Ortskirchgeld

DoctorKan - Fotolia.com

© DoctorKan / fotolia.com

Unterstützen Sie ihre Gemeinde! Sie hat viel zu bieten.

Das freiwillige Ortskirchgeld ist ein solidarischer Beitrag zur Finanzierung der Gemeindearbeit vor Ort. Die Gemeinden erbitten das Kirchgeld insbesondere von denjenigen Mitgliedern, die über ein regelmäßiges Einkommen verfügen, aber keine Kirchensteuer zahlen.

Gemeinden solidarisch finanzieren

Das Kirchgeld ist eine Spende. Ihre Gemeinde ist auf solche freiwillige Gaben angewiesen. Zwar trägt die Kirchensteuer seit über 100 Jahren die vielseitige kirchliche und diakonische Arbeit in unseren Kirchengemeinden, doch als Steuer ist sie direkt an die Lohn- und Einkommenssteuer gekoppelt. Nur wer Lohn- und Einkommenssteuer zahlt, zahlt somit auch Kirchensteuer. In der Evangelischen Kirche in Deutschland sind das momentan rund 34 Prozent der Kirchenmitglieder.

Im Zuge der allgemeinen Bevölkerungsentwicklung werden wir in den kommenden Jahren zunehmend ältere Menschen in unserer Gesellschaft und auch in unseren Gemeinden haben. Die meisten Rentnerinnen und Rentner müssen jedoch keine Kirchensteuer zahlen. So werden die Einnahmen aus der Kirchensteuer weiter sinken. In vielen Fällen decken sie heute in den Gemeinden nur die Fixkosten für die Gebäude und Angestellten (z.B. Pfarramtssekretärin und Hausmeister) ab.

Das freiwillige Ortskirchgeld ist die Möglichkeit, dass alle Mitglieder sich an der Finanzierung ihrer Gemeinde beteiligen können. Es trägt dazu bei, dass sich die Gemeinde weiter entwickeln oder ihre gewohnt gute Arbeit fortführen kann.

Ihre Kirchengemeinde weiß aufgrund des Steuergeheimnisses nicht, welche Mitglieder Kirchensteuer zahlen und welche nicht. Deswegen erhalten alle Mitglieder einen Brief, in dem für die jeweiligen Kirchgeldprojekte geworben wird. Zudem hoffen wir auf eine möglichst breite Unterstützung für unsere Projekte.

Das Geld bleibt vor Ort

Das Kirchgeld ist allein für Ihre Kirchengemeinde (Ortsgemeinde) bestimmt. Es kann für die unterschiedlichsten Bereiche eingesetzt werden. Zum Beispiel:

  • Soziale Projekte
  • Jugendarbeit
  • Konfirmandenfreizeiten
  • die Renovierung der Kirche und anderer Gebäude
  • die Beschaffung und Erneuerung von Einrichtungsgegenständen
  • die Reparatur der Orgel
  • Kindergottesdienst
  • Personalstellen
  • u.v.m.

Die Ortsgemeinde beschließt das Ortskirchgeld

Ob Ihre Gemeinde um Kirchgeld bittet und wo es am nötigsten gebraucht wird, entscheidet der Ältestenkreis Ihrer Gemeinde. In der Regel benennt er zwei oder drei Projekte, die im aktuellen Jahr unterstützt werden sollen. Er informiert Sie auch darüber, wie sich diese Projekte entwickeln. Selbstverständlich erhalten Sie eine Spendenquittung für Ihre Kirchgeldspende.

Mehr Informationen

Falls Sie mehr über das Kirchgeld erfahren möchten, wenden Sie sich entweder an das Pfarramt Ihrer Gemeinde oder an Pfarrer Sebastian Carp, Stabsstelle Fundraising, M 1,1a, 68161 Mannheim, Tel.: 0621-28000-120, E-Mail: fundraising-buero@ekma.de

www.kirchenfinanzen.de - Informationen rund um das Geld der Evangelischen Kirche

Den Text des Ortskirchgeldgesetz der Evangelischen Landeskirche in Baden (vom 24.4.2004) finden Sie hier: http://www.kirchenrecht-baden.de/showdocument/id/4411/orga_id/EKIBA/search/Kirchgeld