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Expertinnenbesuch für Deutschen Kita-Preis 2019

Evangelisches Eltern-Kind-Zentrum Kieselgrund wird für die Jury-Entscheidung drei Tage lang von einem Expertinnen-Team besucht

Expertinnenbesuch für Deutschen Kita-Preis 2019

(21.02.2019, Mannheim) Es bleibt spannend auf dem Weg zur Preisverleihung beim Deutschen Kita-Preis 2019. Derzeit wird die Jury-Entscheidung intensiv vorbereitet. Welchen der Preise der einzige Finalist aus Baden-Württemberg, das evangelische Eltern-Kind-Zentrum Kieselgrund aus Mannheim-Hochstätt erhält, wird erst bei der Preisverleihung am 13. Mai in Berlin bekanntgegeben.

Zwei Fachfrauen sind derzeit für die Jury Deutscher Kita-Preis 2019 im evangelischen Eltern-Kind-Zentrum Kieselgrund. Insgesamt drei Tage erleben sie vor Ort den Alltag, sprechen mit Eltern, dem Team und dem Träger. Ihr Bericht ist eine weitere Grundlage, auf der die Jury entscheiden wird, in welchen Kategorien die zehn Finalisten am 13. Mai in Berlin ausgezeichnet werden. Insgesamt haben sich 1.400 Einrichtungen für den Deutschen Kita-Preis 2019 beworben: Von den 25 Nominierten hat es das evangelische Eltern-Kind-Zentrum Kieselgrund aus Mannheim-Hochstätt als einzige Einrichtung Baden-Württembergs in den Kreis der zehn Finalisten geschafft. „Es bleibt spannend“, sagt Sabine Zehenter, Abteilungsleiterin Tageseinrichtungen für Kinder der Evangelischen Kirche Mannheim. Gemeinsam mit dem gesamten Kieselgrund-Team und mit Verwaltungsdirektor Steffen Jooß fährt sie nach Berlin zur feierlichen Preisverleihung. „Wir freuen uns über jeden Preis“, so Zehenter, „in diesem ausgewählten Kreis mit dabei zu sein, ist schon eine Auszeichnung.“

Das Team, berichtet die Leiterin Claudia Hauschild, ist voller Vorfreude auf die Berlin-Fahrt. Die Wertschätzung sei eine zusätzliche Motivation für die 20 Fachfrauen und zwei Fachmänner. Gemeinsam betreuen sie 60 Kita- und 20 Krippenkinder in durchgängig Ganztagsplätzen mit Vollversorgung. Die besonderen Herausforderungen, erläutert Hauschild, lägen im Stadtteil vor allem in der schwierigen finanziellen Situation der Familien. Dadurch bedingt leben viele räumlich sehr beengt. So weiß sie von einer sechsköpfigen Familie, die in einer Zweizimmerwohnung lebt. „Wenn wir das wissen, können wir den Bedarf der Familie und der Kinder viel besser einschätzen“, so Hauschild. Hilfreich ist, dass die Kita-Fachkräfte die Familien zu Hause besuchen. „Dort sind die Väter und Mütter entspannter und lassen uns gerne Anteil daran haben, wie sie wohnen und leben“. Durch das gute Vertrauensverhältnis zu den Vätern und Müttern ist es möglich, auch sensible Themen anzusprechen wie beispielsweise einen Förderbedarf. Inzwischen kommen zwei Fachkräfte der städtischen Frühförderstelle einmal pro Woche in die Einrichtung, um dort mit acht bis zehn Kindern zu arbeiten. „So können wir die Eltern stärken und die Kinder auf ihrem Weg unterstützen“, sagt Hauschild.

Deutscher Kita-Preis: Qualität und Wertschätzung sichtbar machen

„Uns ist es wichtig zu zeigen, wie hoch die Qualität in den Kitas ist“, betont Aleksandra Bielesza von der Internationalen Akademie Berlin (INA). „Wir wollen diese Qualität sichtbar machen und sie wertschätzen.“ Gemeinsam mit der Soziologin Elena Rehm besucht sie als Expertinnen-Team auch die Mannheimer Einrichtung. Dabei betrachten die beiden Fachfrauen die Einrichtungen unter einige Hauptkriterien: Die Kita als lernende Organisation, die Partizipation von Eltern und Kindern, die Kindorientierung und die Einbindung in den umgebenden Sozialraum. „Wir wollen den ganz normalen Kita-Alltag sehen“, betont Claudia Rehm. Ihre Beobachtungen fassen sie in einem Bericht zusammen, der auch eine wertvolle Rückmeldung an die Einrichtungsein wird. 

Termin vormerken: Voting für den ELTERN-Sonderpreis ab 8. April

Einen zusätzlichen Preis lobt die Zeitschrift ELTERN aus. Deren Sachpreis wird der Finalist mit den meisten Stimmen erhalten: Ab 8. April kann auf www.eltern.de fleißig gevotet werden. Dort sind dann alle zehn Finalisten in Kurzfilmen vorgestellt.

Info: Der mit insgesamt 130.000 Euro dotierte Deutsche Kita-Preis wird in den Kategorien „Kita des Jahres“ und „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres“ vergeben. Wer von den zehn Kita-Finalisten im Mai 2019 bei der Preisverleihung in Berlin die Auszeichnung entgegennehmen wird, entscheiden Experten und eine unabhängige Jury. Der Deutsche Kita-Preis ist eine Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung in Partnerschaft mi der Heinz und Heide Dürr Stiftung, der Karg-Stiftung, ELTERN, dem Didacta-Verband und der Deutschen Weihnachtslotterie. Der Deutsche Kita-Preis wird seit 2018 vergeben.

Bildunterschrift: Vorbereitungen für die Jury Deutscher Kita-Preis 2019: Drei Tage lang sind die Expertinnen Aleksandra Bielesza (li) und Elena Rehm zu Besuch in Mannheim-Hochstätt. Foto: de Vos (dv)

 

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