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Kita landunter

Wasserrohrbruch macht Innenstadt-Kita für Monate unbenutzbar. Kinder werden in anderen Kitas aufgenommen.

Kita landunter

(24.01.2018) Durch einen Wasserrohrbruch am Samstag, 20. Januar, ist die evangelische Kita T6 in der Mannheimer Innenstadt regelrecht unter Wasser gesetzt worden. Das Kita-Team und die dort betreuten 80 Kinder weichen ab Montag, 29. Januar, in drei andere evangelische Kitas aus. Die Eltern zeigen großes Verständnis für die Situation und die aufnehmenden Kitas viel Solidarität.

Nicht das Hochwasser, sondern ein Wasserrohrbruch im 1. OG der dreigeschossigen Kita in T6 sorgte für den Schaden: Rund 4.000 Liter Wasser strömten so lange durch das Bauwerk, setzten das 1. Obergeschoss, Erdgeschoss und Keller unter Wasser, bis es die Brandmeldezentrale erreichte. Diese schlug Alarm. Die Feuerwehr rückte an und war vier Stunden lang im Einsatz. Die Räume sind so stark durchnässt, dass sie für einige Monate nicht benutzbar sind. Die Ursache des Rohrbruchs wird derzeit von Fachleuten untersucht.

In der Kita T6 werden in drei Kita- und in zwei Krippengruppen insgesamt 80 Kinder von 17 Erzieherinnen betreut. Noch am Samstag informierten Kita-Leiterin Diana Rudakowski, ihre Stellvertreterin Kathrin Lopez Zanon und ihre Kollegin Annett Brachvogel alle Eltern über die Situation. „Wir waren ganz gerührt über die vielen freundlichen, verständnisvollen Reaktionen“, berichtet Diana Rudakowski, „denn immerhin mussten wir den Eltern ja sehr kurzfristig mitteilen, dass sich die Situation hier gravierend verändert hat und sie ihre Kinder nicht in die Kita bringen können.“ Einige Eltern boten sogleich ihre Mithilfe an, ein Kita-Junge brachte Schokolade für die Feuerleute vorbei. Noch bis Ende der Woche organisieren sich die Eltern selbst, schließen sich zusammen und finden Möglichkeiten, ihre Kinder gut zu versorgen.

Schnell organisierte Notfall-Auslagerung für 80 Kinder: Herzlich willkommen!

Ab Montag, 29. Januar, werden alle Kinder in drei anderen evangelischen Kitas betreut: In der Innenstadt-nahen Kita Hafenstraße (Jungbusch), in der Kita Melanchthonweg (Neckarstadt) sowie in der Kita Feldbergstraße (Niederfeld). Dort gehen die insgesamt fünf Gruppen jeweils mit den ihnen vertrauten Kita-Erzieherinnen aus T6 hin. „Wirklich herausfordernd war“, sagt Abteilungsleiterin Sabine Zehenter, die die Notfall-Auslagerung organisiert hat, „eine gute Lösung für Familien mit Geschwisterkindern zu finden, bei denen eines der Kinder in der Krippe und eines in einer Kita-Gruppe ist“. Um weite Fahrtwege zu vermeiden, können nun in der Kita Melanchthon schwerpunktmäßig für solche Geschwisterkonstellationen je eine Krippen- und eine Kita-Gruppe aufgenommen werden. In der Feldbergstraße ist eine weitere Krippengruppe und in der Hafenstraße zwei Kitagruppen untergebracht. Diese können in die Mehrzweckräume der Kitas ausweichen. „Es ist für uns und für die Kinder so wichtig und gut zu wissen, dass wir in allen drei Kitas rundum herzlich willkommen sind“, sagt Diana Rudakowski.

Viel Verständnis, große Solidarität

„Wir sind wirklich froh und dankbar, wie gut alle Betroffenen mit dieser Situation umgehen“, sagt Abteilungsleiterin Zehenter. Denn für die Kinder und die Eltern wie auch für die Kita-Teams ändern sich nicht nur die Wege, sondern auch der Alltag. Die aufnehmenden Kitas stellen den T6-Gruppen unter anderem ihre Mehrzweckräume zur Verfügung. „Es ist gut zu erleben, wie sehr sich alle in einer Notsituation helfen“, freut sich Zehenter, „da rückt man sprichwörtlich zusammen und teilt, was vorhanden ist.“ Ein großes Kompliment geht dabei an die T6-Kolleginnen um Kita-Leiterin Diana Rudakowski: „Sie haben sich an ihrem arbeitsfreien Wochenende mit voller Energie für eine gute Lösung eingesetzt“, sagt Zehenter. Der Dank gilt auch den aufnehmenden Kitas, die Raum schaffen für die T6-Gruppen und vor allem an die Eltern, die in den nächsten Monaten andere und auch weitere Wege zu den Kitas gehen. (dv)

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