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Zum Abschluss: Ein Fest

Ökumenisches Projekt Flüchtlingspaten hat 27 Familien und 17 Einzelpersonen begleitet

Zum Abschluss: Ein Fest

(Mannheim 05.07.2018) Das von den Mannheimer Dekanen Ralph Hartmann und Karl Jung initiierte ökumenische Projekt „Flüchtlingspaten“ hat in den vergangenen drei Jahren 27 Familien und 17 Einzelpersonen intensiv betreut. Nun endet das Projekt mit einem Fest am Sonntag, 15. Juli ab 11 Uhr. Das Begegnungsfest auf der Kirchwiese der CityKirche Konkordien in R2 verbindet sich dabei mit dem Sommerfest der CityGemeinde Hafen-Konkordien.

Die Dekane Karl Jung und Ralph Hartmann freuen sich gemeinsam mit Projektleiterin Tatjana Briamonte-Geiser auf die Flüchtlingspaten und ihre Patenkinder. Die Helfenden und die beteiligten Gemeinden erhalten bei dieser Gelegenheit eine Dank-Urkunde. Im Anschluss an den Gottesdienst, der um 11 Uhr beginnt und die Predigtreihe „Sommer – ein Gedicht“ eröffnet, startet das kulturelle Programm, bei dem auch Musiker aus der Popakademie mitwirken. Für Kinder gibt es ein Unterhaltungsprogramm, die griechisch-orthodoxe Gemeinde bietet einen Flohmarkt an.

Mit christlicher Nächstenliebe eine gesellschaftliche Herausforderung gestalten

Die Not sehen und mit konkretem Handeln reagieren. Haupt- und ehrenamtliche aus den evangelischen und katholischen Gemeinden Mannheims waren seit Herbst 2015 aufgerufen, Neuankömmlingen dabei zu helfen, in Mannheim eine neue Heimat zu finden. Sie unterstützten die Menschen mit Wohnraum, Hilfen im Alltag und als Ansprechpartner. „Diese so überaus engagiert Helfenden“, sind sich Dekan Hartmann und Jung einig, „haben das Projekt mit Leben gefüllt.“ Ihnen und der umsichtigen Projektleiterin gelte ihr herzlicher Dank. Denn die Paten haben nicht nur Wohnraum zur Verfügung gestellt, Renovierungs- und Umzugsarbeiten geleistet, Deutschunterricht erteilt, bei Ämtergängen begleitet, Cafés und Treffen eingerichtet, Kuchen gebacken oder Spenden gesammelt, sondern vor allem ihre Arme geöffnet und ihre Herzen weit gemacht. Sie haben Menschen aus anderen Ländern in ihrer Mitte aufgenommen und ihnen ein neues Zuhause gegeben.

Überwältigendes Engagement

Die Helfenden „haben ihre anspruchsvolle Betreuungsarbeit mit überwältigendem Engagement, mit Kreativität, Ausdauer und viel Herz gefüllt“, fasst Projektleiterin Tatjana Briamonte-Geiser zusammen. Sie war das Scharnier zwischen Geflüchteten, Gemeinden, Paten, Ehrenamtlichen, Behörden und Privatpersonen. Sie half schnell und unbürokratisch und war auch bei der Vermittlung in Praktika, Freiwilligendienst und Studium behilflich. „Ankommen gelingt, wenn alle an einem Strang ziehen“, fasst Briamonte-Geiser zusammen.

Im September 2015 initiierten die Dekane Ralph Hartmann und Karl Jung das ökumenische Projekt „Flüchtlingspaten“. Ziel war, die Integration von Flüchtlingen, die dauerhaft bleiben können, nachhaltig mitzugestalten. Dazu konnten sich evangelische und katholische Gemeinden als Paten einbringen. Zur Finanzierung des Projekts stellten die Evangelische und die Katholische Kirche Mannheim aus dem Etat des Ökumenischen Kirchentags 150.000 Euro zur Verfügung.

Das Projekt als solches ist nun beendet, die Patenschaften und das Engagement füreinander gehen weiter. Die Betreuung erfolgt in Zukunft auf evangelischer Seite durch das Diakonische Werk und auf katholischer Seite durch den Caritasverband.

Bildunterschrift: Projektleiterin Tatjana Briamonte-Geiser ist das Gesicht des Ökumenischen Projekts Flüchtlingspaten: In den vergangenen drei Jahren hat sie Helfende und Hilfesuchende zusammengebracht. Foto: ekma/dv (dv/schu)

 

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