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60 Jahre Brot für die Welt

Evangelische Kirche: Mannheimer Gemeinden sammeln an den Adventssonntagen und an Heiligabend für ein Bildungsprojekt in Sierra Leone

60 Jahre Brot für die Welt

(26.11.2018) Am 1. Advent startet die 60. Aktion von „Brot für die Welt“. Das evangelische Hilfswerk engagiert sich seit 1959 für die Ausgegrenzten und Bedürftigen in der Welt. Die Mannheimer Gemeinden sammeln in diesem Jahr mit dem Motto „In die Zukunft investieren“ für ein Bildungsprojekt in Sierra Leone, damit dort mehr Kinder die Schule besuchen können.

„Glaube und soziales Handeln gehören untrennbar zusammen“, sagt Dekan Ralph Hartmann. „Mit unserer Arbeit wirken wir ganz konkret hier vor Ort in Mannheim, doch haben wir auch die Situation der Menschen in dieser Welt im Blick.“ Die evangelische Hilfsaktion „Brot für die Welt“ ist in den Kirchen fest verankert. Das wird im Advent und zu Weihnachten besonders deutlich, wenn in den Gemeinden Spenden gesammelt werden. In Baden ist die Hilfsbereitschaft besonders hoch. Im letzten Jahr spendeten Menschen aus Baden für „Brot für die Welt“ insgesamt 4,6 Millionen Euro. Davon kamen 2,6 Millionen Euro in den evangelischen Gemeinden zusammen, mit 2 Millionen Euro unterstützten Direktspender die Aktion.

„Für Bildung und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen setzen wir uns in Mannheim ganz konkret beispielsweise mit unserer KinderVesperkirche und dem Kinderkaufhaus an der DiakoniekircheLuther ein“, sagt Dekan Hartmann. „Wir danken schon heute allen, die Brot für die Welt unterstützen, damit Eltern in Sierra Leone ihre Kinder in die Schule gehen lassen können statt sie zur Kinderarbeit schicken zu müssen. Denn Bildung ist weltweit eine Investitionin die Zukunft.“

Schulbildung statt Kinderarbeit

Die Mannheimer Gemeinden sammeln für ein Projekt in dem westafrikanischen Land Sierra Leone, das die Lebensgrundlagen der Familien und damit die Schulbildung von Kindern unterstützt. Die Partnerorganisation SIGA bietet dort Berufsausbildung für Jugendliche sowie Kurse in Landwirtschaft für die Erwachsenen eines ganzen Dorfes. Das hilft den Familien, nach dem verheerenden Bürgerkrieg (1991-2002) und der Ebola-Epidemie (2014-2016) wieder auf eigenen Füßen zu stehen und gut für die Familien sorgen zu können. Das stärkt die Dorfgemeinschaft und ermöglicht es Kindern, die Schule zu besuchen statt für den Lebensunterhalt der Familie mitschuften zu müssen.

Schulutensilien für ein Kind mit zwei Schuluniformen, einer Tasche, 24 Heften, Büchern, Geometrie-Set sowie Stiften kosten beispielweise 50 Euro. Eine Spende von 90 Euro bietet 50 Bäuerinnen Gemüsesamen, um Gurken, Tomaten, Paprika, Okra und Auberginen anzubauen. Eine Spende von 180 Euro sichert das Reis-Saatgut für zehn Kleinbauernfamilien.

Info: „Brot für die Welt“ ist eine Aktion der kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit. Sie wurde 1959 gegründet und wird alljährlicham 1. Advent gestartet. Träger sind alle evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland. Unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ fördert die Aktion jährlich mehr als 2.000 Projekte und Programme in Übersee.
Spendenkonto: Bank für Kirche und Diakonie, IBAN: DE10100610060500500500, BIC: GENODED1KDB www.brot-fuer-die-welt.de(dv)

 

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