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Von Indien auf den Almenhof

Ab 1. September ist Martina Egenlauf-Linner Pfarrerin in der Markusgemeinde. Einführungsgottesdienst am 16. September durch Dekan Hartmann.

Von Indien auf den Almenhof

(10.08.2018, Mannheim) Wenn sie am 1. September ihren Dienst in der Markusgemeinde aufnimmt, beginnt sie dort als neue Pfarrerin, doch in Mannheim ist sie eine im besten Sinne Altbekannte: Martina Egenlauf-Linner, die vor ihrem Sabbat-Jahr, das am 31. August endet, in der Thomasgemeinde und als Dekan-Stellvertreterin aktiv war, arbeitet künftig in Mannheim-Almenhof: Am Sonntag, 16. September, 17 Uhr, wird sie in der Markuskirche von Dekan Ralph Hartmann in einem Festgottesdienst in ihren Diü,ienst eingeführt.

Das Motto der Feierlichkeit passt zum beruflichen Weg von Pfarrerin Martina Egenlauf-Linner: „Vertraut den neuen Wegen“. Denn vertrauensvoll auf Gottes Wegen unterwegs zu sein, prägt ihren Werdegang. Dieser führte sie während ihrer Sabbat-Zeit nach Indien, wo sie in den 1990er Jahren gearbeitet hatte. Die letzten acht Wochen hat sie dort verbracht.

„Tief beeindruckt hat mich wieder die Selbstverständlichkeit, mit der dort Christen, Muslime und Hindus gemeinsam beten, ohne dass die Religionszugehörigkeit dabei eine Rolle spielt“, erzählt sie. Zu diesem Miteinander passt ein Satz, der im indischen Pune auf eine Wand geschrieben war: „Ist Gott nicht größer, als dass ihn eine Religion für sich alleine beanspruchen könnte?“

Eine andere Perspektive einnehmen, sich auf Neues einlassen und Erfahrungen für das eigene Handeln fruchtbar machen, darauf nimmt sie nun auch zu ihrem neuen Einsatzort mit. „Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit der Gemeinde das Kirchesein rund um die Markuskirche und darüber hinaus in die Region hinein zu gestalten.“

Sie war neben ihrer Tätigkeit als Gemeindepfarrerin lange Jahre Polizeipfarrerin für das Polizeipräsidium Mannheim und von 2013 bis 2017 als erste Frau in diesem Amt Stellvertreterin des evangelischen Dekans in Mannheim. Unverändert gehört sie zum Team der Notfallseelsorge. Vor ihrer Sabbat-Auszeit war sie 15 Jahre lang in der Thomasgemeinde Neuostheim-Neuhermsheim aktiv. Zu den großen Projekten in dieser Amtszeit zählt der Neubau des Evangelischen Gemeindezentrums Neuhermsheim. Nach dem doppelten Wasserschaden, der die Thomaskirche in Neuostheim unbenutzbar machte, gehörte sie dem Team an, das die Grundkonzeption für das ökumenische Zentrum an St. Pius erarbeitete. Dort wurde kürzlich das erste ökumenische Kinderhaus in Mannheim eröffnet. Auch das 2018 eingeweihte ThomasCarree neben der Thomaskirche, mit dem die Evangelische Gemeinde Maßstäbe in der Altenbetreuung setzt, entstand während ihrer Amtszeit. Projekte geht sie mit Herzblut an. Dazu zählen besonders die Seelsorge und die Arbeit in der Gemeinde.

Zum 1.9.2018 wechselt Martina Egenlauf-Linner in die Markusgemeinde. Die Gemeinde mit ihren rund 2.200 Mitgliedern gehört gemeinsam mit der Lukas-, Johannis- und der Matthäusgemeinde zur Kooperatiosregion Almenhof-Lindenhof-Neckarau.

Info: Das Sabbat-Jahr, eigentlich Sabbaturlaub, ist ein Angebot der Kirche an ihre Pfarrerinnen und Pfarrer, das ein Mal genutzt werden kann. Der Sabbaturlaub beträgt sechs oder zwölf Monate und kann zum 1. März oder 1. September eines Jahres angetreten werden. Das Angebot beruht auf einer Ansparzeit, in der bei verringerten Bezügen der volle Dienst geleistet wird. Der Ausgleich dafür erfolgt in zusätzlichem Urlaub (Sabbaturlaub). (dv)

 

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