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"Wir brauchen keine schnelle Lösung, sondern eine gute“

Dekan Hartmann und Aufsichtsratsvorsitzender Waibel ziehen Bilanz

"Wir brauchen keine schnelle Lösung, sondern eine gute“

(14.09.2018) Dekan Ralph Hartmann und neuer Vorsitzender des Aufsichtsrats des Diakonischen Werkes Ralph Waibel, nahmen bei einem außerordentlichen Pressegespräch zum Sachstand ausführlich Stellung und gaben Ausblick. „Wir wollen aus diesem Prozess gestärkt hervorgehen, selbstkritisch und offen, um neue Wege beschreiten zu können.“
Anlass und Hintergrund bildeten die Kündigung des kaufmännischen Direktors Helmut Bühler im August, sowie der darauffolgende Rücktritt des geschäftsführenden Direktors Matthias Weber am vergangenen Mittwoch.

Konstruktiv eine neue Sicht auf die Dinge gewinnen

„Meinen Respekt gegenüber der Entscheidung von Herr Weber den Sachstand klar zu identifizieren und einen unbelasteten Neuanfang zu ermöglichen“, betont Dekan Ralph Hartmann, „Denn nur ein unbelasteter Neuanfang kann gelingen.“

Ralph Waibel schließt sich den Äußerungen Dekan Hartmanns an. Auch er steht der Entscheidung sachlich und respektvoll gegenüber. „Ich respektiere die Entscheidung von Herrn Weber. Ein Neuanfang ist eine Chance für unser Diakonisches Werk, denn es hat jetzt eine neue Perspektive verdient.“ Waibel, der erst seit 1. September im Amt ist, wurde schon sehr früh indie Verhandlungen mit eingebunden. Intensive Gespräche mit Mitarbeitenden der Abteilungsleitung und Gremien laufen derzeit. „Wir führen sehr viele Gespräche, sitzen viele Stunden zusammen um den Sachstand zu ventilieren und alle Nuancen abzuklopfen.“

Der anfängliche zukunftsweisenden Plan, eine Doppelspitze aus Kaufmann und Theologe zu bilden, müsse eben nicht nur neujustiert werden, sondern es sollten auch die Schwachstellen aufrichtig und selbstreflektiert erörtert werden. „Um mit Bedacht und reiflicher Überlegung daraus zu lernen und gewachsen hervorzutreten“, so berichtet Hartmann weiter.

Die Doppelspitze ist im Frühjahr 2017 mit viel Ambition gestartet. Offen aber auch kritisch stehe man dem Konstrukt gegenüber: „Weil es Differenzen im Innenverhältnis gab“, so gibt Dekan Hartmann deutlich zu verstehen. „Zum Zeitpunkt des Erkennens haben wir umgehend einen begleitenden Mediationsprozess initiiert.“

Lösung muss sitzen

Mitte November solle es eine Entscheidung darüber geben, wie die Chefspitze ab Januar nächsten Jahres aussehen soll. Die Idee für einen Neuanfang müsse wachsen und brauche Zeit, gibt Waibel zu verstehen. Denn die „Lösung, die nun kommt, muss sitzen“, so Dekan Hartmann. (JeLa)

Foto DW/EKMA

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