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Solider Haushalt und Zukunftsprojekte

Stadtsynode

Solider Haushalt und Zukunftsprojekte

(30.04.2018) Stadtsynode: Doppelhaushalt, Kirchenwahl 2019 und bekenntnishaftes Radfahren waren Themen der Stadtsynode. Ralph Waibel wurde zum Vorsitzenden des Diakonieausschusses gewählt. Wilhelm Heucke-Scheller mit dem goldenen Kronenkreuz der Diakonie ausgezeichnet.

Der Doppelhaushalt war Hauptpunkt der Frühjahrssitzung der Evangelischen Kirche Mannheim, zu der die Synodalen am Freitag, 17. April in der Dreieinigkeitsgemeinde im Norden Mannheims zusammenkamen. Im Gottesdienst verabschiedete Dekan Ralph Hartmann den langjährigen Vorsitzenden des Diakonieausschusses Wilhelm Heucke-Scheller aus seinem Amt. Die Synodalen wählten in ihrer anschließenden Sitzung Ralph Waibel zu einem Nachfolger.

Die Stadtsynode beschloss den Doppelhaushalt 2018/29019 mit einem Gesamtvolumen von 138 Millionen Euro. Darin enthalten sind für das Diakonische Werk Mannheim 3,9 Mio. Euro (2018) und 3,8 Mio. Euro (2019), für die Sozialstationen für 2018 4,8 Mio. Euro.

Der Doppelhaushalt, sagte Prof. Dr. Ralph Daum, Vorsitzender des Finanz- und Personalausschusses, sei „ausgeglichen“. Dafür dankte er seinem Vorgänger Herbert Propfe, der den vorangegangenen langwierige Konsolidierungsprozess begleitet hatte. „Wir müssen nun für das laufende Geschäft keine Kredite mehr aufnehmen“, verkündete Daum. Für das Jahr 2018 sind 68.584,6 Mio. Euro eingeplant, für das Jahr 2019 70.251,5 Mio. Euro.

Darin enthalten sind zukunftsweisende Projekte wie der mit 100.000 Euro veranschlagte Klimaschutz sowie 280.000 Euro für die Kreativprozesse in den sieben Kooperationsregionen der Stadtgemeinde. Unverändert investiert die Evangelische Kirche viel in den Baubereich. „Allein für den Bauhaushalt“, so Daum, „nehmen wir 24,6 Millionen Euro in die Hand“. Sie fließen überwiegend in den Bereich der Kindertagesstätten, oftmals in Verbindung mit neu konzipierten Gemeindehäusern. Auch für Maßnahmen an und in Kirchgebäuden sind erhebliche Gelder eingeplant. Der Gesamthaushalt, der 500 Seiten umfasse und damit Anspruch und Transparenz gleichermaßen verdeutliche, führte Daum aus, sei beispielhaft gerade für den Bau-Bereich: „Wir haben zum ersten Mal eine wirklich belastbare mittelfristige Finanzplanung des Bauhaushaltes“.

Daum gab den Synodalen auch Bedenkenswertes mit auf den Weg: Das Steueraufkommen, das dem Bezirk von der Landeskirche zugewiesen werde, sei aktuell noch relativ konstant. Doch dort zeichneten sich einschneidende Änderungen ab. Denn künftig solle die Zuweisung noch stärker mitgliederbezogen erfolgen. Davon profitieren die ländlichen Regionen wegen des Bewohnerzuzugs. Auf die finanzielle Ausstattung der Großstädte mit ihrer Abwanderung und zugleich den besonderen Themen- und Problemlagen würde sich das negativ „spürbar auswirken“. Auch zeigte Daum die Verteilung der Haushaltsvolumina deutlich auf: So entfallen 71 % auf den Bereich der Kindertagesstätten, 11 % auf die Sozialstationen und jeweils 9 % auf das Diakonische Werk und auf die Pfarrgemeinden. „Ist das die Aufteilung, die wir als evangelische Kirche in Mannheim sehen?“ stellte er in den Raum.

„Wir sind demokratisch“

Die Vorbereitungen für die Kirchenwahl 2019 beginnen schon jetzt. Am 1. Dezember 2019 werden die neuen Ältestenkreise gewählt, aus denen heraus Kirche sich in den Gemeinden und in ihrer Gesamtheit gestaltet. Dekan Ralph Hartmann wünscht sich für diese Wahl viele „Alltagsheldinnen und -helden“, die sich aktiv mit einbringen wollen. „Diese Dienste und das Ehrenamt sind nicht nur für unsere Kirche wichtig, sondern für das Gemeinwesen unserer Stadt überhaupt“, betonte der Dekan. Für Kandidaten würden die Rechte, Aufgaben und der Aufwand transparent vermittelt, für die Gemeinden und die Wählenden der Ablauf so unkompliziert wie möglich organisiert. „Diese Wahl bedeutet uns viel. Denn wir sind stolz darauf, dass wir demokratisch aufgebaut sind und aus unserer Vielfalt leben.“

„Wir sind ökologisch unterwegs“

Gemeinsam mit Verwaltungsdirektor Steffen Jooß stellte Dekan Hartmann das Kirchenrad vor: Ökologisch und „sauber mobil sein“ sei damit ebenso möglich, wie bekenntnishaft unterwegs zu sein. Der Schriftzug „Kirchenrad“ auf dem Rahmen verdeutliche diese beiden Aspekte. Das in Deutschland hergestellte qualitativ hochwertige Rad, das mit und ohne E-Motor erhältlich ist, ist Teil der Klimaverantwortung, für das auch das Klimaschutzprojekt des Kirchenbezirks Mannnheim steht. Das Kirchenrad ist durch eine Sammelbestellung zu günstigen Sonderkonditionen erhältlich. Interessenten können in M1 eine Probefahrt mit dem Rad machen und bis 25. Mai von dieser Sammelbestellung profitieren.

„Wir sind dankbar“: Goldenes Kreuz der Diakonie für Wilhelm Heucke-Scheller

Seit Kindesbeinen ist er in der evangelischen Kirche aktiv. Seit 1992 bringt er sich im Ältestenkreis der Thomasgemeinde ein, seit 1995 ist der Vorsitzender des Diakonie-Ausschusses und seit 2001 als Ausschussvorsitzender auch Mitglied des Stadtkirchenrats. Nun hat Wilhelm Heucke-Scheller sein Amt niedergelegt, da er Interessenskonflikte wegen einer neu übernommenen Aufgabe bei einem Bauträger ausschließen möchte. Dekan Ralph Hartmann verabschiedete ihn im Gottesdienst und dankte ihm für die Leidenschaft und Umsicht, mit der er die Diakonie begleitet hatte und dabei stets die „Balance halten konnte zwischen der Tochter Diakonisches Werk und der Mutter Evangelische Kirche“, so Hartmann. Gemeinsam mit Matthias Weber, geschäftsführender Direktor des Diakonischen Werks Mannheim, zeichnete er Heucke-Scheller mit dem goldenen Kreuz der Diakonie aus. Weber beschrieb ihn als „aufrechten Menschen“, der „analytischen Verstand mit tiefem Glauben verbinde“. Heucke-Scheller bleibt aktiv im Ältestenkreis seiner Gemeinde, als Synodaler und als Konversionsbeauftragter der Evangelischen Kirche.

Ralph Waibel zum neuen Vorsitzenden des Diakonie-Ausschusses gewählt

Der Ruhestand des ehemaligen Leiters des Schifferkinderheims in Seckenheim währte nur kurz: Ralph Waibel ist dort wieder als kommissarischer Leiter aktiv. Mit großer Mehrheit wählten die Synodalen den in der Kirchengemeinde, im Stadtteil und auf kommunalpolitischer Ebene aktiven Waibel als Vorsitzenden des Bezirksdiakonieausschusses und zum Nachfolger von Wilhelm Heucke-Scheller. Das Amt als Diakonie-Ausschuss-Vorsitzender wird Waibel ab September 2018 antreten. Bis dahin ist der Synodale Claudius Kranz Interims-Vorsitzender.

Die nächste Synode findet am16. und 17. November 2018 statt. Dann wird das Klimaschutzprojekt vorgestellt und die Synodalen entscheiden über den Maßnahmenkatalog, der die Bereiche Gebäude, Mobilität und Einkauf umfasst. (dv)
Foto: Die Synode im Gemeindehaus der Dreifaltigkeitsgemeinde in Sandhofen (dv)

 

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