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Gedanken zur Jahreslosung: Dekan Ralph Hartmann

Gedanken zur Jahreslosung: Dekan Ralph Hartmann

„Wir brauchen das, wie die Luft zum Atmen:

Gesehen werden, wahrgenommen werden, dazu gehören.

Es ist eine fürchterliche Vorstellung, niemand würde mich vermissen oder an mich denken.

Einsamkeit macht krank. Das ist sogar medizinisch nachweisbar:.

„Du bist ein Gott, der mich sieht.“

Das ruft Hagar im 1. Buch Mose Gott zu. Sie ist in diesem Moment einsam und verlassen, ja sogar vertrieben – buchstäblich „in die Wüste geschickt“.

„Du bist ein Gott, der mich sieht.“

Diese Gewissheit wird ihr zur Quelle neuer Kraft und Zuversicht. Dieser Glaube richtet sie auf und bewegt sie zurück ins Leben.

Gott sieht mich.

Das tröstet.

Das soll uns zur Quelle der Zuversicht und des Lebens werden.

Ich mag mich verlassen fühlen, er aber verlässt mich nicht.“ (Dekan Ralph Hartmann)

Info: Die Jahreslosungen gibt es seit 1934. Initiiert hat sie der Pfarrer und Liedermacher Otto Riethmüller. Er gehörte der Bekennenden Kirche an, die in Opposition zum NS-Regime stand. Inzwischen wird die biblische Jahreslosung von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen gewählt, immer Jahre im Voraus.

 

sanctclara