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„Wir stehen für das Miteinander in Mannheim"

FORUM DER RELIGIONEN: Geistliche Vertreter setzen ein Zeichen der Solidarität

„Wir stehen für das Miteinander in Mannheim"

(Mannheim, 12.05.2020) Am 12. Mai haben geistliche Vertreter des „Forum der Religionen Mannheim“ am Wasserturm, dem Wahrzeichen Mannheims, ein Zeichen für Solidarität gesetzt. Juden und Christen, Muslime und Aleviten sprachen ein Gebet für alle Menschenin der Stadt.

Die aktuellen Lockerungen stellten eine wesentlich anspruchsvollere Situation dar als der Corona-Lockdown, sagte der evangelische Dekan Ralph Hartmann bei der Begrüßung. „Wir spüren deutlich, dass die Polarisierung in der Gesellschaft wächst. Wir wollen deswegenein Zeichen setzen“.

Die Vertreter des „Forum der Religionen Mannheim“ freuen sich, dass das schmerzlich vermisste gemeinsame Beten und Feiern nun nach zwei Monaten wieder in Synagogen, Kirchen und Moscheen möglich ist. „Wir bleiben nicht für uns, unsere Gebete gelten allen Menschenin unserer Stadt“.

Auf der Terrasse am Wasserturm-Platz trafen sich geistliche Vertreter des „Forums der Religionen“, um jeweils ein Gebet zu sprechen und ihre Verbundenheit in der Verschiedenheit zu bekräftigen. „Wir pflegen die Gemeinsamkeiten, wir wollen gut zusammenleben in unserer Stadt. Wir beten für Gesundheit und Genesung, für Kraft und Vertrauen, für die Bewahrung unserer Seelen in dieser aufwühlenden Zeit“, hieß es. Der katholische Dekan Karl Jung, Imam Muhammet Güntay von der Yavuz Sultan Selim Moschee, Zerno Antesvon der Alevitischen Gemeinde Mannheim, der Kantor Amnon Seelig von der jüdischen Gemeinde Mannheim und der evangelische Dekan Ralph Hartmann sprachen je ein Gebet.

In der jetzigen Phase der Lockerungen, sagte Hartmann anschließend, gelte es, ein Zeichen des Zusammenhalts zu setzen. „Jetzt ist Solidarität gefragt“. (dv)

Bildunterschrift: Stehen für Solidarität und das Miteinander in Mannheim: Geistliche Vertreter des FORUM DER RELIGIONEN (v.l.n.r.) Karl Jung, Muhammet Güntay, Zerno Antex, Amnon Seelig, Ralph Hartmann. Foto: ekma/Anspach.

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