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„Wir wollen überall in Mannheim so gut werden wie Sie hier“

Kita des Jahres 2019: Regionale Übergabe im evangelischen Eltern-Kind-Zentrum Kieselgrund mit Staatssekretär Schebesta

„Wir wollen überall in Mannheim so gut werden wie Sie hier“

(25.07.2019, Mannheim) Urkunde und Plakette für die Kita im Stadtteil Hochstätt, Medaillen für jedes der 80 Kinder: Bei der regionalen Preisübergabe durch die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung zeigte sich StaatssekretärVolker Schebesta beeindruckt. Am 13. Mai hatte die Einrichtung den bundesweit 2. Platz als „Kita des Jahres 2019“ erhalten.

„Für Partizipation und Demokratie ist es nie zu früh“

Im Beisein zahlreicher Gäste aus Politik und Kirche, Bildung und Stadtteil sowie vieler Eltern überbrachte Staatssekretär Volker Schebesta die Grüße des Kulturministeriums Baden-Württemberg. Denn die Kita warin ihrer Kategorie als einzige Einrichtung des Landes in die Endauswahl gekommen. Besonders beeindruckten ihn die gelebte „Partizipation und das Demokratiebild“, die sich an dem Mitspracherecht der Kinder und der Kita-Verfassung besonders deutlich zeigten. Denn es sei wichtig, den Kindern aufzuzeigen, wie und wo sie sich einbringen könnten. „Für Demokratie und Partizipation ist es nie zu früh“, sagte er.

Vertrauen als Zentralperspektive evangelischer Kita-Arbeit

Er sei stolz auf diese Auszeichnung, freute sich Dekan Ralph Hartmann. Ihn beeindrucke, wie stark das Team die Kinder in den Mittelpunkt stelle, ihnen wichtige Orientierung gebe sowie viele Möglichkeiten zum Mitentscheidenund Mitgestalten biete. „Hier setzen Sie beispielhaft um, was Ziel in unserer Arbeit mit Kindern ist: Vertrauen vermitteln. Das ist die Zentralperspektive unserer Kita-Arbeit“, betonte Hartmann. Denn es gelte, den Kindern einen Raum zu eröffnen, um „ihre Gaben und Fähigkeiten, die sie von Gott geschenkt bekommen haben, zu entdecken und zu entwickeln“.

„Wir wollen in ganz Mannheim so gut werden wie Sie hier“

Freie Träger seien für die Stadt Mannheim, die in allen Stadtteilen gute frühkindliche Erziehung anbieten möchte, ein wichtiger Partner, sagte Stadtrat Claudius Kranz, der Glückwünsche und Grüße von Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und dem Gemeinderat überbrachte. In Mannheim gäbe es 12 Eltern-Kind-Zentren, zwei davon in evangelischer Trägerschaft. Eines davon wurde nun für seine pädagogische Arbeit ausgezeichnet. Die Stadt Mannheim, so Kranz, wolle insgesamt die Eltern-Kind-Zentren noch mehr ausbauen. Die Auszeichnung für das evangelische Team im Kieselgrund „nehmen wir als Anlass, hier in Mannheim zu sagen: wir wollen überall noch besser werden, so gut wie Sie hier.“

Preisgeld für Neugestaltung des Außengeländes – noch fehlen 36.000 Euro

Julia Schneider von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung überreichte Urkunde und den Preisgeld-Scheck über 10.000 Euro an Einrichtungsleiterin Claudia Hauschild. Das gesamte Preisgeld kommt einem weiteren Partizipationsprojekt mit den Kinder zugute: Gemeinsam mit ihnen und den Eltern soll das Außengelände neu gestaltet werden. Dafür sind 50.000 Euro vonnöten. „Das können wir nur mit Spenden und Unterstützung realisieren“. Da sind die 4.000 Euro, die der Bezirksbeirat Seckenheim kürzlich dafür zur Verfügung stellte, sehr willkommen. „Wir sind zuversichtlich“, sagte Claudia Hauschild, „dass wir auch die noch fehlende Summe zusammen bekommen.“

Info: Im evangelischen Eltern-Kind-Zentrum Kieselgrund betreuen die 23 Mitarbeitenden 80 Kinder aus 25 Nationen. Für Kinder und Eltern gibt es Angebote, die die individuellen Bedürfnissen und sozialräumlichenSituationen besonders berücksichtigen. 2018 fand beispielsweise das Mitspracherecht der Kinder zusätzlichen Ausdruck in einer Kita-Verfassung. Die Jury attestierte der Einrichtung eine zentrale Orientierung an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Rechte.Das Team engagiere sich über die Kita-Grenzen hinaus, nehme den Sozialraum systematisch in den Blick und gehe in einem herausfordernden Umfeld u.a. auch auf junge Familien in schwierigen Lagen oder ohne Betreuungsplatz zu. „Die Einrichtung ist beispielhaftfür eine lernende Organisation und strahlt trotz vielfältiger Herausforderungen eine professionelle Leichtigkeit aus“, so die Jury. Insgesamt hatten sich 1.600 Einrichtungen an dem bundesweit ausgelobten Wettbewerb beteiligt. Infos: www.deutscher-kita-preis.de. (dv)

Freuen sich über die Auszeichnung für erstklassige Kita-Arbeit: (v.l.n.r.) Staatsekretär Volker Schebesta, Dekan Ralph Hartmann, Kita-Leiterin Claudia Hauschild mit Pokal, DKJS-Mitarbeiterin Julia Schneider, Stadtrat Claudius Kranz, Verwaltungsdirektor Steffen Jooß. Foto: DKJS/Franziska Schmitt.

 

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