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Tag des Notrufs 112

Wenn die Blaulichtdienste rufen: Team der Notfallseelsorge leistet Erste Hilfe für Menschen in Extremsituationen. Initiative der Mannheimer Firma Lochbühler unterstützt die Notfallseelsorge mit 2000 Euro

Tag des Notrufs 112

(11.02.2019, Mannheim) Wenn der Notruf 112 erklingt, rücken die Blaulicht-Rettungsdienste aus. Oftmals wird von ihnen die Notfallseelsorge hinzugerufen, wenn es gilt, Menschen in Extremsituationen beizustehen. Denn wenn Unglücke wie ein Blitz aus heiterem Himmel in das Leben einbrechen, braucht die Seele erste Hilfe. Dann stehen die Männer und Frauen von der Notfallseelsorge den Angehörigen und auch den Helfenden bei. Die Mannheimer Firma Lochbühler hat die ehrenamtliche Arbeit des Notfallseelsorge-Teams mit dem Erlös einer Veranstaltung im Seckenheimer Wasserturm unterstützt und eine Spende von 2.000 Euro überreicht.

„Rock im Wasserturm“ heißt eine neue Konzertreihe, die die Familie Lochbühler ins Leben gerufen hat. Für die beiden Rockbands als Protagonisten der Veranstaltungspremiere war es ebenso eine Selbstverständlichkeit wie für den Caterer des Abends, den Betreiber des "Badischen Hofs" in Seckenheim, den Erlös dieses kleinen, feinen Konzerts einer Institution zu übergeben, die sich ehrenamtlich für Menschen einsetzt, die sich plötzlich in Grenzbereichen des Lebens wiederfinden.

„In der Notfallseelsorge geht es oft darum, Ohnmacht und menschlichen Grenzen auszuhalten“, sagt Claudia Krüger, Koordinatorin der ökumenischen Notfallseelsorge. Das Team der Notfallseelsorge arbeitet ehrenamtlich. „Die Spende soll das Ehrenamt bei der Notfallseelsorge stärken. Das ist uns wichtig“, sagte Annette Lochbühler bei der Spendenübergabe im Seckenheimer Wasserturm. Die Spende ermöglicht es, alle Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger mit einheitlichen Softshelljacken für die Einsätze im häuslichen Umfeld auszurüsten. „Diese Unterstützung ist uns sehr wichtig“, so Krüger, „denn solche Zeichen von Wertschätzung motivieren die Mitglieder der Notfallseelsorge immer wieder aufs Neue.“

Das Team der Notfallseelsorge umfasst inzwischen beinahe dreißig gut ausgebildete Personen, Mitarbeitende der evangelischen und der katholischen Kirche, städtische Angestellte und auch Menschen aus ganz anderen beruflichen Feldern. Alle verrichten diesen Dienst zusätzlich zu ihren regulären Aufgaben: Ihr Dienst in der Notfallseelsorge ist ein Ehrenamt.

Je zwei Seelsorger sind rund um die Uhr in Rufbereitschaft. Sie können von der Polizei, der Feuerwehr oder den Rettungsdiensten hinzu gerufen werden, um Menschen in Extremsituationen zu begleiten, zu informieren, zu trösten, zu stärken oder um mit ihnen auch oftmals einfach Ohnmacht auszuhalten. Die Notfallseelsorge ist für die gesamte Stadtgesellschaft da und hat pro Jahr rund 100 Einsätze.

Bildunterschrift: Die Firma Lochbühler unterstützt die Arbeit der ökumenischen Notfallseelsorge. (v.l.n.r.): Pfarrer Helmut Krüger, Michael Senn, Rainer Harksen, Notfallseelsorge-Koordinatorin Claudia Krügerund Andreas Lochbühler bei der Spendenübergabe. Foto: ekma (dv)

 

 

 

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