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„An Weihnachten feiern wir die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes.“

Lesen Sie hier das Wort von Dekan Ralph Hartmann.

„An Weihnachten feiern wir die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes.“

Menschenliebe und Mitmenschlichkeit

„Wann fängt Weihnachten an? Wenn der Schwache dem Starken die Schwäche vergibt. Wenn der Starke die Kräfte des Schwachen liebt. Wenn der Habewas mit dem Habenichts teilt … .“ So beginnt ein bekanntes Gedicht von Rolf Krenzer.
Die Geburt des Christkindes im dunklen Stall in Bethlehem durchbricht den Alltag der Hirten und ist das Ziel der weiten Reise der Weisen aus dem Morgenland. Die Geburt des Christkindes im dunklen Stall in Bethlehem durchbricht auch unseren Alltag: Lässt uns ahnen und spüren, dass das Leben seine Ankerpunkte in Freundlichkeit und Menschenliebe hat. Lässt uns schenken und spenden. Macht uns sensibel für die Not um uns. Befördert unsere Sehnsucht nach heilem Miteinander, nach Frieden und Zuwendung. Lässt manchen schmerzhaft spüren, was im Leben wirklich fehlt.
Diese Krippe im dunklen Stall ist der Flucht – und Ausgangspunkt für Menschenliebe und Mitmenschlichkeit. Wenn Gott, der Schöpfer allen Lebens und aller Dinge, sich in die Gestalt eines hilfsbedürftigen Kindes begibt, dann finden sich darin alle wieder, die selbst hilfsbedürftig sind. Sie dürfen auf Mitmenschlichkeit hoffen und auf Gerechtigkeit vertrauen.
Im Blick auf die Krippe begegnet uns die eigene Bedürftigkeit, das Sehnen nach Heimat und Zuhause, nach Familie und Freundschaft, die mein Leben tragen.
Wenn wir uns umschauen, dann sehen wir viel Gegeneinander. Kräfte, die Menschen verachten und das Gegeneinander schüren, statt uns zusammenrücken zu lassen.
„Wann fängt Weihnachten an? Wenn mitten im Dunkel ein winziges Licht, Geborgenheit, helles Leben verspricht. Und du zögerst nicht, sondern du gehst, so wie du bist, darauf zu. Dann, ja dann fängt Weihnachten an.“
An Weihnachten feiern wir die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, den Menschenfreund Jesus und den Geist des Miteinanders. Davon leben wir. Das sind die Kräfte, die wir brauchen und wenn wir sie gebrauchen …dann fängt Weihnachten an.
Dekan Ralph Hartmann

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