verkündigung untrennbar zusammen gehörten.
Das Konzept ist: Während der Beratungen ist der Altar sichtbar. Sowie umgekehrt: Wir feiern Andachten und Gottesdienst umgeben von den Beratungsräumen. Wort und Tat sind nicht zu trennen und befruchten sich gegenseitig.
Netzwerk der Hilfe
An der Diakoniekirche wirken Kirche und Diakonisches Werk Plus soziale Projekte zusammen. Neben Seelsorge und Spiritualität bieten wir im Kirchenraum ein Arbeitslosencafe, Rechts-, Sozial-, Wohn- und Suchtberatung an, im Gemeindehaus setzen wir der Kinderarmut einen Mittagstisch entgegen. Durch das Netzwerk von diakonischen und freien Trägern eröffnen wir sozial Benachteiligten in einem Brennpunkt-Stadtteil Zugänge zum Gemeinwesen, zur Verwaltung und zur Kirche. Zugleich wollen wir den sozialpolitischen Diskurs in Mannheim fördern.Unser Blick weitet sich auf eine ganzheitliche Betreuung: Wir wollen zugleich materielle und seelische Hilfe geben. So verbinden wir Begegnung im Cafe mit Beratung in den Seitenschiffen, Fortbildung im PC-Raum und gemeindliches Leben in der Kirche. Das Ziel an der Diakoniekirche ist eine soziale, psychische und spirituelle Armutsbekämpfung.
Architektur
Architektonisch ist eine multifunktionale Kirche entstanden, die durch viel Glas sowohl den Charakter des unter Denkmalschutz stehenden Kirchengebäudes erhält als auch geeignet ist für die neue soziale Nutzung. Alter Kirchenraum und neue Nutzung werden kunstvoll verwoben. Begegnung und Beratung verstehen wir als eine Form des Gottesdienstes in der Welt.
Vision: 2. Bauabschnitt
Die Diakoniekirche ist in Betrieb, der Umbau ist indes noch nicht abgeschlossen. Der zweite Bauabschnitt, der aus finanziellen Gründen bisher verschoben werden musste, will die großen Emporen für die Diakoniekirche nutzbar machen. Unter dem prachtvollen Rosettenfenster soll ein verglaster Gemeinderaum entstehen, der in der kalten Jahreszeit als Winterkirche genutzt wird. Die Seitenemporen bleiben offen und werden einladend möbliert. Ein Platz für Kultur, denn in der Diakoniekirche sollen keine "Sonderwelt" entstehen, sondern sie soll zu einem Forum für Sozialpolitik werden. Bei Podiumsdiskussionen, Lesungen, Vorträgen, Konzerten, Theater und Ausstellungen sollen Arbeitslose, Berufstätige und Reiche sich begegnen und ins Gespräch kommen. Mehr zum 2. Bauabschnitt
Zeitungsartikel und Berichte
Artikel des Mannheimer Morgens über die Ausstellung "Kubanische Kunst in der Diakoniekirche" (17.07.2011)
Artikel der Stuttgarter Zeitung über die Diakoniekirche (04.04.2011)
Artikel der Rhein-Neckar-Zeitung zum 2. Bauabschnitt (12.2.2011)
Bericht über die Eröffnung der Diakoniekirche
Predigt zur Eröffnung der Diakoniekirche (Oberkirchenrat Gerhard Vicktor, 27. Juni 2010)
um 09.30 Uhr, Melanchthonkirche
GD mit Kantorei/Bläsern, Natho
um 11.00 Uhr, Lutherkirche
ökum. GD im Innenhof von Maria Frieden, Petracca
um 11.00 Uhr, Melanchthonkirche
ökum. GD im Innenhof von Maria Frieden, Petracca
19.05.2013 - Sonntag - 21:00 Uhr
Internationales Deutsches Turnfest
"Zwischen Himmel und Erde". Wort und Akrobatik in der Diakoniekirche
Während die internationale Turn-Elite in der Metropolregion zu Gast ist, zeigen Schülerinnen und Schüler am Pfingstsonntag, was alles "zwischen Himmel und Erde" möglich ist. Im Rahmen des Internationalen deutschen Turnfests tritt die Gruppe "Movimento" am 19. Mai um 21 Uhr mit ihrem Programm "Zwischen Himmel und Erde" in der Diakoniekirche auf.
05.06.2013 - Mittwoch - 19:00 Uhr
Neuer Konfirmationskurs
Anmeldetermin
Anmeldung für den Konfirmandenjahrgang 2013/14 ist am 5.6.2013 um 19 Uhr im Melanchthonhaus.
