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„Gemeinsam auf dem Weg“

Pionierarbeit: Erstes Ökumenisches Kinderhaus der Quadratestadt ist eingeweiht

„Gemeinsam auf dem Weg“

(Mannheim 07.07.2018) Die beiden großen christlichen Kirchen in Mannheim haben mit der Einweihung des ökumenischen Kinderhauses am Samstag, 7. Juli, in Neuostheim gleich zwei Dinge deutlich gemacht: Sie bleiben im Kita-Bereich stark engagiert, wie der katholische Dekan Karl Jung betonte: „Wir ziehen an einem Strang und bündeln hier vor Ort unsere Kräfte, weil uns Kinder und Familien wichtig sind.“ Und, wie der evangelische Dekan Ralph Hartmann unterstrich, sie setzen ein starkes Zeichen für das ökumenische Miteinander: „Dieses gemeinsam geführte Kinderhaus ist ein Herzstück unseres mutigen ökumenischen Aufbruchs und ein Segen für die Kinder in Neuostheim." Stadtrat Bernd Kupfer, der die Grüße von Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz überbrachte, nannte das Projekt „ein zukunftsweisendes Modell, das Vorbild sein kann für andere.“

Wie ökumenische Zusammenarbeit von evangelischer Thomasgemeinde und katholischer Pfarrei St. Pius im Alltag aussieht, erlebten die Mitfeiernden schon beim festlichen ökumenischen Gottesdienst. Die Feier gestalteten mit den beiden Mannheimer Dekanen in der von beiden Konfessionen gemeinsam genutzten St. Pius-Kirche sowohl das ökumenische Kita-Team gemeinsam mit den Kindern als auch Gremienmitglieder der beiden seit über 40 Jahren eng verbundenen Gemeinden.

Der Geist, der trägt

„Gemeinsam auf dem Weg“ lautete das Motto der Einweihungsfeier mit anschließender Segnung der Kita-Räume. Den Geist, der dieses Haus trägt, verdeutlichen zwei von den Dekanen überreichte Geschenke: Zwei Kinderbibeln und ein Kreuz mit dem Gedicht von Dietrich Bonhoeffer „Von guten Mächten wunderbar geborgen“.

Im Gottesdienst beschrieben Hartmann und Jung, was eine christliche Kindertagesstätte ausmache: Bildlich gesprochen lege Gott in die Kita-Taschen eines jeden Kindes hinein, was es für das Leben brauche – Orientierung und Wegbegleiter. Es sei Gottes Hand, die ein jedes Geschöpf halte. Dieses Grundvertrauen und die Freude an der Neugierde werde in den konfessionellen Kitas weitervermittelt. Denn in jedes Kind seien besondere Gaben gelegt, die es zu wecken gelte.

Ein kleines Gebäude von großer Komplexität

5670 Minuten in 63 Sitzungen des Bauausschusses, die meist frühmorgens anberaumt waren, gehören ebenso zu diesem neu errichteten Kinderhaus wie das ökumenisch tiefgründig durchdachte pädagogische Konzept. Architekt Christian Franck sagte, er habe noch nie „ein so kleines Gebäude mit so großer Komplexität“ umgesetzt. Im Ökumenischen Kinderhaus Neuostheim entstanden innerhalb von zwei Jahren auf 910 Quadratmeter Nutzfläche zwölf Räume auf drei Stockwerken. Platz ist für insgesamt 84 Kinder in vier Gruppen und ein zehnköpfiges konfessionsgemischtes Team.

Dieses Kinderhaus wird in ökumenischer Zusammenarbeit der Katholischen Pfarrei St. Pius und der Evangelischen Thomasgemeinde in Mannheim Neuostheim und Neuhermsheim geführt. Träger ist die Katholische Seelsorgeeinheit Mannheim Johannes XXIII. Eingebunden ist die Kita in das Ökumenische Zentrum an der St. Pius-Kirche, die auch das „Ostkirchliche Zentrum Kyrill und Methodius“ beheimatet. (schu/dv)

Kontakt: Ökumenisches Kinderhaus Neuostheim, Böcklinstr. 55, 68163 Mannheim, Tel. 0621 / 413282, E-Mail: oekum.kinderhaus@kathma-johannes23.de

BU: Dekane und Kinder gemeinsam auf dem Weg in das Ökumenische Kinderhaus Neuostheim bei der feierlichen Einweihung. Bild: ekma.de

 

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