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„Weihnachten in der Tüte“ – komplett in Mannheim entstanden

Für Weihnachten zu Hause: Evangelische Gemeinden verteilen mehr als 6.600 Tüten mit Motiv-Lichtertüte, Musik-CD, Weihnachtshörspiel für Kinder und Gottesdienstblatt. Alles ist ‚made in Mannheim‘

„Weihnachten in der Tüte“ – komplett in Mannheim entstanden

(15.12.2020, Mannheim) „Weihnachten in der Tüte“, wenn Weihnachten in der Kirche nicht möglich ist: Für alle, die zum Weihnachtsgottesdienst nicht in die Kirche gehen können oder wollen, verschenkt die Evangelische Kirche Mannheim „Weihnachten in der Tüte“ für zuhause. Bis auf das Liedheft ist alles individuell in Mannheim entwickelt und gestaltet worden. Die mehr als 6.600 Exemplare werden in den nächsten Tagen in den Gemeinden verteilt. „Eine besondere Aktion in einem besonderen Jahr“, sagt Dekan Ralph Hartmann.

„Kirche bedeutet, dass viele mitmachen“, sagt Pfarrerin Susanne Komorowski von der Johannisgemeinde, Lindenhof. Gemeinsam mit Dorothee Löhr, Pfarrerin der Evangelischen Gemeinde Feudenheim, hat sie die Idee von „Weihnachten in der Tüte“ entwickelt und mit vielen Begeisterten umgesetzt.

Der Stern von Bethlehem trägt Maske. Welche vier Kirchtürme sind auf der Tüte?

Die Lichtertüte ist zugleich die Verpackung und hat es in und auf sich. Sobald Kerze oder Teelicht in einem Glas entzündet sind, strahlt über dem eingestanzten Schriftzug „Frohes Fest“ der Stern von Bethlehem, der eine Maske trägt. Darunter sind die Vignetten von vier Türmen evangelischer Kirchen Mannheims eingestanzt, die der Mannheimer Illustrator Ansgar Lorenz geschaffen hat. Welche es sind, kann am Heiligabend zuhause ein Ratespiel sein. Das Gottesdienstblatt mit eigens entwickeltem Text führt durch die häusliche Feier, bei der Joseph besondere Bedeutung zukommt. Die festliche Musik, die von der CD erklingt, wurde in Mannheim aufgenommen: Orgelstücke haben Landeskantor KMD Prof. Johannes Michel und Kantor Sebastian Osswald eingespielt. Instrumental und gesanglich begleiten Solisti*innen. Die Lieder wurden von der Jungen Kantorei Mannheim und dem Kammerchor an Johannis eingesungen. Für Kinder gibt es das von Stadtjugendpfarrer Oliver Seel geschriebene und mit Mannheimer Kindern einstudierte Hörspiel „Der Stern und das Baby“. Die Gestaltung von Tüte samt Inhalt stammt von der Mannheimer Grafikerin Valentina Ingmanns. „Hier ist etwas in Mannheim für die Menschen in Mannheim entstanden“, freut sich Pfarrerin Komorowski.

„Wie beim allerersten Weihnachten ist alles anders“

Selbst einen Gottesdienst zuhause zu feiern, so Pfarrerin Löhr, sei ein Ausdruck mündigen Christentums. „Das entspricht unserem evangelischen Grundverständnis des allgemeinen Priestertums, wonach niemand vonnöten ist, um zwischen Gläubigen und Gott zu vermitteln.“. Der Gottesdienstentwurf stellt Joseph ins Zentrum: Für ihn war beim ersten Weihnachten alles plötzlich und unerwartet. Seine Verlobte erwartet ein Kind – aber von wem? „Das Neue, Fremde, mit dem er nichts zu tun haben wollte, diese große Zumutung wird ihm zum göttlichen Geschenk“ heißt es im Gottesdiensttext. Joseph, so Pfarrerin Löhr, stand vor einer völlig neuen Situation. Und er hat in ihr Verantwortung übernommen, obwohl er nicht wusste, wie sich alles weiterentwickeln würde. Ein Gedanke, so Löhr, der in dieses Jahr gut passe. „Weihnachten in der Tüte“ verteilen die mehr als 20 evangelischen Gemeinden.

Auch die katholischen Pfarreien bieten Vielfältiges für Weihnachten zu Hause an: Mit „Weihnachten all-in“ und „Weihnachten ToGo“ sind Tüten für Hausgottesdienste zusammengestellt. Auch gibt es von den Kirchen Anleitungen für einen Wortgottesdienst, für häusliche Feiern allein oder mit der Familie. Informationen zu „Weihnachten zuhause“, und weiteren Angeboten für eine Feier zu Hause und zu Online-Gottesdiensten gibt es auf der ökumenischen Homepage www.weihnachtsgottesdienste-mannheim.de (dv)

BU: Die Pfarrerinnnen Susanne Komorowski (li) und Dorothee Löhr hatten die Idee zu „Weihnachten in der Tüte“. Der Inhalt wurde – mit Ausnahme des Liedheftes – komplett in Mannheim entwickelt und gestaltet. Die insgesamt mehr als 6.600 Tüten werden von den Gemeinden verteilt. Foto: de Vos

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